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  • 21. März 2009, noch kein Kommentar

Die Disco-Legende ist zurück. Die mittlerweile 60 Jahre alte amerikanische Sängerin hat in Berlin das erste von drei Konzerten in Deutschland gegeben und die Kritiker mehr als überzeugt.

Von Jan Gebauer

Im Berliner Tempodrom stellte Grace Jones vor über 2.500 Zuschauern ihr aktuelles Album "Hurricane" vor. Damit feierte sie im vergangenen Herbst nach knapp 20 Jahren Pause ihr großes Comeback. Die gebürtige Jamaikanerin wurde in den 70er Jahren durch freizügige Auftritte im legendären Nachtclub Studio 54 zur Disco-Legende und stieg spätestens in den 80er Jahren mit Hits wie "Pull Up To The Bumper" und "Slave To The Rhythm" zum Weltstar auf.

Gerade Schwule liebten die Künstlerin von jeher: Ihre exzentrischen Auftritte wurden durch ein perfekt gestyltes, androgynes und hedonistisch-unterkühltes Image betont. Viele hatten sie allerdings schon abgeschrieben, zu lang schien die Pause, zu nichtig die Schlagzeilen, die die einstige Disco-Queen noch produzierte: Doch Jones wollte es nach 19 Jahren noch einmal wissen, veröffentlichte die von der Kritik hochgelobte CD "Hurricance", die in Deutschland die Top-20 knackte.

Youtube | Grace Jones, Live at the Roundhouse Part 1, 30. Januar 2009

Auch beim Berliner Konzert wird schnell klar: Mit dem neuen Songmaterial ist der mittlerweile 60-Jährigen endlich wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Dafür sorgten Musiker und Produzenten wie Brian Eno, Tricky oder Sly & Robbie mit vertrackten Beats, bedrohlichen Sound-Landschaften und musikalischen Experimenten wie auf Jones' besten Werken Anfang der 80er Jahre. Neue Songs wie "Corporate Cannibal" oder "Williams' Blood" brauchen sich nicht hinter den älteren Semestern wie "Nightclubbing" nicht zu verstecken.

Nach jedem Song verschwindet die Diva hinter einem schwarzen Vorhang, um dann mit einem neuen Kopfschmuck über die Bühne zu tänzeln. Sie trägt schwarze Hörner, eine futuristische Nonnenhaube, mit roten Lämpchen besetzte Riesenfedern, mal Irokesenschnitt, dann wieder eine wallende Mähne. Zu legendären Songs wie "Pull Up To The Bumper" räkelt sich Jones breitbeinig an einer Gogo-Stange. Da ruft man doch mit Freude wieder "Ladies and Gentlemen: Miss Grace Jones!"

Termine:

25.3., Frankfurt – Jahrhunderthalle
26.3., Düsseldorfer – Philipshalle

19. März 2009