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Ein Karlsruher Straßenbahnfahrer ist zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt worden, weil er während der Arbeit mit seinem Handy via Bluetooth ein Foto von seinem Penis verschickt hatte – eine 20-Jährige hatte das als anstößig empfunden und die Behörden informiert.

Das Amtsgericht Karlsruhe erklärte, der 31-Jährige habe sich der "Verbreitung pornografischer Schriften" schuldig gemacht. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, dass auch Minderjährige die Handy-Bilder empfangen hätte können. Dagegen sprach die Verteidigung von einer "unbedachten Eselei".

Der Angeklagte hatte die Bilder in seinem Führerhaus gemacht. Er gab vor Gericht an, dass er diese an seine Freundin verschicken wollte, aber sein Mobiltelefon eine Fehlfunktion gehabt habe, was das Gericht allerdings anzweifelte. Deshalb habe er das Bild auch aus Versehen drei Mal verschickt. Sie sind via Bluetooth übertragen worden; das heißt, jeder Handybesitzer, der diese Funktion aktiviert hat, kann die Bilder empfangen. So kam die 20-Jährige in der fast leeren Bahn an der Endhaltestelle Rheinstetten-Forchheim in den Genuss des Fahrer-Gemächts. Sie empfing das Foto zwei Mal und war eigenen Angaben zufolge "geschockt". Da sie die Sitzpolster und den Bodenbelag der Bahn erkannte, war der Fahrer überführt. Er legte auch sofort ein Geständnis ab.

Der 31-Jährige ist von seinem Arbeitgeber bereits zwei Mal zuvor wegen der Benutzung des Mobiltelefons im Dienst abgemahnt worden. Nach diesem Vorfall war ihm fristlos gekündigt worden, wogegen er sich allerdings im Arbeitsgericht zur Wehr setzte. Deshalb wurde er vorübergehend als "Wagenpfleger" wieder angestellt. Wird die Verurteilung durch das Amtsgericht Karlsruhe rechtskräftig, verliere er endgültig seinen Job, haben die Karlsruher Verkehrsbetriebe bereits angekündigt. (dk)



#1 TomAnonym
#2 RabaukeAnonym
  • 19.03.2009, 10:12h
  • Hmmmmm.....das ist wieder typisch für diesen verdrehten Staat, die "Bunte republick deutschland". Da sitzen Richter die womöglich von Mutti, Zuhause das Kucheneisen mit heißen Ziegelstein noch kennen, soch die Wärmflasche ans Ohr halten und meinen, daß ist das erste mal heißer Kontakt oder so? Null Ahnung, null Sachverständis für heutige Technik, aber Maul aufreisen und abstrafen. Natürlich hat der Beklagte , während seiner Arbeitszeit, andere Dinge verichtet. Dennoch so nen Skandal und 1800 Latten Strafe?Ohhhhhhhhh Du armes , armes Deutschland.
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#3 xyAnonym
  • 23.03.2009, 13:55h
  • Antwort auf #2 von Rabauke
  • Die Erfahrung lehrt, daß Richter fast flächendeckend zu der Kategorie "Meine E-Mails öffnet meine Sekretärin, Telephone mit Tasten sind Teufelszeug und erstmal abwarten, ob sich dieses neumodische Radio mit Bildern durchsetzt" gehören. Jemand sollte mal ein ganzes Buch herausgeben mit all den völlig weltfremden, von keinerlei Sachverstand und Lebenserfahrung getrübten Urteilen, die in Deutschland in den letzten Jahren zum Bereich "Computer, Internet und andere moderne Kommunikationstechniken" fabriziert worden sind.

    Weshalb es auch kein Trost ist, daß hier ein Amtsgericht sprach: Was Land- und Oberlandesgerichte von sich geben, ist nicht besser.

    Im übrigen paßt das Urteil natürlich zum Zeitgeist, der von neuer Spießigkeit und Verklemmtheit geprägt wird. Wobei der Beklagte hier noch Glück hatte: Wenn bereits anderer Blödsinn aus Amerika auch noch zu uns rübergeschwappt wäre, hätte er der Klägerin schätzungsweise drei bis dreißig Millionen Schadenersatz und Schmerzensgeld zahlen müssen, weil diese "upset" wäre, irritiert und traumatisiert und selbstverständlich für den Rest ihres Lebens keinem Broterwerb mehr nachgehen könnte.
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