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In Neapel ist Ketty, die einzig bekannte transsexuelle Mafia-Chefin, von der Polizei verhaftet worden.

Das unkonventionelle Oberhaupt des Scissionisti-Clans - bürgerlicher Name: Ugo Gabriele - ist trotz ihres niedlichen Spitznamens alles andere als harmlos: Ihr Clan hat eine Schlüsselposition innerhalb der Camorra und verdiente Geld mit illegaler Prostitution und Drogenhandel. Ketty geht dabei nicht weniger zimperlich vor als ihre maskulinen Kollegen.

Die Existenz einer transsexuellen Mafiagröße zeigt, dass die kriminelle Organisation offenbar ihre Regeln geändert hat. Bisher akzeptierte sie in ihren Reihen keine sexuellen Minderheiten. So wurde in einem spektakulären Fall 1992 der schwule Mafiaboss John "Johnny Boy" D'Amato von seinen eigenen Leuten in New York getötet. Sein Mörder erklärte später vor Gericht: "Niemand wird uns respektieren, wenn wir einen homosexuellen Boss haben."

Nach Angaben der "Corriere della Sera" ist die Camorra aber keineswegs menschenfreundlicher geworden, eher im Gegenteil: So würden jetzt auch Frauen und Kinder getötet, was früher als tabu galt.

Neben Ketty verhaftete die Polizei noch 27 weitere Mafiosi – alle von ihnen mutmaßlich heterosexuelle Männer ohne Make-up. (cw)



15 Kommentare

#1 ein pateAnonym
#2 alexander
#3 VolumeProProfil
#4 AxelBerlinAnonym
  • 16.02.2009, 22:41h
  • diese heldenhafte schmähung der heterosexuellen natur dürfte unseren sozialistischen baron sascha mehr als zufrieden stimmen.
    comrades, I am more than satisfied.
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#5 Tim_ChrisProfil
  • 17.02.2009, 00:00hBremen
  • Antwort auf #3 von VolumePro
  • Ist sie bereits angeglichen, dann gehört sie in den Frauenknast. Hat sie noch immer männliche Genitalien, dann... ich fürchte, sie würde dann in den Männerknast kommen, wenn vielleicht notfalls auch (oder falls überhaupt) abgesondert von den anderen, bis die Angleichung erfolgt ist und sie in den Frauenknast überstellt würde.
    Aber egal in welchem Knast sie ist, sie wird ein verdammt hartes Leben als Transsexuelle da drin haben, gleichgültig ob sie nun Patin der Mafia war oder nicht.
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#6 stromboliProfil
  • 17.02.2009, 01:36hberlin
  • Antwort auf #5 von Tim_Chris
  • ach du kennst du den italienischen strafvollzug nicht:
    Ah che bell´o´café
    pure in carcere o sanno fá
    co´â ricetta chá Ciccirinella
    compagno di cella
    ci ha dato mammà
    Ah che bell´o´café
    pure in carcere o sanno fá
    co´â ricetta chá Ciccirinella
    compagno di cella
    preciso a mammà

    entnommen dem lied don Raffae´ , fabrizio de andré : Da Genova
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#7 Tim_ChrisProfil
  • 17.02.2009, 08:37hBremen
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • "ach du kennst du den italienischen strafvollzug nicht"

    Wo du recht hast, hast du recht. ;-) Aber ich habe auch nicht wirklich vor, ihn jemals kennen zu lernen. Meine Antwort war eher eine logische, wenn auch spekulative Schlussfolgerung.
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#8 stromboliProfil
  • 17.02.2009, 08:58hberlin
  • Antwort auf #7 von Tim_Chris
  • Ciccirinella steht für transe...
    die cafe kocht nach dem rezept ihrer mutter...
    ja sie wissen zu leben. Ist natürlich eine satire auf die verhältnisse im italienischen strafvollzug der zutiefst korrupt ist. Da bringen die wärter zum aufbessern ihres gehaltes, neben lebensmitteln die drogen gleich mit. Die bosse residieren in luxuszellen ( wegen überbelegung ist eine 4-6 mann zelle normal, der boß aber , wegen höherer sicherheitseinstufung, lebt in einzelzellen) mit meeresblick und gesondertem hofgang. Handy und notebook obligatorisch; schlieslich muß das geschäft auch hinter gittern weitergeführt werden ( aus einem revisionsbericht des justizministeriums 2005). Erst bei einer bestrafung von über 15 jahren ist eine ablösung in den clanspitzen zu erwarten, ansonsten halten die soldati dem patrone die stange! Im knast wird ketty also nicht besonders leiden müssen. Eher die, die im system unter ihr rangieren. Die sind die wirklichen opfer!
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#9 Tim_ChrisProfil
  • 17.02.2009, 12:23hBremen
  • Antwort auf #8 von stromboli
  • Dann kann sie sich also, egal in welchen Knast und sofern sie weniger als 15 Jahre bekommen sollte, glücklich schätzen, dass sie als Transsexuelle Patin ist. Andernfalls würde es für sie so schlecht aussehen wie für jede andere Transsexuelle im Gefängnis. ;-)
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#10 sylviafeeProfil
  • 17.02.2009, 16:52hBerlin
  • Antwort auf #9 von Tim_Chris
  • Gut. Transsexuelle erobern immer mehr Berufe, richtig und gut, wenn auch tragisch und schrecklich, dass eine "Transe" Mafia Boss ist .

    Erklärung hätte ich gerne vom Redakteur über diesen Satz
    "Neben Ketty verhaftete die Polizei noch 27 weitere Mafiosi – alle von ihnen mutmaßlich heterosexuelle Männer ohne Make-up. "
    Meint er damit eine Transsexuelle wäre ein mann mit Make up, das wäre unverantwortlich bei queer.de
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