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  • 17. März 2009
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Wie Sachsen-Anhalts Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) mitteilt, hat die zuständige Ausländerbehörde Nico Pehounde eine mehrmonatige Erlaubnis zum Aufenthalt in Berlin erteilt, um ihm "bis zur Entscheidung den Aufenthalt bei seiner Partnerin zu ermöglichen".

Der aus dem Benin stammende Pehounde lebt seit 2003 als geduldeter Asylbewerber in Burg (Sachsen-Anhalt), 2007 ging er eine Lebenspartnerschaft mit der aus Berlin stammenden Daniela ein. Allerdings untersagte es ihm das zuständige Ausländeramt, zu seiner Partnerin in die Bundeshauptstadt zu ziehen, weil er mit ihr in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt und nicht in einer (Hetero-)Ehe (queer.de berichtete). Daniela ist bislang wegen des rund drei Jahrzehnte alten Transsexuellengesetzes nicht offiziell als Frau anerkannt.

"Wir sind erleichtert über die Entscheidung der Ausländerbehörde und freuen uns für Nico und seine Partnerin Daniela, dass deren erzwungenes Getrenntleben ein vorläufiges Ende gefunden hat", erklärte LSVD-Sprecher Martin Pfarr. Er dankte Staatssekretär Erben für seinen Einsatz in dieser Sache. "Wir werden weiter darauf drängen, dass Nico eine endgültige Aufenthaltserlaubnis erhält", so Pfarr.

Pehounde ist nach eigenen Angaben aus Angst vor seiner Großfamilie aus Benin geflohen, die ihn zwingen wollte, ein Voodoo-Priesteramt anzutreten. "Man kann nicht nein sagen", erklärte er im Oktober 2008 gegenüber der "taz". (dk)