Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10174

Der lettische Kardinal Janis Pujats hat Ungläubige und wenig interessierte Christen für die Verbreitung von Homosexualität verantwortlich. Die Kirche müsse aber die Wahrheit über Schwule sagen, die genauso lasterhaft seien wie Drogenabhängige, Alkoholiker und Raucher. Gewalt gegen Homosexuelle sei daher verständlich.

Pujats gilt als einer der radikalsten Kirchenführer in Europa. So hat er bereits 2007 die Regierung aufgefordert, Homosexuelle wieder wie zu Sowjetzeiten mit Gefängnisstrafen zu bedrohen (queer.de berichtete). In einem auf der katholischen Website kathnews.de. veröffentlichten Interview, erklärt er, wer für die laxe Haltung gegenüber Schwulen und Lesben verantwortlich sei: "Es sind vor allem diejenigen, die nicht an Gott glauben, die diesem Problem gleichgültig gegenüberstehen, aber zu diesen gesellen sich auch viele Christen, die ihrem Glauben keine Bedeutung zumessen", so Pujats. Er äußerte auch Kritik am eigenen Staatsapparat, in dem "selbst eine kleine Gruppe homosexueller Beamten leicht ein angestrebtes Ziel erreichen" könne.

Homosexualität werde insbesondere von einem "ausgeprägten Sexkult" gefördert. Gleichgeschlechtliche Paare bezeichnete der 78-Jährige, ebenso wie Unverheiratete, als "Diebe der sexuellen Lust". Denn Sexualität sei habe Gott ausschließlich verheirateten verschiedengeschlechtlichen Paaren vorbehalten.

Außerdem profitierten Homosexuelle von der Idee "falsch verstandener ‚Menschenrechte’" . Ihre Taten seien aber in Wirklichkeit eine "Sucht" und "ein Laster…, das man erwirbt und das daher mit Drogenabhängigkeit, Alkoholismus, Rauchen usw. verglichen werden kann". Wer die Homosexualität ausübe, könne aus diesem Grund "nicht verlangen, dass man ihn als einer ‚Minderheit’ zugehörig behandelt."

Lettland leistet "Widerstand"

Lettland sei aber noch auf einem guten Weg im Kampf gegen Homosexualität, weil die "Perversion" hier "auf Widerstand stieß", so Pujats: "Es gibt praktisch keine Initiativen mehr, die sich für die Durchführung von ‚Homosexuellen-Paraden’ in Riga einsetzen. An ihrer Stelle haben die Christen im Sommer das Fest der Familie mit einem feierlichen Umzug durch die Straßen der Hauptstadt begangen", freut sich Pujats.

Tatsächlich musste der CSD in Riga 2007 unter Polizeischutz und 2008 hinter einem Zaun stattfinden (queer.de berichtete). "Natürlich verurteilt die Kirche die Anwendung von Gewalt...", erklärte Pujats zu diesen Veranstaltungen, schränkte aber dann ein: "...doch kann sie nicht dafür verantwortlich gemacht werden, was in den Straßen passiert, wenn die Parade-Teilnehmer auf Gegner stoßen."

Die deutsche Bundesregierung hat erst kürzlich Lettland als eine der Länder kritisiert, in denen die Versammlungsfreiheit von Lesben und Schwulen eingeschränkt werde (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

40 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 24.03.2009, 22:33h
  • Anscheinend haben auch Diebe sein Gehirn gestohlen oder gewaschen. Anstatt Nächstenliebe zu predigen, in einer Zeit, wo immer mehr Menschen auf sich bedacht sind, pranget er die Liebe zwischen zwei Menschen des selben Geschlechts als Sünde an. Na hoffentlich wird er bald heimgerufen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gerdAnonym
  • 24.03.2009, 22:55h
  • Solche Menschen schaden der Katholischen Kirche zutiefst, da sie das Gegenteil von christlicher Nächstenliebe predigen. Kein Wunder, das immer mehr Menschen der Katholischen Kirche den Rücken kehren, wenn solche verbitterten alten Männer dort an der Spitze stehen und solche Hasspredigten abhalten.

    Austreten aus der Katholischen Kirche oder Übertreten zu einer besseren christlichen Kirche: übrigens die Landeskirche Mitteldeutschland, die zur EKD gehört, hat jetzt mit Ilse Junkermann eine Frau zur Bischöfin (!) gewählt, was bei den Katholiken undenkbar wäre. Das freut mich für die EKD.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Sven_
  • 24.03.2009, 23:18h
  • Nie sind Kommunisten da, wenn man sie braucht.
    Die hätten so einen dämlichen Kirchenkobold einfach erledigt, so wie er es sich auch in dem Interview gewünscht hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 carolo
#7 stephan
  • 25.03.2009, 01:28h
  • Was soll man dazu schon sagen und wenn man denn etwas sagen wollte, wo sollte man anfangen? Predigt ein 'Eunuch für das Himmelreich' über die Lust und bezeichnet sich selbst als Dieb der Lust - so reden Blinde über Farben!
    Da redet ein sog. Theologe (Was soll das eigentlich sein? Es soll ja immer noch Leute geben, die das für eine Wissenschaft halten!) über den Plan Gottes, lässt alle Erkenntnisse der Wissenschaften ohne Erwähnung, verkündet den Schwachsinn, den ihm sein Wahn eingibt. Immer wieder wunderbar, wie einzelne Menschen den Willen Gottes erkannt zu haben glauben. Ich hab in der Psychiatrie Zivildienst gemacht - da war das völlig alltäglich! Insbesondere die große Selbstsicherheit, in der das Rotröckchen seinen Sermon unterbreitet, zeigt das Ausmaß seiner schweren Erkrankung!
    (Hat er wirklich 'verheirateten verschiedengeschlechtlichen Paaren' gesagt? Dann ist das ein Pleonasmus oder er geht eben doch davon aus, dass es verheiratete gleichgeschlechtliche Paare gibt! Aber das zeigt dann wohl nur, dass es bei ihm selbst zur Erkenntnis 2x2=4 nicht reicht!)
    Das Schlimme daran: Es gibt zu viel Verwirrte auf der Welt, die die Kirche mit ihrer völlig verdrehten Botschaft - verdreht auch im Sinne des friedfertigen Religionsstifters - noch ernst nehmen - nicht nur in Lettland! Und wie sehr diese Volksverhetzung zum gesellschaftlichen Unfrieden beiträgt, zeigen die Zustände rund um den CSD in Riga ja nur zu deutlich und dieser Hetzer freut sich noch darüber.
    Ich bin zwar durchaus pazifistisch eingestellt, aber manchmal da juckt es schon in meinen Fingern und ich möchte - wie Jesus - die Lügenbrut, die Heuchler und Hetzer, selbsternannten Heilsverkünder und Scharfmacher etc. mit der Geisel aus dem Tempel treiben - urchristlich halt!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 25.03.2009, 01:44h
  • Keine Kirche ist im Besitz der Wahrheit, obwohl das jede einzelne von sich behauptet. Oder es mit den Worten des Philosophen Peter Sloterdijk zu formulieren: Es gibt keine Religion. Das, was fälschlicherweise als Religion bezeichnet wird, sind spirituelle Übungssysteme von Gruppen oder auch von einzelnen.
    Wenn es aber nur Übungssysteme sind, sind sie auch veränderbar und austauschbar, so wie die Hypothesen des Kardinals. Er kann natürlich gerne Beweise für seine sogenannte Wahrheit vorbringen, aber bitte etwas mehr als nur ein paar Zitate aus einem Märchenbuch. Ich bin ja auch auf der Suche nach der Wahrheit und bin empfänglich für jegliche Beweise für die göttliche oder sonstige Wahrheit, wie auch immer sie letzten Endes aussehen mag. Doch es wurden mir bisher noch von keiner Seite Beweise erbracht.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 HannibalEhemaliges Profil
#10 alexander
  • 25.03.2009, 08:39h
  • immer wieder interessant zu hören, dass die geistlichen "würdenträger", egal welcher religion, 100% wissen was der "jeweilige gott" genau will ???
    alles und jeder der nicht den gerade üblichen glaubensvorgaben entspricht, ist des teufels !

    dieses bösartige , vertrocknete, alte männchen ist aber besonders gefährlich, allerdings typisch katholisch. ruft er doch zur "nächstenliebe" auf, mit der einschränkung, dass man für "gute christen", die sich mit gewalt gegen : drogensüchtige, lesben, schwule, raucher, alkoholiker, ect., wehren, nichts kann, denn das ist dann menschlich !

    wie weit will man diese kirchenperversion noch gedeihen lassen ???
  • Antworten » | Direktlink »