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In Pausenhöfen und Rap-Songs steht das Wort "gay" oft für "schlecht". Rapper Kanye West hat nun an Schwule appelliert, die negative Wortbedeutung einfach zu ändern.

Dem US-Männermagazin "Details" sagte der 31-Jährige, dass Wortbedeutungen geändert werden könnten: "Nehmen wir das Wort ‚gay’. Im Hip-Hop wird das meist negativ gebraucht. Aber in den vergangenen zwei, drei Jahren waren alle Schwulen, die ich getroffen habe, extrem lässig." Er selbst gehe zwar nicht in Schwulenbars und werde das auch in Zukunft nicht tun, erklärte West weiter. "Aber wenn ich mal mit einem Schwulen ins Gespräch komme, geht es meist um Dinge wie Kunst und Design – es ist wirklich lässig. Vom Mode-Standpunkt aus sagen ja die Kids heutzutage auch: ‚Alter, diese Hosen sind voll schwul’. Aber wenn’s echt tolle Hosen sind – also nicht Durchschnittsware – dann sollten das auch Schwule sagen. Es sollte ein Kompliment sein, wenn jemand sagt: ‚Alter, das ist so genial; das ist fast … schwul."

"Details" berichtet, dass West das Interview in seinem Haus gegeben habe. Immer wenn seine Mitarbeiter vorbeigekommen seien, habe er ihnen zugerufen: "Alter, du bist so gut, du bist fast schwul."

Erst im Januar hatte der aus Chicago stammende Rapper im Interview erklärt, dass er sich in Modefragen von Schwulen inspirieren lasse (queer.de berichtete).

West erreichte im Dezember mit seinem vierten Studioalbum "808s & Heartbreak" den ersten Platz der US-Charts. In Deutschland kam die CD bis auf Platz 30. (dk)

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Der US-Rapper Kanye West verrät Revolutionäres: In Modefragen lässt sich 31-Jährige von Schwulen inspirieren.

12 Kommentare

#1 Mister_Jackpot
  • 18.02.2009, 16:30h
  • Der is sehr sympathisch! Er hat sich ja nicht zum ersten mal positiv über Schwule geäussert, was in der Rapper Szene ja schwierig sein kann, denn er hätte ja seinen Erfolg riskieren können...wie man sieht hats ihm aber kein Abbruch getan in seinen hohen Chartplatzierungen!
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#2 dummfugAnonym
  • 18.02.2009, 16:40h
  • Hey, so viel Hirn, das ist fast... schwul!

    Glückwunsch. Kannst ruhig mal in eine Schwulenbar gehen, da kommst Du bestimmt gut an.
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#3 XAnonym
  • 18.02.2009, 18:49h
  • Der Typ ist schwul und versucht wohl langsam aber sicher den Weg freizumachen für (s)ein Coming-Out.
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#4 Mirror
  • 18.02.2009, 20:17h
  • Schwul ist besser als cool

    was für ein Geistesblitz
    den Vorschlag hat vor einigen Wochen hier im Forum schon mal jemand gemacht.
    auch mit wenig Resonanz.
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#5 SaschaEhemaliges Profil
  • 18.02.2009, 20:24h
  • Natürlich hat er Recht: Es ist unsere zentrale Aufgabe, den Begriff "schwul" oder "gay". überhaupt Vielfalt (im Gegensatz zu Einfalt), Individualität (im Gegensatz zu Konformismus und Uniformismus), das coole, moderne Neue (im Gegensatz zum uncoolen, vorgestrigen Alten) gerade in der Wahrnehmung junger Menschen positiv zu vermitteln und zu besetzen!

    Das ändert aber nichts daran, dass die Verwendung des Begriffes "schwul" als Schimpfwort von der Gesellschaft insgesamt und letztlich auch von einem demokratischen Rechtsstaat geächtet werden muss. Diese Aufgabe kann man nicht einfach auf die Opfer von Diskriminierung abwälzen. Schließlich sind nicht Schwule verantwortlich dafür (und das suggeriert die isolierte Aufforderung an die Gay Community), dass andere sich erlauben, Homosexualität und Homosexuelle zu verunglimpfen und zu beleidigen.

    Mit einem solchen Appell an uns allein kann es also für jemanden, der es wirklich ernstmeint, nicht getan sein. Warum appelliert Kanye West nicht mal an relevante gesellschaftliche Akteure, insbesondere die Politik oder an seine Hip-Hop-Freunde, aktiv gegen Homophobie vorzugehen bzw. mit der Kultivierung derselben umgehend aufzuhören??!!
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#6 Tim_ChrisProfil
  • 18.02.2009, 23:30hBremen
  • Antwort auf #5 von Sascha
  • "Warum appelliert Kanye West nicht mal an relevante gesellschaftliche Akteure, insbesondere die Politik oder an seine Hip-Hop-Freunde, aktiv gegen Homophobie vorzugehen bzw. mit der Kultivierung derselben umgehend aufzuhören??!!"

    Weil er vielleicht weiß, dass er da auf taube Ohren stößt und allenfalls Gelächter, Ignoranz, Desinteresse und schlimmstenfalls Verachtung erntet. Er setzt sich auch so schon mit seinen homophilen Äußerungen von der Rapper Szene ab und setzt damit ein begrüssenswertes Zeichen, das hoffentlich andere dazu animiert, es ihm gleich zu tun. Denn diese Szene hat einen recht beachtlichen Einfluss auf die Jugend und zwar gerade auch auf die Jugend, die Coolsein mit Diskriminierung von Minderheiten und/oder vermeintlich Schwächeren gleichsetzt.
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#7 LeoAnonym
#8 Tim_ChrisProfil
  • 19.02.2009, 21:29hBremen
  • Antwort auf #7 von Leo
  • Das tut er aber meist mit Recht, wie z.B. u.a. hier: "Das ändert aber nichts daran, dass die Verwendung des Begriffes "schwul" als Schimpfwort von der Gesellschaft insgesamt und letztlich auch von einem demokratischen Rechtsstaat geächtet werden muss. Diese Aufgabe kann man nicht einfach auf die Opfer von Diskriminierung abwälzen."

    Aber das kann auch, selbst wenn es noch so ernst gemeint ist, nicht die Aufgabe eines einzelnen Rappers sein, sondern muss von der jeweiligen Regierung mit vernünftigen Aufklärungsprogrammen, Bildungspolitik und Antidiskriminierungsgesetzen ausgehen.
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#9 "Jack"Anonym
#10 ThommenAnonym
  • 21.02.2009, 18:37h
  • Ich denke, es besteht trotz allem kein Grund, in Begeisterungsstürme auszubrechen. ts
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