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Gay New York

Zwischen Wowi und Pornos geht eine neue Ausstellung im Schwulen Museum* Berlin fast unter: "Leonard Fink Coming Out" zeigt Fotografien aus dem schwulen New York City der 1970er und 1980er Jahre.

Leonard Finks Fotografien sind visuelle Aufzeichnungen über das tägliche Leben an der Waterfront. Sie zeigen das Sonnenbaden an den Piers, Cruising in leerstehenden Lagerhallen sowie das Posen vor den Bars "Ramrod", "Badlands" und der "Keller Bar" an der Weststreet, die die Piers mit dem Greenwich Village verbindet. Nicht weit davon entfernt verläuft die Christopher Street, in der nach einem Polizeieinsatz Ende der 1960er Jahre die Stonewall-Unruhen ausgebrochen waren und durch die eine jährliche Pride-Demo zieht.





Fink wurde 1930 in New York City geboren und wuchs an der West Side von Manhattan auf. Er wollte eigentlich Architekt werden, jedoch brachten ihn seine Eltern von einer Laufbahn in den Künsten ab. Stattdessen studierte er Jura und arbeitete fast sein ganzes Leben lang als Anwalt bei New York City Transit, dem öffentlichen Verkehr. Es wird berichtet, dass er seinen Beruf hasste. Seiner Familie gegenüber hat er sich nie als schwuler Mann geoutet. Ein Bruder erzählt, dass er von der schwulen Identität Leonards erst erfuhr, als er in seiner Wohnung eine seiner sexuell expliziten Fotografien sah.



Obwohl Fink seine Arbeiten zu Lebzeiten nie ausgestellt hat, zeigte er sie Freunden und verschickte sie als "Grußkarten". Zeitzeugen zufolge war er, immer mit der Kamera um den Hals und auf Rollschuhen unterwegs, in der schwulen Szene des West Village in den frühen 1980er Jahren so bekannt, dass er scherzhaft als inoffizieller "Bürgermeister der Christopher Street" bezeichnet wurde. Fink starb 1992 an den Folgen einer HIV-Infektion.



Die Ausstellung "Leonard Fink Coming Out" ist noch bis zum 23. März 2015 im Schwulen Museum* in Berlin-Tiergarten zu sehen. Ein gleichnamiges Buch soll in der Schweizer Edition Clandestin erscheinen. (cw)


-w-

#1 NicoAnonym
  • 11.12.2014, 21:19h
  • Stonewall means FIGHT BACK!

    Volle Zustimmung! Wir lassen uns oft viel zu viel gefallen und reagieren aus Bequemlichkeit oder Feigheit nicht darauf. Wir müssen viel öfter unsere juristischen oder wirtschaftlichen (Boykott) Möglichkeiten nutzen, um Diskriminierung, Mobbing, etc. zu bekämpfen.
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