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Blumen und Küsse gegen den Hass

  • 17. November 2013, noch kein Kommentar

Blumen und Küsse gegen den Hass: In Warschau haben am Freitag Hunderte Menschen an einem Kiss-In an der Kunstinstallation "Regenbogen" teilgenommen, die am Montag von Nationalisten angezündet und zerstört worden war.

Der 26 Meter weite und bis zu neun Meter hohe Bogen mit künstlichen Blumen war ursprünglich als allgemeines Zeichen für Toleranz zur EU-Ratspräsidentschaft Polens im Jahr 2011 entstanden, galt seit dem Umzug von Brüssel auf den Erlöserplatz in Warschau allerdings auch als Zeichen für LGBT-Rechte.

Das Kunstwerk auf dem belebten Platz vor der katholischen Erlöserkirche war bereits mehrmals zerstört worden, als es am Montag von Nationalisten abgefackelt wurde. Sie hatten sich am polnischen Unabhängigkeitstag Straßenschlachten mit der Polizei geliefert (queer.de berichtete).



Zu der Aktion am Freitag war per Facebook aufgerufen worden. Teilnehmer, darunter viele Heterosexuelle, befestigten mitgebrachte Blumen an dem stehen gebliebenen Gerüst des Kunstwerks, und nahmen an einem Kiss-In teil, von dem es Ausschnitte in alle Nachrichtensendungen brachten (kurzer Videobericht).

Nach den Ausschreitungen haben Gerichte bereits neun Nationalisten zu teils längeren Haftstrafen verurteilt, 33 Personen wurden angeklagt. Im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf den Regenbogen wurde ein 21-Jähriger verhaftet, nach einer weiteren Person läuft eine Fahndung. Die Stadt hat angekündigt, das Kunstwerk wiederherstellen zu lassen. (nb)


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