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Leonard Nimoy alias Spock unterstützte die Idee, genauso wie Patrick Stewart alias Captain Picard: Seit über 17 Jahren verlangten Schauspieler und Fans danach, doch einen schwulen Charakter hat es bei "Star Trek" nie gegeben. Die Fans wurden des Wartens müde und nahmen das Thema selbst in die Hand.

"Hidden Frontiers" mit seinem Flagschiff USS Excelsior ist eine Art "Star Trek" für die Internet-Community, ohne kommerziellen Hintergedanken. Allerdings handelt es sich dabei um keine Paramount-Produktion, sondern um unabhängige des ausführenden Produzenten Rob Caves, die er in seinem Süd-Kalifornischen Apartment in bescheidenen Rahmen produziert. Und dieser bastelte dann auch den schwulen Offizier Aster in die Folgen 205 "Encke" und 306 "Ashes" - inklusive seinem Flirt mit dem süßen Rob.

Carlos Pedraza, einer der Story-Schreiber, ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis: "Die Folge gehört zu den am meisten herunter geladenen Folgen unserer Seite. Wir sind auch sehr zufrieden über die Reaktionen der Zuschauer."

Siebzehn Jahre hat man auf so etwas warten müssen. Selbst mehrere Briefkampangen schwul-lesbischer Fans vermochten nicht die Storyboard-Schreiber zu bekehren. Dabei hatte die Original-Serie seit dem Start 1966 mehrere Charaktere, die für die dementsprechende Zeit revolutionär oder als gesellschaftliches Statement verstanden werden konnten: einen russischer Navigator, der nichts mit sozialistischer Weltherrschaft am Hut hatte, einen Asiaten, der nicht mit Kung Fu zu glänzen wusste und, nicht zu vergessen, die schwarze Lady in der Schaltzentrale. Ihr Kuss mit dem Captain, ging als der erste zwischen einer schwarzen Frau und einem weißen Mann in die amerikanische TV-Geschichte ein.

"Wir wollten das Thema mit Bedacht angehen. Aufzeigen, dass homosexuelle Menschen auch in der Zukunft existieren und ein normaler Teil des Lebens sind", sagt Story-Schreiber Pedraza. "Wir übertreiben nichts, sondern präsentieren einen Charakter, der eben homosexuell ist."

Und die Fans scheinen begeistert, wie die vielen Zuschriften belegen: "Danke, dass ihr uns einen schwulen Charakter gegeben habt!" (jg)

18. Mai 2004, 18:05



#1 JoergAnonym
  • 24.05.2004, 14:22h
  • Die Aussagen, dass das schwul-lesbische Thema nicht in angriff genommen wird kann ich nicht nachvollziehen. Die Macher und Schreiber - vor allem bei TNG - versuchen mit jeder Folge ein bestimmtes Thema zu behandeln. Das Thema Homosexualität - auch wenn es nur im weitesten Sinne behandelt wurde ist in der Folge "Verbotene Liebe" thematisiert worden. Die Notwendigkeit - aus einer sexuellen Neigung einen ganzen und vor allem dauernden Charakter zu machen bestand also nicht und ist aufgrund der steigenden Toleranz in den 80ern absolut nicht notwendig und mit nur einer Folge abgehandelt worden. Wenn man bedenkt das die sechs Hauptcharakteren sehr wenig privatleben hatten und immer andere Themen behandelt wurden macht es einfach keinen Sinn einen schwulen oder lesbischen Charakter auf dauer dort einzubinden!
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#2 JanAnonym
  • 13.06.2004, 12:50h
  • Auf meiner Homepage
    www.sternschwuppen.de, einer Art Forum
    für schwule und lesbische Science-Fiction-
    Fans im deutschsprachigen Raum, habe
    ich einen Artikel zu diesem Thema
    veröffentlicht. Es geht um den nun schon
    fast zwanzig Jahre dauernden Kampf
    schwuler und lesbischer Fans, einen
    homosexuellen Charakter bei Star Trek
    einzubauen. Es gibt mehr schwule Ansätze
    bei Star Trek, als man vielleicht denkt...
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