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Aufruhr in Stuttgart

Aufruhr in Stuttgart: Das Plakat sieht leider ziemlich schnarchig aus, dafür gefällt uns der Slogan umso besser: "Wir machen Aufruhr. Seit 1969" lautet in diesem Jahr das Motto des CSD Stuttgart.

Die IG CSD Stuttgart e.V. will damit an den 45. Jahrestag der "Stonewall Inn"-Aufstände in New York erinnern. "Lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen geraten seit nunmehr 45 Jahren in Aufruhr. Kontinuierlich. Weltweit", heißt es dazu in einer Pressemitteilung. "Sie sind empört über die Tatsache, dass ihnen noch immer offene Anfeindungen, versteckte Diskriminierungen, gesetzliche Ungleichbehandlungen, hartnäckige Vorurteile, alte Klischees, gewaltsame Homo- oder Transphobie, scheele Blicke und unwürdiges Getuschel entgegen gebracht werden."

Aufruhr sei trotz aller rechtlichen Teilerfolge bei der Gleichstellung von Lesben und Schwulen weiterhin angebracht, so die CSD-Veranstalter: "Solange öffentliche Outings, wie unlängst der wunderbar selbstverständliche Umgang von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks mit ihrer Lebensrealität oder das aus dem Schrank kommen von Ex-Profifußballer Thomas Hitzlsperger, noch marktschreierisch die Titelseiten der Medien füllen sowie unzählige unflätige Kommentare nach sich ziehen, ist der Aufruhr noch nicht obsolet. Solange gegen die Vermittlung von toleranten Werten und der Darstellung von gelebten gesellschaftlichen Realitäten in den neuen baden-württembergischen Bildungsplänen vehement Sturm gelaufen wird, ist der Aufruhr das Gebot der Stunde."

Der CSD Stuttgart findet vom 18. bis 27. Juli 2014 statt. Die Polit-Parade zieht am Samstag, den 26. Juli bereits zum 18. Mal durch die baden-württembergische Landeshauptstadt. (cw)


-w-

#1 FOX-NewsAnonym
  • 13.01.2014, 10:03h
  • Ich glaube indem man die "aufgepimpte" Transe in den Vordergrund stellt, schürt man die Vorurteile. Gut finde ich die "normalen" Paare im Hintergrund, aber diese hätte in den Vordergrund gestellt werden müssen, nicht die Transe. Klar gehört sie dazu, dennoch ist der normale Alltag von Schwulen, Lesben, Transsexuellen usw. nicht PARTY sondern ein "normales" Leben.
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#2 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 13.01.2014, 11:10h
  • @Fox-Sowieso. Es sind "aufgepimpte Transen", denen wir den Aufruhr von 1969 zu verdanken haben, und oftmals sind es gerade die "normalen" Lesben und Schwulen, die sich bis heute nicht trauen, mutig zu ihrer Identität zu stehen.
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#3 GiorgioAnonym
  • 13.01.2014, 11:21h
  • @FOX-News

    Ich denke, Du hast da etwas elementar falsch verstanden.

    Zum einen finde ich es desaströs, von jemand aus den eigenen Reihen so einen menschenverachtenden Kommentar zu lesen, zum anderen ist es nicht Ziel, sich anzupassen, sondern Akzeptanz für alle zu erreichen.

    Was Du als "Normal" erachtest, interessiert keinen Menschen. Mit welcher Begründung ist den die "Transe", um Deine Wortwahl aufzugreifen, "abnormal" (logischer Gegensatz zu "normal")?
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#4 TorsoAnonym
  • 13.01.2014, 11:25h
  • Genau! Es waren Transen die mutig waren und die gehören in den Vordergrund. Stonewall hat nichts mit den konservativ langweiligen kinderadoptionswilligen Nutznießern zu schaffen, die jetzt dafür Sorgen wollen das Transen bei den Rechten, die sie erkämpft haben, hinten runter fallen. Schäm dich dafür wenigstens!
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#5 Anti Homo GesetzAnonym
  • 13.01.2014, 11:27h
  • Die Paare im Hintergrund verhalten sich allerdings gerade nicht "normal". Oder wie viele Schwule, die - ohne notwendigerweise Stereotype und Klischees erfüllen zu müssen - im öffentlichen Raum Zärtlichkeiten austauschen, seht ihr durchschnittlich pro Tag? Woche?
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#6 GrundsatzfrageAnonym
  • 13.01.2014, 11:33h
  • Motto und Erklärung dazu sind, wie immer, als Ergebnis einer möglichst breiten Debatte innerhalb der Community zu politischen Forderungen und Programmatik sowie einer demokratischen Abstimmung darüber zustandegekommen. Als entscheidende Voraussetzung für eine möglichst breite Politisierung und durchsetzungsfähige Organisierung der Community. Oder? [Betrifft nicht nur oder vorrangig Stuttgart, siehe "Grundsatz..."]
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#7 aufruhrAnonym
#8 GeromeAnonym
  • 13.01.2014, 13:29h
  • Schwule und Lesben sind auf den CSD`s häufiger als Drag Queens.
    Warum tut man auf dem Plakat eine Drag Queen in den Vordergrund anstatt die Schwulen und Lesben?
    Das erinnert an Mainstream Medien, die zeigen auch vorwiegend Drags.
    Warum muss in Medien immer nur die Weiblichkeit betont werden? Bei Cover von Zeitungen werden Frauen gezeigt und bei CSD Artikel Drags. Wo sind die hübschen Männer, die ohne Drag und Leder die Mehrzahl auf CSD`s ausmachen?
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#9 Gegen KlischeesAnonym
  • 13.01.2014, 13:42h
  • @Reiserobby,
    Waren bei Stonewall nicht auch Bikerlesben im Vordergrund? Die sieht man auf dem Plakat auch nicht. Aber Transen sind immer dabei

    Meinetwegen sollte man die beiden Pärchen im Hintergrund in den Vordergrund bringen und die Klischees in den Hintergrund. Die meisten Schwulen und Lesben sind keine Transen und Bilerlesben. Die Zeiten ändern sich.
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#10 sperlingAnonym
  • 13.01.2014, 14:06h
  • der slogan heißt "wir machen aufruhr!" und nicht "wir machen eine repräsentative soziologische dokumentation".
    ob allerdings die drag queen heute noch das geeignete symbol ist, um alternatives leben darzustellen und wirklich auf dessen existenz hinzuweisen, das frage ich mich inzwischen auch. wo werden auf dem csd wirklich REALE alternative lebensmodelle sichtbar und nicht nur diese, mit verlaub, doch etwas altbacken wirkenden symbol-provokationen, die doch nur bühnenfiguren sind?
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