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Berlin hat eine Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße

Berlin hat eine Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße. Am Dienstag wurde ein Teil der Einemstraße am Nollendorfplatz nach dem Vorkämpfer für Homo-Rechte umbenannt. Um den anderen Teil wird noch gestritten.

Die Hausnummern 1-12, die im Bezirk Tempelhof-Schöneberg liegen, tragen jetzt den neuen Straßennamen, während der Rest, der im Bezirk Mitte liegt, sich vorerst weiter mit dem Namen Einem schmücken muss. Grund für die Verzögerung der Umbenennung: Mehrere Bewohner von Mitte hatten eine Beschwerde gegen die bereits beschlossene Umbenennung eingereicht, weil Straßennamen eigentlich bevorzugt an Frauen vergeben werden sollen.

Karl von Einem war von 1903 bis 1909 preußischer Kriegsminister und forderte während dieser Zeit die Vernichtung von homosexuellen Männern. Er gilt auch als Wegbereiter des Dritten Reiches.

Die Initiative zur Umbenennung der Einemstraße wurde bereits im Januar 2010 von den Szeneaktivisten Dirk Siegfried und Gerhard Hoffmann gestartet. Nach einem einstimmigen Beschluss des Bezirks Tempelhof-Schöneberg hatte der LSVD in einer Resolution den Bezirk Mitte aufgefordert, ihm zu folgen, was im Juni dieses Jahres gegen die Stimmen der CDU erfolgte.



Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) war der erste bekannte Vorkämpfer für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen. Bereits 1867 forderte Ulrichs auf dem Deutschen Juristentag die Abschaffung antihomosexueller Gesetze, was damals noch tumultartige Szenen auslöste.

Er war damit auch ein Wegbereiter von Magnus Hirschfeld (1868-1935), an den in Berlin bereits seit 2008 ein Weg erinnert: Das Magnus-Hirschfeld-Ufer, schräg gegenüber dem Kanzleramt. In der Ecke stand einst sein Insitut für Sexualwissenschaft.



Bilder: Jörg Steinert, Norbert Blech


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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.12.2013, 18:05h
  • Dafür hat mein Intimfeind Volker Beck sicherlich die heutige Bundestagssitzung geschwänzt! Wird ihn auch keiner vermißt haben!
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#2 SmileyEhemaliges Profil
  • 17.12.2013, 18:37h
  • Sollte es in jeder Stadt geben, eine Ulrichsstraße. Vorkämpfer für Bürgerrechte, seltenes Wesen in der deutschen Geschichte.
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#3 thorium222Profil
  • 17.12.2013, 19:40hMr
  • Ich versteh die Hardcore Feministen einfach nicht. Wieso diskriminieren sie gute Leute einfach wegen ihres Geschlechts? Ich bin vollkommen dafür mehr Frauen in Straßennamen zu haben, aber dafür muss man doch ansonsten nicht sämtliche Prinzipien für Fairness und Gerechtigkeit über Bord werfen!
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#4 sperlingAnonym
#5 SebiAnonym
  • 17.12.2013, 21:57h
  • Sehr gut!

    Während der Name Magnus Hirschfeld einigermaßen bekannt ist, kennen nur wenige Karl Heinrich Ulrichs.

    Das ist ja leider oft so, dass man bei Fortschritten nur ein paar Gallionsfiguren kennt, aber die zig Leute, die auch dazu beigetragen haben, kennt kaum jemand.

    Ich hoffe nur, dass der Streit um die Umbenennung des restlichen Teils bald beendet wird und dieser Teil hoffentlich auch bald umbenannt wird.
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#6 Alte TunteAnonym
  • 17.12.2013, 22:31h
  • Ja, wenn man so an der Ecke Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße und Else-Lasker-Schüler-Straße steht... Wann wird eigentlich der Nollendorfplatz umbenannt? War nicht Nollendorf auch irgendwie ein Wegbereiter des (anführungszeichenlosen) Dritten Reichs? Und erst Platz? Und wann werden die pölitisch korrekten Berliner Straßenschilder so lang, daß sie verkehrsgefährdend werden?
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 Fred i BKKAnonym
  • 18.12.2013, 01:51h
  • zu Kotzyness, GEHT DAS SCHON WIEDER LOS !!

    Dafür hat mein Intimfeind Volker Beck sicherlich die heutige Bundestagssitzung geschwänzt! Wird ihn auch keiner vermißt haben!
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