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Namen und Steine

Namen und Steine: Im Rahmen des ColognePride wurde am Freitagabend an der Installation "Namen und Steine" des Künstlers Tom Fecht der Menschen in Köln gedacht, die an den Folgen von Aids gestorben sind.

Die Installation in der Markmannsgasse direkt am Rhein beherbergt mittlerweile 99 mit Namen gravierte Pflastersteine. Jeder Name steht für einen Menschen und seine individuelle Geschichte. Die Aidshilfe Köln will mit der in jedem Jahr zum ColognePride stattfinden Erinnerung einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen und ihre Erfahrungen mit der HIV-Infektion und einer häufig schweren Leidensgeschichte nicht vergessen werden.

Aidshilfe-Vorstand und Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD) erinnerte in ihrer Begrüßung an die Geschichte der Installation: "Noch immer können viele Menschen mit HIV und Aids ihre Infektion nicht öffentlich machen. Leider sind auch heute immer noch Diskriminierung und Ausgrenzung die Folge." Bei den Namenssteinen mussten zwei Steine auf Wunsch der Angehörigen mit den Namen nach unten eingelassen werden.

Georg Roth von der Landeskoordination schwule Seniorenarbeit in NRW machte in seinem Redebeitrag deutlich: "Wenn wir heute an unsere Freundinnen und Freunde denken, die Opfer der Krankheit Aids geworden sind, wird uns klar: Bis auf wenige Ausnahmen gehörten sie alle zu sogenannten gesellschaftlichen Minderheiten. Gerade angesichts der Namen, die wir eben gehört haben, heißt das für uns, dass wir uns weiter für die Überwindung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit einsetzen und gegen Ausgrenzung, Abwertung und Diskriminierung kämpfen müssen."

Den Abschluss machte ein musikalischer Beitrag von Gavin von Darl, Freunde und Angehörige legten in Erinnerung an die Verstorbenen Blumen zu deren Namenssteinen.

Neue Namenssteine können bei der Aidshilfe Köln bestellt werden. Die Kosten für die Steinanfertigung belaufen sich laut Homepage auf 178,50 Euro. (cw/pm)


-w-

#1 PeerAnonym
  • 28.06.2014, 18:01h
  • "Neue Namenssteine können bei der Aidshilfe Köln bestellt werden. Die Kosten für die Steinanfertigung belaufen sich laut Homepage auf 178,50 Euro."

    Das ist für viele Leute viel Geld...

    Also wird nur an die Verstorbenen erinnert, wo es auch irgendwelche Hinterbliebenen gibt, die sich das auch leisten können.

    Wer am Ende seines Lebens keinen mehr hatte oder nur Leute, die sich das nicht leisten können, ist vergessen.

    Das finde ich nicht okay.
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#2 SebiAnonym
  • 28.06.2014, 21:15h
  • @Peer:

    Im Prinzip finde ich diese Aktionen (die es ja auch in anderen Städten gibt) eine tolle Sache. Wenn das aber wirklich so ist, dass da für jeden Stein fast 180 Euro aufgewendet werden müssen, ist das tatsächlich eine ziemlich diskriminierende Form der Erinnerung und Mahnung.
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#3 OlafAnonym
  • 02.07.2014, 13:36h
  • Das Einlassen eines Steines kostet tatsächlich mehr als 180 Euro. Die Lebenshaus-Stiftung der Aidshilfe Köln übernimmt auf Antrag aber die Kosten für alle diejenigen, die sich das nicht leisten können. Dafür ist eine Stiftung ja da! Somit wird auch nicht nur denen gedacht, die Geld haben. Allerdings sollte man, wenn es keine Angehörigen gibt, vorab oder in seinem Nachlass dann darauf hinweisen, dass man gerne einen Stein hätte.
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