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In England hat die Fernsehausstrahlung der Dokumentation "A Jihad for Love" zu Todesdrohungen gegen Regisseur Parvez Sharma geführt.

Der 81 Minuten lange Film aus dem Jahre 2007 wurde am Dienstag im Sender Channel 4 ausgestrahlt. In der Doku wird unter anderem gezeigt, wie schwule Muslime sich küssen, Händchen halten und über ihre Hochzeit diskutieren. Die Fernsehausstrahlung führte nun zu wütenden Todesdrohungen gegen Sharma in dessen Blog. "Ich wurde als Abtrünniger bezeichnet, weil Muslime denke, ich hätte den Islam beschimpft. Ich will aber lediglich, dass die Leute über dieses Thema miteinander ins Gespräch kommen".

Mehrere islamische Kleriker haben die Dokumentation als "Beleidigung" bezeichnet. Es wird kritisiert, dass Sharma die gezeigten Schwulen und Lesben nicht verurteilt, sondern lediglich deren Geschichte erzählt. So erklärte ein Iman des größten islamischen Gotteshauses in Europa, der Baitul-Futuh-Moschee in der Grafschaft Surrey, gegenüber der Zeitung "Star": "Diese Leute sollten ihre Sünden nicht im Fernsehen beichten. Sie sollten es privat tun und Gott um Vergebung bitten."

Youtube | Film-Trailer

Channel 4 bezeichnete die Dokumentation dagegen als "hervorragend". Das Thema sei so wichtig, dass Filmmacher es behandeln müssten. Der Sender ist in Großbritannien dafür bekannt, kontroverse Sendungen auszustrahlen.

Die Dokumentation wurde in zwölf verschiedenen Ländern und in neun verschiedenen Sprachen gedreht. Mehrere islamische Staaten haben die Ausstrahlung allerdings untersagt. Letztes Jahr wurde die Dokumentation vor der Aufführung bei einem Filmfestival in Singapur von der Zensurbehörde verboten (queer.de berichtete).

Produzent von "A Jihad for Love" ist Halal Films in Kooperation mit dem ZDF, Arte, Channel 4 sowie dem australischen Sender SBS und dem amerikanischen Homo-Kanal Logo. (dk)



29 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 04.03.2009, 17:45h
  • Ich sag nur: Islam = Frieden

    War das die Reportage, die im Dezember (?) auf ARTE lief. Tim_Chris, du hattest die doch auch gesehen, oder?!

    Da sieht man mal wieder, wie die wahren Anhänger des Islam sich verhalten. Allerdings konnte ich damals auch nicht die Homosexuellen verstehen, die sich dennoch für den Islam einsetzten, obwohl dieser eindeutig doch sie selbst als minderwertig und lebensunwert einschätzt.
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#2 SimoneAnonym
#3 Tim_ChrisProfil
  • 04.03.2009, 18:34hBremen
  • Antwort auf #1 von XDA
  • Das dürfte diese Doku gewesen sein. Leider habe ich erst später eingeschaltet, als sie schon lief. Sie war sehr gut gemacht und, soweit ich mich erinnere, völlig wertfrei. Es wurde gezeigt, wie Schwule und Lesben in islamischen Ländern mit ihrer Orientierung und ihrem Glauben leben, wie sie die Prioritäten setzen und wie sie ihr Leben, trotz ihres Glaubens leben können. Oft leider nur durch Auswanderung oder im Geheimen.
    Es kamen islamische Kleriker zu Wort, wie sie Homosexualität im Bezug auf ihren Glauben sehen, was der Koran dazu sagt oder nicht sagt usw.

    Ich fand es wirklich eine hervorragende Doku, die absolut sehenswert ist und zu der sich jeder selbst sein Bild machen sollte.
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#4 gelderlanderEhemaliges Profil
  • 04.03.2009, 18:38h
  • Antwort auf #1 von XDA
  • Hm, es gibt viele Reportagen über den Islam und zum Beispiel über den Iran. Jedoch verstehe ich Deine Aufregung nicht, denn gerade ARTE ist einer der wenigen Sender, die Themen NEUTRAL verfolgen und darstellen, ohne reißerisch zu erscheinen.

    Zum vorliegenden Fall: Wie wäre die Reaktion darauf wenn es um andere, Religiöse Gruppen ginge?

    Wie wäre beispielsweise die Reaktion bei den Christlichen oder Jüdischen Radikalen?

    queerdenken.wordpress.com/2008/12/31/“sodomiter-nach-s
    odom”/
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#5 PierreAnonym
  • 04.03.2009, 19:07h
  • Der Film wirke auf uns (mein Lebenspartner ist Araber und Muslim) eher langweilig und konfus.
    Als Beleidigung des Islam konnte man ihn nicht sehen.
    Aber als ziemlich zusammenhanglos.
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#6 XDAAnonym
  • 04.03.2009, 22:41h
  • Antwort auf #4 von gelderlander
  • Ich fand die Reportage eigentlich auch gut, tlw. ein wenig langweilig, aber neutral berichtet.

    Ich hab mich doch gar nicht aufgeregt über ARTE oder die Reportage ....

    Und ja: Die radikalen jüdischen / Christlichen Gruppen sind genauso unmöglich.
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#7 HannibalEhemaliges Profil
#9 gelderlanderEhemaliges Profil