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Mauricio Dias & Walter Riedweg

  • 10. März 2014, noch kein Kommentar
Bild: Dias & Riedweg, Voracidad Maxima (Maximale Gier), 2003, Videoinstallation, Loop, courtesy the artists

Mauricio Dias & Walter Riedweg: Das Kunstmuseum Luzern hat Anfang März die erste große Retrospektive des schwulen Video-Künstler-Duos Mauricio Dias & Walter Riedweg eröffnet. Die beiden thematisieren in ihrer Kunst auch immer wieder homosexuelle Themen.

Das Foto oben stammt etwa aus einem umfassenden Projekt mit männlichen Sexarbeitern aus Barcelona. Dazu trafen Dias & Riesweg die Männer über längere Zeit zu persönlichen Gesprächen. In der Video-Installation sehen wir die Künstler gemeinsam mit den Prostituierten im Bild. Sie richten also nicht einfach die Kamera auf sie, sondern lassen gar nicht erst eine Distanz aufkommen. Jeglicher Voyeurismus wird dadurch unmöglich.

Das folgende Bild wiederum wurde für die Biennale in Gran Canaria gemacht, wo Dias & Riedweg Eduardo Garcia Gonzalez, einen kubanischen Flüchtling, trafen. Dieser spielt den Mann im Video. Die ganze Videoarbeit wurde in den Cruising-Dünen von Maspalomas aufgenommen. Die Geschichte ist fiktiv, aber durch den Spiegel, den der Mann durch die Landschaft trägt, vermischt sie sich mit real-dokumentarischen Bildern:



Mauricio Dias und Walter Riedweg, der in Luzern geboren und aufgewachsen ist, lernten sich in den 1990er Jahren im Umfeld der legendären Video-Fachklasse in Basel kennen. Seit 1993 arbeiten sie zusammen, lange Zeit waren sie auch privat ein Paar. Heute leben die beiden in Rio de Janeiro. Mit ihrer Kunst schaffen sie es, Missstände, Ungerechtigkeiten oder Tabus anzusprechen, ohne jemanden dafür zu beschuldigen. Die Ausstellung im Kunstmuseum Luzern ist noch bis zum 22. Juni 2014 zu sehen. (mize)


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