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Weltweite Proteste zu Indien und Ikea

  • 16. Dezember 2013, noch kein Kommentar

Weltweite Proteste zu Indien und Ikea: Am Wochenende haben Schwule und Lesben gleich mehrfach gegen Diskriminierung und Kriminalisierung demonstriert.

So protestierten am Sonntag in fast 40 Städten, darunter Berlin, Menschen gegen ein Urteil des höchsten Gerichts in Indien, das am letzten Mittwoch einen Strafrechtsparagrafen zu homosexuellen Geschlechtsverkehr wieder in Kraft gesetzt hatte (queer.de berichtete). Er war 1860 durch britisches Kolonialrecht eingeführt worden. Das Urteil platzt mitten in den beginnenden indischen Wahlkampf; die konservative Oppositionspartei mit guten Chancen auf eine Regierungsübernahme hat bereits angekündigt, sich für eine Beibehaltung des Verbots einsetzen zu wollen.

In Berlin beteiligten sich rund 30 Menschen an dem recht spontan organisierten Protest, der am Homo-Mahnmal im Tiergarten begann und vor der indischen Botschaft endete (Fotogalerie bei Facebook). Dort wurde eine Stellungnahme verlesen, wie wortgleich bei fast 40 Protesten weltweit. So gingen auch in Amerika, Australien, Europa sowie in vielen Städten Indiens Menschen auf die Straße.



Derweil kam es am Wochenende erneut zu Protesten vor Ikea-Filialen, nachdem der schwedische Konzern aus seinem weltweit vertriebenen Kundenmagazin für die russische Version eine Story über eine Regenbogenfamilie entfernt hatte (queer.de berichtete).

In Amerika protestierten Schwule und Lesben vor und in Ikea-Filialen in New York, Texas und Maryland, und in Russland protestierten sie in Moskau, St. Petersburg, Chimki und Nischni Nowgorod (Galerie bei Facebook).



Wer nun selbst Lust auf einen Protest hat und in München wohnt: Dort gibt es am Mittwoch eine Aktion gegen Waleri Gergijew. Der neue Chefdirigent der Münchener Philharmoniker hatte sich positiv über das Gesetz gegen "Homo-Propaganda" in Russland geäußert. (nb)

Fotos: Maya Indira Ganesh, VKontakte


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