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Die schwule Gefängniskomödie "I Love You Phillip Morris" mit Ewan McGregor und Jim Carrey hat in den USA immer noch keinen Verleih gefunden – Insider glauben, dass das an den deutlich dargestellten Sexszenen liegt.

Nach Angaben der Zeitung "The Times" könnte der 13 Millionen Dollar teure Spielfilm direkt auf DVD veröffentlicht werden. Der Film sei trotz der Starbesetzung offenbar ein zu heißes Eisen für die großen Filmverleiher, weil konservative Gruppen Boykottaufrufe starten könnten und der durchschnittliche Kinobesucher durch die Sexszenen abgeschreckt werde.

"Die Darstellung sexueller Handlungen hat mich überrascht. Das ging weiter als alles, was ich in einem Mainsteam-Film mit Mainstream-Schauspielern gesehen habe", erklärte Lewis Tice, der Marketingchef des schwul-lesbischen Videoverleihs TLA. "Homo-Kino wird immer noch als Untergrund-Genre angesehen. Mit Hollywood-Mainstream will man das größtmögliche Publikum erreichen."

Scott Stiffler, Autor des Buches "Why Hollywood Avoids Gay Movies", stimmt dem zu: "Die meist heterosexuellen jungen Männer, die in Multiplex-Kinos gehen, wollen keine romantische Komödie sehen, in denen es zwei Typen miteinander treiben – außer, es wird als Witz gesehen. Sogar ‚Brokeback Mountain’, der 83 Millionen Dollar im Inland eingespielt hat, ist nicht an ‚Chuck & Larry’ herangekommen, mit dem 120 Millionen Dollar eingenommen wurde." "Chuck & Larry – Wie Feuer und Flamme" ist eine Slapstick-Komödie über heterosexuelle Männer, die eine Eingetragene Partnerschaft eingegangen sind, um an das Geld einer Lebensversicherung zu kommen.

"I Love You Phillip Morris" basiert auf einen Tatsachenroman von Steve McVicker: Carrey spielt die Rolle des Steve Russell, einen hoch intelligenten Ehemann mit Kindern, der aber als Hochstapler ständig mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Geschnappt und im Gefängnis verliebt er sich in seinen Mitinsassen Phillip Morris. der allerdings bald entlassen wird. Um mit seinem Liebsten zusammen zu sein, versucht Russell vier Mal innerhalb von fünf Jahren, aus dem Gefängnis auszubrechen.

In Filmfestivals hatte die Komödie weitgehend gute Kritiken erhalten. Auch TLA-Marketingchef Tice zeigte sich beeindruckt – insbesondere davon, dass Komiker Jim Carrey offen war in seiner Darstellung: "Man ist ja gewöhnt, Ewan McGregor nackt in gleichgeschlechtlicher Aktion zu sehen, aber bei Carrey ist es was Neues. Toll, dass er so was macht!". (dk)



#1 XDAAnonym
  • 26.03.2009, 18:36h

  • Jim Carrey ist auch total ätzend ... wenn ich Verleiher wär' würde ich auch keinen Film mit ihm ins Programm nehmen ...
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#2 The RisingAnonym
#3 MarcAnonym
  • 27.03.2009, 09:42h
  • Ich bin zwar eigentlich auch kein großer Fan von Jim Carrey, aber ich sage immer, erst mal ansehen. Es gibt so manchen Schauspieler, den ich nie gern gesehen hatte, der dann aber doch auch gute Filme hatte.

    Und da jeder schwule Film ein kleines Stück Normalität und Fortschritt bringt, hoffe ich, dass der Film noch einen Verleiher findet und auch hierzulande gezeigt wird.

    Noch eine Frage:
    von welchen Filmen ist man denn Ewan McGregor als Schwulen gewohnt? Ich kenne seine Filme nicht so gut...
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#5 AndiAnonym
  • 27.03.2009, 11:37h
  • Antwort auf #3 von Marc
  • Ewan McGregor spielt schwul in "Scenes of a Sexual Nature" und "Velvet Goldmine".

    Ich bin auch kein großer Jim Carrey-Fan - jedenfalls, was seine Komödien angeht. Sehr, sehr gut gefallen hat mir aber seine ernsthafte Darstellung in "Vergiss mein nicht" (Eternal Sunshine on the Spotless Mind). Der Mann hat schauspielerisch was drauf, wenn er nicht den Kasper gibt. (Und in "Lemony Snicket - Rätselhafte Ergeignisse" fand ich ihn sogar recht witzig...)
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