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Priester Gerhard Maria Wagner hat auf das Amt des Linzer Weihbischofs verzichtet.

Zuvor hatte es massive Proteste gegen die Ernennung des ultrakonservativen 54-Jährigen gegeben. Wagner hat in Interviews die "Heilung" von Homosexuellen propagiert und erklärt, dass "unmoralische" Handlungen wie Homo-Veranstaltungen Naturkatastrophen auslösen würden (queer.de berichtete).

Am Sonntagabend gab der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz völlig überraschend den Rückzug Wagners bekannt. In einer kurzen Pressemitteilung erklärte Wagner: "Angesichts der heftigen Kritik bin ich im Gebet und nach Rücksprache mit dem Diözesanbischof zu dem Entschluss gekommen, den Heiligen Vater in Rom um Rücknahme meiner Ernennung zum Weihbischof von Linz zu bitten." Nach Angaben der amtlichen katholischen Nachrichtenagentur Kathpress hat der Heilige Stuhl die Bitte erfüllt. Am Montag soll in Wien ein Krisentreffen der österreichischen Diözesanbischöfe stattfinden.

Die Ernennung Wagners hatte zu einem Proteststurm von liberalen Katholiken in Österreich geführt. Auch die Zahl der Kirchenaustritte stieg sprunghaft an, ebenso wie die Übertritte zur evangelischen Kirche. Die Personalie reiht sich ein in eine Reihe von umstrittenen Entscheidungen Papst Benedikts XVI, der schon mit der Rehabilitierung vom Holocaust-Leugner Bischof Williamson für Verstimmung gesorgt hatte.

Die These Wagners, dass Homosexuelle psychisch krank sind, hat nur wenige Fürsprecher in der Alpenrepublik gefunden. So hat der Feldkircher Bischof Elmar Fischer am Mittwoch erklärt, Schwule und Lesben müssten wie Alkoholiker behandelt werden (queer.de berichtete). Einen Tag später entschuldigte er sich für diese Aussage (queer.de berichtete).

Zehn Prozent halten Schwule und Lesben für krank

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM zufolge stimmen zehn Prozent der Österreicher der These zu, dass gleichgeschlechtliche Neigungen wie eine Krankheit therapierbar seien. 85 Prozent der Befragten glauben nicht an das Krankheitsbild Homosexualität, fünf Prozent wollten sich nicht äußern. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

34 Kommentare

#1 MaikAnonym
  • 15.02.2009, 23:01h
  • Gott sei Dank hat hier die breite Öffentlichkeit gegen unseren Ratze gewonnen!!!!
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#2 Kenny
#3 VolumeProProfil
#4 Tim_ChrisProfil
  • 16.02.2009, 10:52hBremen
  • "Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM zufolge stimmen zehn Prozent der Österreicher der These zu, dass gleichgeschlechtliche Neigungen wie eine Krankheit therapierbar seien. 85 Prozent der Befragten glauben nicht an das Krankheitsbild Homosexualität"

    Schön zu sehen, dass 85% der in Österreich Befragten in dieser Richtung Vernunft zeigten. Aber dennoch erschreckend zu sehen, das immerhin noch immer 10% an den Schwachsinn von Fischer, Wagner und Co. glauben, das Homosexualität eine Krankheit und damit heilbar sei.

    Wäre mal interessant zu wissen, wie viele Österreicher an dieser Umfrage teilgenommen haben und wie repräsentativ das Ergebnis überhaupt ist.
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#5 herve64Profil
  • 16.02.2009, 11:50hMünchen
  • Antwort auf #4 von Tim_Chris
  • Mich würde vielmehr interessieren, wie dieses Bild hier in Deutschland aussieht: wieviel glauben da an die "Krankheit" Homosexualität und wieviel halten diese These für puren Unsinn?

    Außerdem wären die Vergleichswerte der Vorjahre dazu interessant.
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#6 Tim_ChrisProfil
  • 16.02.2009, 12:19hBremen
  • Antwort auf #5 von herve64
  • Na, das sowieso. Aber das Interesse an einer solchen Umfrage sprach ich ja schon beim Thema Wowereit an.
    www.queer.de/detail.php?article_id=10007


    Ich bezog mich hier rein auf die Umfrage in Österreich, deren Repräsentanz ich besonders interessant finde, wenn ich an die Diskussionen rund um Haiders Tod und seine Homosexualität zurück denke. Ist ja noch nicht so lange her.

    Aber auch die Fragen: wie tolerant ist man überhaupt in Europa? Sind die Niederländer trotz Homoehe wirklich toleranter? Stehen die Spanier hinter den Beschlüssen ihrer Regierung? Wie tolerant sind die Briten, die Ungarn oder die Deutschen? Würde die Bevölkerung uns Homos mehr Rechte zugestehen, als die Regierungen derzeit bereit sind zu geben? Oder weniger Rechte, als die Regierungen uns gegeben haben? Denn was die jeweilige Regierung beschließt oder auch nicht beschließt, muss ja noch lange nicht den Willen des Volkes wiederspiegeln.

    Mich würde aber auch zudem noch die Frage interessieren: Wie viel Einfluss räumen die Befragten der Regierung, dem Bauchgefühl oder der Religion ein, die ausschlaggebend für ihre jeweilige Entscheidung für oder gegen Homosexuelle Anerkennung sind.
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#7 AndyAnonym
  • 16.02.2009, 12:20h
  • Antwort auf #1 von Maik
  • Doch hier hat keine breite Öffentlichkeit gegen den Papst gewonnen, ich weiß nicht, wie Du auf so etwas kommst. Wagner hat um die Rücknahme gebeten und das ist erfüllt worden. Also bitte zuerst lesen und dann antworten.
    Eshat scheinbar auch der Vatikan erkannt, dass dies eine Fehlentscheidung war, für den er dann ausnahmsweise auch mal ein kleines "Dankeschön" verdient hat (der Papst ernennt Bischöfe und kein anderer).
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#8 Tim_ChrisProfil
  • 16.02.2009, 12:55hBremen
  • Antwort auf #7 von Andy
  • "Eshat scheinbar auch der Vatikan erkannt, dass dies eine Fehlentscheidung war, für den er dann ausnahmsweise auch mal ein kleines "Dankeschön" verdient hat"

    Wieso soll ich mich dafür bedanken, dass der Vatikan eine Fehlentscheidung erkennt und entsprechend handelt? Es ist ein Wunder, dass der Vatikan überhaupt mal eine Fehlentscheidung erkennt, aber eine Selbstverständlichkeit das man dann eben auch entsprechend handelt, wenn man den Fehler denn endlich nach heftiger Kritik als solchen anerkennt. Es wäre vom Vatikan an dieser Stelle eher eine Entschuldigung für die begangene Fehlentscheidung angebracht. Aber das wäre von diesem Verein wohl dann doch zu viel verlangt.
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#9 seb1983
  • 16.02.2009, 12:57h
  • wer noch was zum Schmunzeln braucht sollte auf queer.de's Antagonisten kreuz.net vorbeischauen, da stapeln sich inzwischen schon die empörten Artikel dutzendfach vor Selbsthass über diese Ungeheuerlichkeit der Kirche
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#10 VolumeProProfil
  • 16.02.2009, 13:25hMönchengladbach
  • Antwort auf #9 von seb1983
  • Als Antagonisten würde ich die Hetzer auf +.net jetzt nicht bezeichnen, denn Gegnerschaft würde gleiches intelektuelles Niveau bedeuten und das ist beim besten Willen bei den Fundamental-Christen nicht festzustellen.

    Es tut mir ja irgendwie leid, aber die von hass.net sind keine Gegner, sondern Opfer. Opfer ihres fehlenden Intelekts und ihrer unaufgeklärten anti-progressiven Sicht auf die Welt.

    Es lebe der Progressivismus.
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