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St. Petersburg: Eine Mutter klagt an

St. Petersburg: Eine Mutter klagt an. In der russischen Metropole demonstrierten am Sonntag mehrere Personen gegen das zunehmende homophobe Klima in Russland. Unter den Demonstranten war die Mutter des Aktivisten Dima Tschischewski, der am Sonntag vor einer Woche bei einem Angriff auf die Organisation LaSky durch einen Schuss an einem Auge verletzt wurde.

Die Verletzung ist vermutlich inoperabel, bei dem Angriff war zudem eine weitere Aktivistin durch einen Baseballschläger am Rücken verletzt worden (queer.de berichtete). "Meinem Sohn wurde ins Auge geschossen, weil er schwul ist. Stoppt den Hass!", stand auf dem Schild von Dimas Mutter.



Zu dem nach russischer Gesetzeslage erlaubten Protest von Einzelpersonen hatte das Bündnis "Demokratisches Petersburg" aufgerufen. Die Polizei nahm die Personalien einiger Aktivisten auf, ließ sie aber gewähren. Auf anderen Plakaten stand "Toleranz gegenüber Nazismus führt das Land ins Verderben" oder "Lasst es nicht zu einer Kristallnacht kommen".

In der Innenstadt wurde zudem eine Unterschriftenaktion gestartet mit dem Ziel, die Regierung zu einer Debatte zu Hassgewalt zu bewegen. Dima Chizhevsky startete derweil mit eigenen Mitteln eine neue Aktion, die Daten zu Volksverhetzung in sozialen Netzwerken und Gewalt durch Neonazis sammeln und auswerten soll.

Derweil hat ein Gericht in St. Petersburg erstmals einen Angreifer auf eine Veranstaltung von Schwulen und Lesben verurteilt. Der orthodoxe Aktivisten Gleb Lichotkin hatte 2012 während eines Regenbogen-Flashmobs mit einer Gaspistole auf einen Teilnehmer geschossen. Dieser erhielt Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Rubel (ca. 250 Euro), Lichotkin eine Bewährungsstrafe von einem Jahr.

"Obwohl das Gericht das Motiv Hass gegen eine soziale Gruppe nicht anerkannt hat, sind wir mit dem Urteil zufrieden", sagte der von der Organisation Coming-out unterstützte Opferanwalt Dmitrij Bartenev. "Der Angreifer und seine Unterstützer haben eine Warnung erhalten, dass Gewalt bei einer friedlichen Aktion für die Rechte von LGBT nicht geduldet wird." (nb)


-w-

#1 FinnAnonym
  • 11.11.2013, 16:47h
  • Schlimm, was in diesem Land abgeht...

    Und dann soll die Welt da auch noch fröhliche, kritiklose Olympische Spiele feiern und so tun als wäre nichts...

    Nein, diese Olympiade kann man nur boykottieren. Einem Menschen mit Gewissen und Rückgrat bleibt gar keine andere Wahl...
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