Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/b?596

Protest beim "Petersburger Dialog"

Protest beim "Petersburger Dialog": Vor der Eröffnungsveranstaltung des deutsch-russischen Kongresses in Kassel demonstrierten am Mittwoch u.a. Vertreter von Amnesty International und des örtlichen CSD.

"Agentengesetz abschaffen" hieß eine Forderung auf einem Plakat - in St. Petersburg muss sich u.a. die LGBT-Organisation Coming Out derzeit schon wieder wegen des Gesetzes vor Gericht verantworten. Auf anderen Plakaten wurde "Meinungs- und Versammlungsfreiheit" gefordert und festgestellt, dass "Arktisschutz" kein Verbrechen ist. Erst am Wochenende war der letzte von 30 Greenpeace-Aktivisten freigelassen worden.

Auch die Olympischen Ringe waren vertreten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker beklagte auf einem Transparent: "Sotschi 2014 ist nur Fassade: Putin verfolgt Minderheiten und Menschenrechtler". Ein Bild davon, mit einer Riesenregenbogenflagge davor auf dem Bürgersteig, brachte es durch einen Bericht der Deutschen Welle auch nach Russland.

Der 13. Petersburger Dialog, der dem kulturellen wie wirtschaftlichen Austausch dient, steht unter dem Motto "Soziale und politische Rechte als Bedingung für eine freie Gesellschaft". Russlands Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) waren mit einem Grußwort vertreten. Lothar de Maizière, der deutsche Vorsitzende des Dialogs, lobte in seiner Rede den neuen Koalitionsvertrag, in dem der Punkt "Offener Dialog und breitere Zusammenarbeit mit Russland" eine ganze Seite einnimmt. Der SPD-Politiker Mathias Platzeck sagte laut Deutscher Welle in seiner Rede, dass sich Deutschland gegenüber Russland nicht wie ein Lehrer aufführen dürfe.


-w-

#1 FinnAnonym
  • 05.12.2013, 12:28h
  • "Sotschi 2014 ist nur Fassade: Putin verfolgt Minderheiten und Menschenrechtler"

    Leider wahr.

    Die Olympischen Spiele sind die glänzende Fassade, um Faschismus zu kaschieren. Wenn die Kohle stimmt, lässt sich das IOC für jeden Zweck einspannen.

    Wie könnte man solche geldgeilen Raffkes mehr treffen als mit Gewinnschmälerung...

    Deshalb: Boykott!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gourmetAnonym
#3 SchandeAnonym
  • 05.12.2013, 13:01h
  • Ja, der Totalausfall jeglicher schwuler Bewegung bei einer derart breitenwirksamen Bühne wie der Russischen Filmwoche in Berlin, gesponsert von GAZPROM, ist geradezu unfassbar.

    Die "Community" kann sich jedes virtuelle Gesäusel sparen, wenn sie eine solche Gelegenheit zum wiederholten Male nicht nutzt - und zwar genau dort, wo ein Schlaglicht auf die Interessen geworfen werden könnten, die hinter der Faschisierung unter Putin stehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil