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Die Berliner Regierungskoalition will am Donnerstag im Bildungsausschuss ein 26-Punkte-Papier beschließen, das die Akzeptanz von Schwulen und Lesben unter Schülern stärken soll.

Der "Änderungsantrag" wurde als Reaktion auf einen Aktionsplan gegen Homophobie vorgestellt, den die grüne Fraktion im Dezember ins Abgeordnetenhaus eingebracht hatte. Damit will die rot-rote Koalition gegen die Ursachen von Homophobie vorgehen. Der Berliner Linkspartei-Chef Klaus Lederer nannte als Beispiel die Schulbücher, die "heteronormativ" seien: "Da können ruhig auch mal zwei Väter und Mütter vorkommen", so Lederer. Vertreter von SPD und Linken erklärten ferner, sie wollten dem Eindruck entgegentreten, Homophobie sei nur ein Phänomen unter Migranten.

Die Grünen, der Berliner CSD und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg begrüßten das Papier: "Die Initiative der beiden Regierungsfraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus ist ein Meilenstein für die Emanzipation von Lesben, Schwulen, Transsexuellen und Transgendern in dieser Stadt", erklärte CSD-Vorsitzender Jan Salloch. "Denn, wenn es gelingt dieses ambitionierte Konzept in den Verwaltungen, Schulen, Jugendeinrichtungen und freien Trägern umzusetzen, haben wir eine bundesweite Vorreiterrolle."

Der LSVD bemängelte jedoch, dass der Antrag einige Probleme ausblende: "Bedauerlich ist es, dass der Antrag die Erscheinungsformen und Ursachen von Homophobie nicht klar benennt", erklärte LSVD-Sprecher Alexander Zinn. "Herausforderungen wie Hass-Rap, die verbreitete Idealisierung archaischer Männlichkeitsbilder, religiöser Fundamentalismus und Rechtsextremismus müssen benannt werden. Es bedarf klarer Vorgaben, dass für diese Bereiche gezielte Präventionsprojekte zu entwickeln sind." (pm/dk)



#1 RabaukeAnonym
  • 12.03.2009, 10:54h
  • Durch ein Megaphon ruf: Achtung, Achtung ihr "billiges" Fußvolk, werter Pöpel!!! Es ist Wahlkampf, LIEBE WÄHLERINNEN und WÄHLER. Hier werden wieder versprechen gemacht......und dank der eigenen "Machtgeilheit" weis man nach der Wahl gar nicht, was zur "Wahl" stand und hat nie was davon gewusst. Ach jaaaaa.....ich bin" froh", daß es Deutschland gibt.
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#2 We are the ones we have been waiting forAnonym
  • 12.03.2009, 13:05h
  • Antwort auf #1 von Rabauke
  • Also, in Berlin ist es noch eine Weile hin bis zum nächsten Wahlkampf und bis dahin haben die homosexuellen Wählerinnen und Wähler Gelegenheit, sich die Umsetzung dieses Papiers genau anzusehen. Auf den ersten Blick klingt das Ganze ausgesprochen gut und ist genau das, was wir bundesweit in der Bildungspolitik endlich brauchen. Die alltägliche Gewalt im Leben junger Menschen muss zu einem zentralen Thema an den Schulen werden (einschließlich der durch unser perverses, ausgrenzendes Bildungssystem mit seinem immer extremeren Leistungsdruck selbst ausgeübte Gewalt) und nicht nur das äußerste Ende der Fahnenstange, wenn gerade mal jemand Amok läuft. Gewalt, Aggressionen, offene und verdeckte Konflikte im Alltagsleben von Schulen müssen unter expliziter Berücksichtigung von menschlicher Vielfalt endlich aktiv angegangen werden. Dazu bedarf es spezifischer, von Schülern und Lehrern selbst verwalteter Institutionen in den Schulen (Moderations- und Schlichtungsgruppen, Diversity-Gruppen, umfassende schulpsychologische Betreuung etc.), denn ein wichtigeres Bildungsziel als den gewaltfreien, respektvollen Umgang mit anderen kann es gar nicht geben! Unsere Gesellschaft ist voll von unterschiedlichsten Formen der Gewalt (Homophobie und Heteronormativität stehen ganz oben auf der Liste), die endlich einer umfassenden Offenlegung und Bearbeitung bedürfen!
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#3 gelderlanderEhemaliges Profil
#4 sajoAnonym
#5 gelderlanderEhemaliges Profil
#6 gelderlanderEhemaliges Profil
  • 16.03.2009, 13:14h
  • 15 Jahre Streichung des § 175 – Endlich Gerechtigkeit für die Opfer!
    „Die endgültige Streichung des §175 vor 15 Jahren markiert ein historisches Datum, da damit nach mehr als 120 Jahren die Strafverfolgung von schwulen Männern beendet wurde. Die Verfolgung, Verhaftung und Inhaftierung schwuler Männer in der Nachkriegszeit übertrifft die „Kommunistenverfolgung” der Nachkriegszeit, und stellt die wohl größte Menschenrechtsverletzung in der Geschichte der Bundesrepublik dar.” So Andreas Günther, Bundessprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft DIE LINKE.queer.(...)

    www.die-linke-queer.de/inhalt.php?page=art&artid=194
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#7 The RisingAnonym
  • 16.03.2009, 23:41h
  • Antwort auf #6 von gelderlander
  • Wobei hervorzuheben ist, dass diese Verfolgung und damit selbstverständlich auch der §175 selbst durch die unvergleichlichen Verbrechen der Nationalsozialisten eine singuläre historisch-politische Bedeutung eben als antidemokratisches, Menschen verachtendes Nazi-Unrecht erlangt haben. Wenn das hier von einem unserer selbsternannten Vorsprecher, der sich immer wieder seiner staatlich anerkannten Aktivitäten rühmt (ja, von ebem dem Staat, der das bezeichnete Unrecht ebenfalls bis heute nicht als das benennt, was es war, ist und bleibt!) bestritten wird und er dafür auch noch kollektiven Beifall erntet, dann sage ich einmal mehr:

    Die "Community" bekommt genau das, was sie verdient! Nämlich den gewaltigsten gesellschaftlichen Rollback, mit mittelalterlicher Heteronormativität und Homo-Verunglimpfung an allen Orten und auf allen Kanälen, den wir seit langem gesehen haben! Wir sind dabei, diese gesellschaftliche Auseinandersetzung und diesen kulturellen Kampf zu verlieren, und die Ursache liegt bei uns selbst! Aber niemanden scheint es zu interessieren - zumindest solange bis die, denen heute als Kinder und Jugendliche diese reaktionären Gesinnungen unter anderem von unseren Massenmedien eingetrichtert werden, die Gesellschaft von morgen stellen werden! Und dann heißt es endgültig: Gute Nacht!
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#8 RaphaelProfil
  • 24.03.2009, 20:01hDüsseldorf
  • Lange Zeit habe ich geglaubt, dass die Abschaffung von Straftatbeständen den Abbau von Vorurteilen gegenüber der ursprünglich verfolgten Minderheit begünstigt. Angesichts der gegenwärtigen Entwicklung muss ich zugeben, mich geirrt zu haben – leider. Zunehmend mache ich die Erfahrung dass mehr und mehr ältere Leute (vielleicht solche, die noch aus den 70er Jahren wissen, was es bedeutet, Freiheiten zu erkämpfen) eine aufgeschlossenere Einstellung vertreten als so mancher junge Mensch – auch wenn ich mich hier natürlich mit Verallgemeinerungen zurückhalten will. Zur Zeit fehlt mir einfach noch die Erklärung hierfür.
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