Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/b?647

Ein Orden für Laura

(via)

Ein Orden für Laura: Stuttgarts "Schwulenmutti" Laura Halding-Hoppenheit (Mitte) ist am Donnerstag mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden - für ihren jahrelangen Einsatz für LGBT-Rechte sowie gegen die Diskriminierung und die Stigmatisierung von Menschen mit HIV und Aids.

Staatssekretär Klaus Peter Murawski überreichte das "Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland" am Nachmittag in Stuttgarts Neuem Schloss. "Generationen schwuler Männer und HIV-Positiver, aber auch viele andere haben Laura viel zu verdanken: immer ein offenes Ohr und tatkräftige Unterstützung und oft auch eine offene Brieftasche, wenn die Not groß ist", gratulierte Carsten Schatz (Foto rechts), Bundesvorstandsmitglied der Deutschen Aids-Hilfe, dem Ehrenmitglied seit 1996. "Laura zeigt uns, was Solidarität heißt: Engagement für diejenigen, die schlechter dran sind als man selbst, ohne dabei in erster Linie an den eigenen Vorteil zu denken."

Die in Rumänien geborene Laura Halding-Hoppenheit studierte Kunstgeschichte und Archäologie in Bukarest, bevor sie mit einem Promotionsstipendium in Hamburg strandete - ohne Deutschkenntnisse und obwohl sie eigentlich nach Paris wollte. Ende der 1970er Jahre zog sie mit ihrem zweiten Mann nach Stuttgart und arbeitete schon bald im gerade gegründeten Schwulenclub "King's Club". Angesichts der ersten Aids-Fälle in Deutschland Anfang der 1980er Jahre gründete Halding-Hoppenheit eine Selbsthilfegruppe und besuchte sterbende Aidskranke im Krankenhaus - oft als Einzige. Bis heute unterstützt sie die "Positiven Begegnungen" - die alle zwei Jahre stattfindende größte Selbsthilfekonferenz zu HIV und Aids in Europa - mit einem Café.

Laura selbst zeigte sich von der Auszeichnung gerührt: "Ich freue mich so", sagte sie gegenüber der "Stuttgarter Zeitung". Das Bundesverdienstkreuz spornt sie sogar an: "Ich werde nie aufgeben. Ich mache das, bis ich hundert Jahre alt bin!" So stehen in wenigen Wochen stehen gleich zwei weitere wichtige Ereignisse an: Zum einen kommt im April der Film "Laura - Ein Juwel aus Stuttgart" in die Kinos, gedreht von Rosa von Praunheim, der auch bei der Feierstunde drehte. Zum April will Laura im Mai für die Linke in den Stuttgarter Gemeinderat einziehen: "Da kann ich noch mehr für meine Familie bewegen."

Zu Ehren Lauras findet am Donnerstagabend um 20 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto "Tribut an Laura - Wir machen Aufruhr!" auf dem Stuttgarter Schloßplatz statt.

Ein gutes Porträt über die Aktivistin hat der Journalist Axel Schock im sowie auf d@h_blog


-w-

#1 ZeitfensterAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Harry1972Profil
  • 24.01.2014, 02:40hBad Oeynhausen
  • Herzlichen Glückwunsch. Ich wünschte, es würde generell mehr über solche wunderbaren Menschen berichtet.
  • Antworten » | Direktlink »