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  • 27.03.2009           10      Teilen:   |

Serbien beschließt Antidiskriminierungsgesetz

Nach heftigen Debatten und Protest von der serbisch-orthodoxen Kirche hat das Parlament von Serbien mit knapper Mehrheit für ein Antidiskriminierungsgesetz gestimmt, in dem auch das Merkmal sexuelle Ausrichtung enthalten ist.

127 Abgeordnete stimmten für den Gesetzentwurf, 59 dagegen – allerdings war in dem 250 Mitglieder zählenden Parlament die absolute Mehrheit unter allen Abgeordneten nötig. Damit stimmte nur ein Parlamentarier mehr für das Gesetz als notwendig.

Das Gesetz verbietet unter anderem Diskriminierung für Merkmale wie Rasse, Geschlecht, sozialer Herkunft, Sprache, Alter und sexueller Ausrichtung. Bei der Parlamentsdebatte gab es heftige Auseinandersetzungen zwischen westlich-orientierten Abgeordneten, die damit näher an die Europäische Union rücken wollten, und Nationalisten, die in dem Entwurf einen Angriff auf serbische Traditionen sahen.

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Die serbisch-orthodoxe Kirche hat lautstark gegen das Gesetz protestiert. Sie verlangte, dass das Merkmal sexuelle Orientierung entfernt und der Schutz von Christen gestärkt werden müsse. Die Regierung hatte zunächst zugesagt, die Bedenken zu prüfen, dann aber einen weitgehend unveränderten Entwurf ins Parlament zur Abstimmung eingereicht.

Serbien ist einer von zwölf europäischen Staaten, die von der deutschen Bundesregierung wegen der Einschränkung der Versammlungsfreiheit von Lesben und Schwulen kritisiert worden sind (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: antidiskriminierungsgesetz, serbien
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Reaktionen zu "Serbien beschließt Antidiskriminierungsgesetz"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
27.03.2009
18:02:11


(+3, 3 Votes)

Von Katrin
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Ist doch schön zu sehen wie Länder, auf die unsere Politiker arrogant herrunter schauen, an uns vorbei ziehen. In Punkto Antidiskriminierung müssten wir doch so ziemlich auf dem letzten Rang angekommen sein.


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#2
27.03.2009
18:32:17


(+3, 3 Votes)

Von SmartiSaar
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Ja einst war Deutschland in der Vorreiterposition nun sind wir Schlußlicht. Statt an bereits erreichtes anzuknüpfen kam bei uns fast alles in sachen Gleichstellung zum stillstand, eben ein Armutszeugnis.

Für Serbien freut es mich das das Antidiskriminierungsgesetz beschlossen wurde, da kann man nur hoffen das sich die Lage dort weiterhin so positiv entwickelt.


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#3
27.03.2009
18:40:05


(+3, 3 Votes)

Von seb1983
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Antwort zu Kommentar #1 von Katrin


bei 193 Ländern auf der Welt ganz bestimmt, vielleicht Platz 190 oder so.... oh man


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#4
27.03.2009
19:11:26


(+2, 4 Votes)

Von Mister_Jackpot
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Wow....ich hätte ja viel von Serbien erwartet aber nicht das! Muss sagen, dass ich positiv überrascht bin, wo man doch eigentlich immer denkt dort seien die Leute homophober als hierzulande....da frage ich mich so langsam was in Deutschland eigentlich falsch läuft oder steuern im Hintergrund doch homophobere Mechanismen die aktuelle deutsche Politik als wir es wissen....ich will ja hier keine Verschwörungstheorien in den Raum stellen, aber überall um uns herun in Europa gibt es Fortschritte, ob nun in Serbien, Spanien oder Großbritannien...selbst in Griechenalnd diskutiert man schon über mehr Gleichstellung! Für Schwule grad in den Balkanstaaten freuts mich natürlich trotzdem sehr, auch wenn da trotzdem noch ein langer Weg zu beschreiten ist, um das Ganze auch in die Köpfe der Menschen zu bekommen....


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#5
27.03.2009
19:32:58


(+4, 4 Votes)

Von seb1983
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Antwort zu Kommentar #4 von Mister_Jackpot


Erkläre bitte den Zusammenhang zwischen dem mit einer Stimme Mehrheit beschlossenen Gesetz und der Einstellung der Bevölkerung bezüglich Schwulen.
Ich sehe da nämlich keinen.


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#6
28.03.2009
22:06:37


(-8, 8 Votes)

Von Davor


Genau...das ist nur ein Gesetz damit...die Bevölkerung denkt ganz anders. Wir in Serbien wollen keine Schwulen,Lesben usw. Religionsfreiheit ect....ist dagegen OK.Homos rauuuus aus Serbien.


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#7
29.03.2009
15:05:25


(+1, 3 Votes)

Von Mister_Jackpot
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Wahrscheinlich bist du ein Fake, aber seis drum! In jedem land gibt es Svhwule. Ob die nun offen in Erscheining treten spielt dabei keine Rolle. Kein Serbe kann "wollen" dass es keine Schwulen in seinem land gibt, da ein bestimmter prozentualer Anteil der Bevölkerung IMMER schwul sein wird...das weiss ein schlauer und aufgeklärter Mensch aber selber.
Ob du nun ein Serbe bist kann ich nicht nachprüfen...aber falls ja dann weiss ich nicht was du auf einer Schwulen Seite verloren hast! LOL


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#8
29.03.2009
19:03:17


(+1, 1 Vote)

Von Klugscheiss
Antwort zu Kommentar #6 von Davor


Homos rauuuus aus Serbien

Blödmann.Du weisst dass dann sehr viele Kluge Köpfe aus Serbien verschwinden würden und fast nur noch Dumpfbacken wie Du das schöne Land so richtig in den Ruin treiben würden mit ihrer Holzkopfrumpeldumpel-Sprüche-Politik.Für mehr reichts bei Leuten wie dir ja auch nicht.Und soweit und schlimmer haben Leute wie du das Land ja schon mal gebracht, oder schon vergessen?


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#9
30.03.2009
11:13:53


(0, 0 Vote)

Von »Wer wie was, wieso weshalb warum, wer nicht fragt bleibt dumm.«
Antwort zu Kommentar #3 von seb1983


Link:
hdr.undp.org/en/statistics/


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#10
02.04.2009
01:27:52


(0, 0 Vote)

Von Sibirien


Hallo,

ja war n ganz schönes Thema hier in Serbien, das Antidiskriminierungsgesetz. Was für n langes Wort! :-)
Also ich bin Serbe, nicht Schwul und würde auch mal gerne mein Senf abgeben. Ich habe lange Zeit in Deutschland gelebt und bin vor einigen Jahren zurück nach Serbien gezogen. Soweit ich das mitgekriegt habe gibt es hier in Serbien doch eine beträchtliche Gay Community, doch die Bevölkerung ist in der Tat sehr homophob. Deutschland ist dahingehend doch um einiges weiter. Homosexualität wird hier im Allgemeinen als ein Fremdkörper empfunden. Als etwas "unnatürliches". Zum Glück gibt es die Meinungsfreiheit und ein jeder kann denken was er will, solange er andere damit nicht gefährdet. Und das ist der Knackpunkt, Gesetz hin oder her, öffentlich kann Homosexualität in Serbien nicht ohne Konsequenzen ausgelebt werden. Ich würde sagen, die Situation ist vergleichbar mit der in Polen oder Russland. Da hilft es auch nicht dass eine Maria Sherifovich den european songcontest gewonnen hat.
Der Weg ist lang und steinig... die Frage ist nur, wo er hinführt!
In diesem Sinne, freundliche Grüße! ;-)


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