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Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit erklärte, er halte die Deutschen im Umgang mit Homosexuellen für toleranter als die US-Amerikaner.

"Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der Deutschen einen homosexuellen Politiker in einer Führungsrolle akzeptiert", so Wowereit in einem Gastbeitrag für das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Für einen schwulen US-Präsidenten reicht meine Vorstellungskraft doch noch nicht aus", erklärte der 55-Jährige. "In Deutschland sind wir da glücklicherweise weiter." Allerdings gebe es auch hierzulande "sicherlich noch immer viele, die einen schwulen Kandidaten nur wegen seiner Homosexualität nicht wählen würden". Er selbst bekomme immer noch "häufig Schmähbriefe".

In dem Artikel rezensiert Wowereit den für acht Oscars nominierten Film "Milk", der am Donnerstag in den deutschen Kinos anläuft. Darin geht es um Harvey Milk (dargestellt von Sean Penn), der in den 1970er Jahren als erster offen schwuler Politiker in ein politischen Amt gewählt wurde. Wowereit erklärte, er würde Penn "für seine Darstellung den Oscar geben". Die Verleihung der Academy Awards findet am kommenden Sonntag statt. (dk)



58 Kommentare

#1 Piraja
  • 15.02.2009, 12:41h
  • Und was kann ich mir für diesen tollen Spruch von Wowi kaufen? ich bin weder Politiker, noch will ich in den USA leben.
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#2 dummfugAnonym
  • 15.02.2009, 14:08h
  • Wieso musst Du Dir was davon kaufen können?
    Hallo?

    Klar hat Herr Wowereit recht. So stolz die Amies sind, einen schwarzen -- Verzeihung, afroamerikanischen Menschen als Präsident zu haben, eine Frau im höchsten Amt haben die noch nicht hinbekommen. Und von Isländischen Verhältnissen sind die noch Lichtjahre entfernt. Toleranz, andere Leben lassen wie sie wollen, das begreift der Durchschnitts-Bürger dort überhaupt nicht. Und hier gibt es leider auch genug von der Sorte, die meinen, anderen Ihre Lebensweise aufzwängen zu müssen. Nur habe ich irgendwie das Gefühl, dass abgesehen von einem braunen Bodensatz DER Deutsche schon nicht mehr so konserviert - äh, konservativ eingestellt ist. Und das man an den Zielen weiter arbeiten muss ist wohl allen klar...

    Wer mal in den USA war und hinter die Kulissen geschaut hat, dem dürfte das brilliante "Let's go West - We are the Best"-Gefühl schnell abhanden kommen, das man als Kind oder jugendlicher sich vielleicht aus Serien und Filmen gebildet hatte...
    Oder dürfen hier Schulpsychiater auffälligen Kindern gleich ohne Zustimmung Psychopharmaka verabreichen? Oder legen hier Polizisten mit doch sehr unfairen Tricks aufs Kreuz?
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#3 SaschaEhemaliges Profil
  • 15.02.2009, 14:36h
  • Na, immerhin haben die "Amis" einen Schwarzen (mit besonderem *migrantischen Hintergrund*) zum Präsidenten gewählt - das sollen die Deutschen ihnen erstmal nachmachen!
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#4 paulskircheAnonym
  • 15.02.2009, 14:37h
  • Antwort auf #2 von dummfug
  • mit toleranz kann man sich in der letzten theokratie ohne wahlen, nach der des dalai lamas, eh nichts kaufen.

    in tibet wurde vor 50 jahren der "papst" verjagt und die leibeigenschaft abgeschafft.

    in deutschland wurde sie 1848 abgeschafft.
    seitdem werden keine neugeborene mehr
    als nachwachsender rohstoff betrachtet
    und behandelt.

    aber das problem habt ihr im vatikan ja nicht.
    eher mit frauen, schwulen, lesben. freien wahlen und toleranz.

    der vatikan ist ein schandfleck im demokratischen europa.
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#5 AxelBerlinAnonym
#6 -!-Anonym
#7 alexander
  • 15.02.2009, 15:33h
  • ich hatte immer sympathien für wowi, die sich allerdings etwas abgenutzt haben im lauf der zeit.

    aber so ist er ! ausgerechnet er muss diesen saudummen vergleich zwischen usa und brd ziehen !

    das wir "weiter" sind, lässt sich bezweifeln, wir sind bestenfalls "anders" (noch lange nicht "rum") !

    sein toller amtsantritt war so ziemlich das einzige, was für unsere interessen positiv war. nach dem parteipolitischen rückpfiff von gazprom-schröder, dem hannoveraner pumuckl, ist ja nicht mehr viel passiert.

    er zeigt ja nun wirklich präsenz, leider aber sehr einseitig. diese stadt berlin hat ihm als bürgermeister zu verdanken, dass nichts "schlimmeres" an die macht kam !
    da hätte er sich ein beispiel an obama nehmen können, nämlich frischen wind in diese stadt bringen. das betrifft nicht uns schwule, wir hätten durch eine sozial engagierte politik zwangsläufig profitiert !
    fettauge auf der suppe sein, reicht nicht aus !
    denn der innenpolitische parteienfilz in der berliner politik, hat sich nach der wende nur verlagert, aber nicht geändert !
    schade drum, wieder eine chance vertan !

    letztlich was juckt mich berliner die amerikanische mentalität, solange hier seit jahren nichts korrekt geregelt ist, frühestens dann kann man uns als vorbild hernehmen, bislang können wir nur halbgaren murks vorweisen !
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#8 AxelBerlinAnonym
#9 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 15.02.2009, 18:06h
  • Wat is', liegen Wahlen an, dass Herr Wowereit irgendwen streicheln muss? - Gut, das wäre nicht das erste Mal, dass K.W. aus dem Bauch argumentiert, aber angesichts der in Deutschland zunehmenden Homophobie sollte Wowereit denn doch, statt des Bauchs, Argumente sprechen lassen. Was selbstverständlich voraussetzt, dass sich der Mann zuvor informiert hat, bevor er sogenannte Überzeugungen hat.
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#10 SaschaEhemaliges Profil
  • 15.02.2009, 18:51h
  • Antwort auf #5 von AxelBerlin
  • Also, die Mehrheit hat bei der letzten Bundestagswahl eindeutig NICHT für die Parteien gestimmt, die das Merkel als Kanzlerin haben wollten... Wobei die Alternative ja auch nicht besser gewesen wäre! Allerdings wirst du hoffentlich nicht die in nahezu allen Punkten reaktionäre, neoliberale Politik von Frau Merkel mit dem vergleichen wollen, was Barack Obama schon in wenigen Wochen an sozialem Fortschritt erreicht hat (ein Regierungschef, der Milliarden in Bildung und in erneuerbare Energien, in die Gesundheitsversorgung von Kindern, in die Absicherung von Arbeitslosen investiert - das möchte ich hier mal erleben!).

    Im Gegensatz dazu zwei konservativ-neoliberale deutsche "Volksparteien", die sich gegenseitig darin überbieten, die oberen 2% auf Kosten der Arbeiter, der Arbeitnehmer und der von menschenwürdiger Arbeit Ausgeschlossenen zu bedienen und gleichzeitig weitere Millionen von Menschen in die Armut zu treiben - das gibt sich nichts!
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