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Entertainerin und Dschungelkönigin Désirée Nick übernimmt die Schirmherrschaft der Kampagne "Vergiss Aids nicht" – hier wollen Prominente mit scheinbaren Selbstbekenntnissen Aufmerksamkeit für die Immunschwächekrankheit wecken.

Von Carsten Weidemann

Mit dem Aushängeschild Désirée Nick startet bereits die zweite Staffel der Kampagne "Vergiss Aids nicht". Letztes Jahr haben Prominente wie Katharina Saalfrank und Markus Kavka bereits bekannt: "Ich habe Aids…". Erst später kam die Unterzeile: "…nicht vergessen" (queer.de berichtete). Das hat damals in den Medien zu einiger Verwirrung geführt, da manche Journalisten vorschnell dachten, die Stars seien wirklich allesamt HIV-positiv. Diese Kampagne wird jetzt fortgeführt, dabei wird die Nick jetzt von neuen Gesichtern unterstützt: Sängerin Lucy von den No Angels, Schauspieler Roman Knižka, Explosiv-Moderatorin Janine Steeger, Schauspieler Manuel Cortez sowie Coiffeur Udo Walz. "Aids ist eine lebensbedrohliche Krankheit, aber vermeidbar. Ich will dazu beitragen, dass Aids in Deutschland nicht vergessen wird", sagte Udo Walz zu seinem Engagement.

Die Kampagne setzt auf den Schock-Effekt ihrer Motive: Vermeintliche Aids-Geständnisse von Prominenten in Print und TV konfrontieren den Betrachter mit der Gefahr einer HIV-Infektion. Neu ist eine Kampagnen-Schirmherrschaft, welche für 2009 die Schauspielerin Désirée Nick übernimmt: "Ich selbst habe Bekannte, die an Aids erkrankt sind. Als Schirmherrin möchte ich deshalb möglichst viele Menschen in Deutschland dafür gewinnen, Aids nicht zu vergessen." Viele Elemente des Internetauftritts der Kampagne binden Nutzer aktiv ein: Sie erhalten die Möglichkeit als Videobotschafter den "Vergiss Aids nicht"-Spot nachzudrehen und hochzuladen. Neu ist auch "Der Kämpfer". Er ist HIV-positiv und warnt auf der Webseite aus der Sicht eines Betroffenen vor Aids.

Während die Zahl der Neudiagnosen 2007 im Vergleich zum Vorjahr noch um fünf Prozent gestiegen ist, blieb sie 2008 mit 3000 Neudiagnosen konstant. "Mit den neuen TV-Spots, Plakaten und interaktiven Tools auf unseren Webseiten soll die Kampagne allen Bürgern ins Gedächtnis rufen: Aids ist noch da, seid Euch dessen bewusst und handelt dementsprechend verantwortungsvoll", sagt Jan Schwertner, Initiator der Kampagne und 1. Vorsitzender des Regenbogen e.V.

Der Regenbogen e.V. nahm am 05.02.1999 in Saarbrücken als gemeinnütziger und eigenständiger Verein seine Arbeit auf. Neben dem Vorstand sind heute zehn Personen ehrenamtlich für den "Regenbogen e.V." tätig. Der Verein kooperiert seit seiner Gründung mit Selbsthilfegruppen, Ärzten und Gesundheitsämtern. Die Schwerpunkte des Vereinsengagements liegen insbesondere im Bereich Verhinderung von HIV-Neuinfektionen durch Prävention und Aufklärung sowie in der Bereitstellung von Hilfeleistungen für HIV-infizierte und aidserkrankte Menschen.

Galerie:
Vergiss Aids nicht 2009
4 Bilder


#1 RaphaelProfil
  • 24.03.2009, 19:41hDüsseldorf
  • Eine couragierte Aktion. Ob bei einer solchen Kampagne, bei Spendenmarathons oder einfach bei Produktwerbung. Der Promibonus macht sich immer bezahlt.

    Leider scheint die Thematik nach über einem Vierteljahrhundert an Aktualität nicht verloren zu haben – auch Aufklärung ist notwendiger denn je!
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#2 Liedel
  • 24.03.2009, 20:25h
  • @ Raphael

    Mhh, da bin ich skeptisch... keine Ahnung, ob gerade jüngere Schwule sich nun unbedingt mit Udo Walz oder der Nick identifizieren können... sowas gabs doch schonmal mit Markus Kavka und anderen. IWWIT (Aidshilfe) ist deutlich besser, weil einfach authentischer! U.a. werden dort ja auch Betroffene oder einfach bekennende Safersexer vorgestellt und es wird gezeigt, in welchen Bereichen du es überall safe tun solltest, Beziehung, Szene, anonyme Orte, man kann sich mit anderen austauschen usw. ...

    Und gerade der Walz, der ja keine Gelegenheit auslässt zu irgendwas seinen Senf zu geben (mich haben seine "Schwul-nicht gleich-Analsex"- Schwafelei sowie seine Einschleimerei beim Papst einfach nur angekotzt), auf solche Leute kann ich bei der HIV- Prävention gerne verzichten... der soll mal lieber was in seiner CDU bewegen, wenn er schon dauern rumtönen muss, dort Mitglied zu sein, und sich z.B. gesundheitspolitisch für HIV-Positive und an AIDS Erkrankte einzusetzen bzw. seine Stimme gegen die reaktionären Kräfte in dieser Partei erheben, die in der AIDS- Frage immer noch wie Gauweiler und Konsorten denken (ja, die gibt es noch!) Aber sich nur mal nett ablichten lassen ist halt einfacher...
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#3 NickAnonym
  • 25.03.2009, 12:49h
  • Grinzz - klar, ohne Udo geht da gar nix! Er lässt ja bekanntlich keine Gelegenheit - pardon Versuch aus, sich werbewirksam in Szene zu setzen! Ich würde mich nicht wundern, wenn es ein solches Plakat auch von Roberto Blanco, Erika Berger etc. geben würde, die ja sonst auch zu Jedem und Allem ihren Senf dazu geben müssen! Herr Walz mag ja was von Lockenwicklern verstehen, aber als Vorzeige "Klemmschwester" für die DAH finde ich ihn persönlich genauso peinlich wie im TV mit dem Champus Glas in der Hand ...
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#4 antosProfil
#5 MIZAnonym
  • 26.03.2009, 14:11h
  • Die Kampagne mit Walz ist nicht von der DAH! Verantwortlich dafür ist Regenbogen e.V., das ist ein eigener Verein. Walz & Co. machen das nicht für die Deutsche AIDS-Hilfe.
    Bitte, nicht alles in einen Pott werfen *lol*
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