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  • 25. Februar 2009, noch kein Kommentar

Australien hat nicht nur Kylie zu bieten, sondern auch die talentierte Singer/Songwriterin Sia. Ihr aktuelles Album "Some People Have Real Problems" startet gerade durch.

Von Jan Gebauer

In Zeiten, in denen die Neurosen blühen wie die sprichwörtlichen Mimosen, ist ein Albumtitel à la "Some People Have Real Problems" mehr als treffend. Sängerin und Songschreiberin Sia hat diesen Titel nicht zufällig gewählt. Melancholie und Sorgen verpackt sie überaus gekonnt in ihre Musik und Texte. Dennoch ist sie mit ihrem Leben und vor allen Dingen mit ihrer Karriere sehr glücklich, wie sie in Interviews betont.

Sia Furler stammt aus Australien und ihr aktuelles Album ist bereits ihr drittes. Ihre Stimme erinnert an Kolleginnen wie Nelly Furtado oder Pink, Christina Aguilera hat sie bereits als Songschreiberin für das kommende Album gebucht. Auch wenn sich Sia wie ihre Kolleginnen im Pop-Genre bedient, tut sie dies doch viel introvertierter, gitarrenlastiger und mit einem deutlichem Hang zu verträumten, melancholischen Melodien.

Für Indie-Fans bietet die Platte vielleicht eine Spur zu viel Harmonie, den Mainstream-Popper mag dagegen Sias eigenwillige Stimme abschrecken. Dennoch: Ein Album mit durchweg geglückten Songs, die sich erfreulicherweise stilistisch nicht so leicht einordnen lassen: Geschmackvoll elegischer Orchester-Pop beim sensiblen Remake von "I Go To Sleep" (bekannt durch Peggy Lee oder Cher), kraftvolle Balladeninbrunst bei "Lentil" und "You Have Been Loved" oder cleverer Up-Tempo-Pop bei "The Girl You Lost To Cocaine", ein Song, der in diversen Remixen auch schon die Diskotheken eroberte.

Bei der Album-Version mit 60s-Bläsern und perlendem Piano kommt man allerdings kaum auf einen Trip in der Disco. Hier ein Schuss Soul, dann wieder eine Jazz-Anleihe, den Pop-Fokus dabei nie aus dem Auge verlierend, reiht sich Sia mit "Some People Have Real Problems" ganz wunderbar in die starke Riege weiblicher Singer/Songwriter der letzten Jahre ein.

Bekannt wurde die 33-Jährige vor wenigen Jahren vor allem durch den Song "Breathe Me", der als musikalischer Aussteiger für die Kultserie "Six Feet Under" diente. Am Tag danach klickte die angefixte Fan-Gemeinde das Video auf dem Internet-Portal YouTube mehrere 100.000 Mal an. Neben ihrer Solokarriere sang Sia unter anderem für die Band Zero 7 auf diversen Alben. Außerdem beteiligte sich an einer Tribut-CD für die alternativen Rocker von Radiohead.

Ihr aktuelles Album "Some People Have Real Problems" entwickelte sich nach der Veröffentlichung im Januar 2008 nicht nur zu einem Hit in den US-Billboard-Charts (Platz 26). Auch in unseren Nachbarländern den Niederlanden und Belgien konnte sich das Werk sehr gut platzieren. Nun steht die CD endlich auch in deutschen Plattengeschäften!