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Nie wieder Section 28

  • 18. November 2013, noch kein Kommentar
Bild: Elly Barnes

Nie wieder Section 28: In Großbritannien wurde am Montag des zehnten Jahrestags der Abschaffung des homofeindlichen Gesetzes Section 28 gedacht. So rief die Gruppe "Schools Out" etwa Lehrer und Schüler dazu auf, in Pink zum Unterricht zu kommen.

Die 1988 von der konservativen Regierung von Premierministerin Margaret Thatcher eingeführte Regelung hatte Parallelen zum heutigen Verbot von Homo-"Propaganda" in Russland. So besagte Section 28, dass Behörden in England, Wales und Schottland nicht für Homosexualität "werben" durften. Insbesondere war es Lehrern verboten, an Schulen positiv über Homosexualität zu sprechen.

Thatcher selbst hatte zuvor kritisiert, dass zu viele "positive Bilder" von Lesben und Schwulen in der Öffentlichkeit gezeigt werden würden, was Kinder zu Homosexuellen machen könne. Aktivisten kritisierten, mit dem Gesetz habe die Regierung Homophobie sanktioniert und hunderttausenden junger Schwulen und Lesben die Schulzeit grundlos zur Hölle gemacht.

Section 28 führte zu einer neuen Gründungswelle von schwul-lesbischen Gruppen und zu mehr direkten Aktionen: So gründeten mehrere Aktivisten, darunter der international bekannte Peter Tatchell, die Gruppe "OutRage", die ähnlich wie "Act Up" mit medienwirksamen und spektakulären Aktionen für Aufmerksamkeit sorgte. Section 28 wurde erst im Jahr 2000 in Schottland und 2003 im Rest des Landes abgeschafft. (cw)


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