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In Mannheim läuft seit Samstag das fiktive Theaterstück "Fratzen", dessen Handlung an das Leben und den Tod des ehemaligen Kärntner Regierungschefs Jörg Haider erinnert.

Die Uraufführung im Schauspielhaus fand nur wenige Stunden vor der Eröffnung der Wahllokale in Kärnten statt. In dem südösterreichischen Bundesland wurde Haider vergöttert – und selbst nach seinem Tod konnte seine Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) am Sonntag mit 45,5 Prozent der Stimmen ein Ergebnis erzielen, das zuletzt nicht einmal die CSU in Bayern erreichte.

Im Schauspielhaus in Mannheim wird nun das Leben des charismatischen "Lebemannes" nachgestellt. Autor Albert Ostermaier hat die Geschichte allerdings etwas abgeändert: Jörg heißt im Stück René und ist kein österreichischer sondern ein bayerischer Provinzpolitiker einer kleinen linken Partei. René ist schwul, hält das aber geheim, weil er einen Karriereknick fürchtet. Sein Tod gleicht dem Haiders: Er baut mit überhöhter Geschwindigkeit einen Unfall in seinem Wagen.

Während des Stücks werden Korruption und Intrigen in der Partei dargestellt. Danach wird das Geschehen weiter gesponnen: Renés Parteifreunde zerfleischen sich schon bei der Trauerfeier und töten nach erheblichem Alkoholkonsum sogar den langjährigen Lover ihres Ex-Idols.

Der echte Jörg Haider starb Anfang Oktober in seinem Auto, nachdem er offenbar in einer Schwulenbar in Kärntens Hauptstadt Klagenfurt eine erhebliche Menge Alkohol getrunken hatte (queer.de berichtete). Haiders Witwe wehrt sich bis heute gegen die Homo-Gerüchte um ihren Ehemann (queer.de berichtete). Das Wort "Lebensmensch", das den Lebenswandel des BZÖ-Politikers umschreibt, wurde daraufhin in Österreich zum Wort des Jahres bestimmt (queer.de berichtete). (dk)



Haider lebt - 1. April 2021

Peter Kerns schräge Polit-Satire ist jetzt auf DVD erschienen - sie enstand sechs Jahre vor dem tödlichen Unfall des Rechtspopulisten.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Diz!Anonym
  • 02.03.2009, 17:18h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • und warum nicht?
    Was ist schlimm an einem Theaterstück, dass an Hand einer an einem rechtspopulistischen, verkappt homosexuellen Politiker angelehnten Figur Wirrungen und Fehlverhalten in der Politik zum Thema macht? Ich finde diese posthume Vergötterung der Ösis viel schlimmer!
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#3 ThornanAnonym
  • 02.03.2009, 18:35h
  • Och kann man das Thema nicht endlich mal abschließen? Ob nun Selbstmord, Umfall oder Sabotage...es ist passiert, ja er hat vielleicht viel für Kärnten getan, aber er hatte ne Partei hinter sich und von der kamen wohl auch genug Vorschläge/Ideen. Aber jetzt sogar noch ein Theaterstück deswegen? Na bin mal gespannt wann die Ersten da Aufschreien werden.
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#4 XDAAnonym
  • 03.03.2009, 11:13h
  • Sicherlich war es weder Selbstmord noch Sabotage, sondern ein Unfall mit überhöhter Geschwindigkeit und Trunkenheit am Steuer.

    Und ein Theaterstück, mein Gott, was ist schlimm daran. Lasst die Künstler spielen und wer hingeht, soll halt hingehen und wer nicht, der bleibt zu Hause. Ist doch vollkommen egal.

    @ MattCSI: Und was heißt hier: "Muss das jetzt sein?" Wieso nicht, willst du hier etwa Zensur? Dann werden jetzt nicht nur Theaterstücke abgesagt, weil die Moslems was dagegen haben könnten, sondern auch weil es einigen Leuten - wie dir - nicht passt?

    @ Thornan: Ich finde generell die Vergötterung von Politikern, sei es Haider, Obama oder Putin schlimm.
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#5 alexander
  • 03.03.2009, 15:12h
  • warum musste dann aber für dieses stück eine linke splitterpartei herhalten ?
    wenn es angeblich um eine charakterstudie von haider geht, spielt das umfeld doch eine grosse rolle und soweit rechts, dass er schon wieder links war, war er nicht ! er war gerade so schön kackbraun "popolistisch", dass man ihn heute noch vergöttert und liebt ! tja des volkes stimme ist doch unbestechlich, nicht wahr ?
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#6 Hannah & FriedrichAnonym
  • 03.03.2009, 18:30h
  • Antwort auf #5 von alexander
  • Behufs der Hebung und Erbauung,
    der sich intellektuell dünkenden,
    Mittelschicht in einer Prä-Neo-Nietzsche-Phase,
    läßt sich der Nachhall auf den RAF-Hype
    nochmal schichtenintern verwursten.
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