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Kein Recht, sie selbst zu sein

Kein Recht, sie selbst zu sein: "Das einzige Kind, das meine Frau und ich in der Ukraine heute legal haben können, ist unsere Katze." Dieses Statement und das Porträt von Olena gehören zur neuen Münchner Ausstellung "Kein Recht, sie selbst zu sein".

Die ukrainische Fotografin und LGBT-Aktivistin Natalia Roi hat Lesbenpaare und Single-Frauen porträtiert, die sich in der homophoben Gesellschaft ihrer Heimat eingerichtet haben.

"Wir lieben einander, aber wir haben kein Recht, unsere Gefühle in der Öffentlichkeit zu zeigen", sagen zum Beispiel Oksana und Zhenia:



In Zeiten des politischen Umbruchs ist die Situation für gesellschaftliche Minderheiten in der Ukraine nicht leichter geworden. Die porträtierten Frauen haben in ihrer Heimat keine Möglichkeit, öffentlich über ihre Probleme und Sorgen zu sprechen. Aber sie wollen nicht still halten. Sie kämpfen dafür, sie selbst zu sein. Alles wird davon abhängen, in welche Richtung die jetzige Regierung geht.

"Studien zufolge leben in der Ukraine etwa zwei Millionen Lesben und Schwule", schreibt Fotografin Natalia Roi im Katalog zur Ausstellung. "Der Staat will diese Menschen nicht wahrnehmen, ihre Familien nicht anerkennen und ihnen nicht die rechtliche Möglichkeit geben, Kinder zu adoptieren und zu erziehen; er ignoriert die Hassreden, Gewalttaten und Diskriminierungen." Nicht einmal ihre Bilder könne sie in der Ukraine zeigen.



Dafür sind sie nun zumindest in München zu sehen: Die Ausstellung, veranstaltet von CSD München, Munich Kiev Queer und weiteren Kooperationspartnern, wurde am Wochenende im Gasteig eröffnet. Zu sehen sind die Porträts noch bis zum 22. Oktober - und zwar täglich von 8 bis 23 Uhr im Foyer zwischen dem kleinen Konzertsaal und der Black Box.

Rund um die Ausstellung wurde zudem ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert. (cw)


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