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Protest gegen Gergijew

Bild: Robert Hölzl/Facebook

Protest gegen Gergijew: Mehrere hundert Menschen haben am Mittwochabend in teilweiser kreativer Verkleidung vor der Münchner Philharmonie gegen den russischen Dirigenten Waleri Gergijew und die homophobe Politik Wladimir Putins demonstriert.

Auf Transparenten forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem: "Keine falschen Töne gegen Lesben, Schwule und Transgender." Anlass des Protests war ein Konzert Gergijews, der als enger Vertrauter Putins gilt und in einem Interview das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" öffentlich verteidigt hat. Der renommierte Dirigent und Chef des St. Petersburger Mariinski-Theaters soll 2015 zudem Chefdirigent der Münchner Philharmoniker werden (queer.de berichtete).

In einer Pressekonferenz am Dienstag hatte sich Gergijew zuvor halbherzig von seinen Äußerungen distanziert, in denen er einen diskriminierenden Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie hergestellt hatte. Die niederländische Zeitung "de Volkskrant" hatte den Dirigenten im Sommer mit den Worten zitiert: "In Russland tun wir alles dafür, Kinder vor Pädophilen zu schützen. Dieses Gesetz richtet sich nicht gegen Homosexualität, sondern gegen Pädophilie." Auf der Pressekonferenz weigerte er sich, zum Homo-"Propaganda"-Gesetz Stellung zu nehmen, stattdessen lobte er die Kulturpolitik Putins.

Allerdings beteuerte Gergijew nur wenige Stunden vor dem Konzert in einem Brief an den Münchner Kulturreferenten Hans-Georg Küppers (SPD), niemanden diskriminieren zu wollen und sämtliche Vorschriften der Stadt zu beachten. "In meinem ganzen Berufsleben als Künstler habe ich überall auf der Welt nach diesen Grundsätzen gehandelt und werde es auch in Zukunft tun. Alle anderen Unterstellungen treffen mich sehr", heißt es in dem Brief. Gergijew kündigte zudem an, bei einem seiner nächsten Besuche in München das Gespräch mit schwul-lesbischen Aktivisten suchen zu wollen.

Während Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) die "missverständlichen" und "unglücklichen" Äußerungen Gergijews nun im Wesentlichen für ausgeräumt sieht, warnte die Rosa Liste davor, die Sache zu verharmlosen. In den Äußerungen des Dirigenten auf der Pressekonferenz spiegele sich genau jene Propaganda, die unter dem Vorwand des Kinderschutzes Hass auf Homosexuelle schüre, kritisierte Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl. Gergijews teilweise ausweichende Einlassungen seien "sehr, sehr unbefriedigend". Eigentlich habe der Maestro "eine Abmahnung verdient". (cw)

Tagesthemen-Bericht zur Protestaktion:


-w-

#2 XDASAnonym
  • 19.12.2013, 17:16h
  • Ich hoffe, dass es nicht dabei bleibt!

    Jedes Konzert dieses faschistischen Homohassers muss gestört werden. Der darf hier auf keinen grünen Zweig kommen.

    Faschisten darf man keine Bühne geben!!!
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#3 SebiAnonym
  • 20.12.2013, 09:33h
  • Nicht nur protestieren, sondern auch stören...

    Nur das kann wirklich etwas ändern...
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