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LGBT-Helden in Kattowitz

LGBT-Helden in Kattowitz: In der polnischen Stadt kamen am Samstag nicht nur junge Schwule, Lesben und Transgender zu einer Aktion zum Internationalen Tag gegen Homophobie. Doch die LGBT-Aktivisten trotzten den nationalistischen Gegendemonstranten.

Fast vorausahnend stand die Veranstaltung unter dem Titel "Sei ein Held / eine Heldin": Teilweise in Heldenkostümen kamen die jungen Schwulen und Lesben dabei auf einer Straße in der Innenstadt aus einem mitgebrachten Schrank. Auch die Medien waren eingeladen, um mit den Jugendlichen zu sprechen. Einige Kostüme schützten zugleich die Teilnehmer vor dem Bekanntwerden ihrer Identität: Ein Jugendlicher sagte der "Gazeta Wyborcza", er sei zwar bei seinen Eltern geoutet, aber es gebe noch erhebliche Akzeptanzprobleme in der Gesellschaft.



Wie zum Beweis kamen zu dem Event, zu dem per Facebook eingeladen wurde, auch ein paar Nationalisten, die auf einem Banner ein Verbot von Homosexualität forderten und die Teilnehmer beschimpften und mit Eiern bewarfen. Die Polizei verfolgte das aus der Ferne und schritt trotz Aufforderung der LGBT-Aktivisten nicht ein. Trotz erheblicher Störungen zogen die Jungs und Mädels ihr Programm weiter durch; sie wollen sich nun, auch nach kritischen Medienberichten, über den mangelnden Polizeieinsatz offiziell beschweren.



Es war die vierte Aktion zu einem Coming-out-Tag in Kattowitz. Die Gruppe "Stowarzyszenie Teczówka" organisiert ansonsten unter anderem Kulturevents.



Bereits gestern haben wir über die mutigen Aktivisten in St. Petersburg berichtet, die dort bei einem Protest zum Coming-out-Tag am Samstag von Nationalisten behindert und verhaftet wurden.



s.a.: Doku: Die jungen, mutigen Aktivisten des Ostens (28.12.2012)


-w-

#1 SmileyEhemaliges Profil
  • 14.10.2013, 16:50h
  • "Zakaz Pedaowania" heißt übrigens soviel wie "Homosexualität verbieten". Ein Slogan der "Nationalen Wiedergeburt", wie sich die Nazis dort nennen.

    Die jungen Menschen haben es dort mit hartem Widerstand, ungezähmtem Haß und gefährlichen Menschenfeinden zu tun.

    Mutige Leute, bewundernswert.
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#2 Harry1972Profil
#3 OliverZiAnonym
  • 15.10.2013, 10:30h
  • Entsetzliche triste Stadt und geprägt von schmutziger Schwerindustrie. Wenigstens ein Tag mal etwas bunter
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#4 HerrenmenschenAnonym
  • 15.10.2013, 14:03h
  • Und das mitten in der EU. Nazis, die anderen öffentlich ihre Grundrechte absprechen und von der Polizei hofiert werden. Die herrschende Klasse hält sich - wie immer - ihre Herrschaftsoptionen für die (vorhersehbare) weitere Verschärfung der kapitalistischen Krise gezielt offen.
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