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Vor der Jugendstrafkammer Essen muss sich ein 21-Jähriger verantworten, der vor zwei Jahren einen 34-Jährigen während eines über die Internetplattform "Gayromeo" eingeleiteten Sex-Dates umgebracht hatte.

Am 4. Dezember 2007 tötete der damals 19-Jährige Raphael R. in seiner Wohnung in Essen-Steele seinen Besucher Christian M. mit 26 Messerstichen. Am ersten Tag der Verhandlung gab R. nach Angaben von "Der Westen" die Tat zu und erklärte den Hergang so: Es sei gleich zu Beginn des Dates zu einem Streit um Sexualpraktiken gekommen. M. habe daraufhin gebettelt, seine Vorstellungen durchzusetzen, und sei aggressiv geworden. Mit einem Messer habe er seinen Partner dann in Schach halten wollen, diesen habe das aber nicht beeindruckt. Daraufhin habe R. zugestochen.

R. war als "Weltbeherrscher" bei Gayromeo angemeldet. In seinem Profil stand: "Ich bin ein 19-jähriger Boy und würde mich als bitchig bezeichnen." Ihm droht bei einer Verurteilung wegen Totschlags eine Jugendstrafe von bis zu zehn Jahren Haft. (cw)



#1 alexander
  • 02.04.2009, 08:30h
  • es ist wie in den letzten fällen von messerstechereien, kein mensch sticht 26x zu, nur um einen gegner in schach zu halten !
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#2 RabaukeAnonym
  • 02.04.2009, 09:54h
  • @alex

    das sehe ich aber genauso wie Du. Entweder, wenn überhaupt, verteitige ich mich mit "einem Stich" ins Bein oder so daß der "Gegener" kampfunfähig wird. Aber 26 Mal auf einen Körper einzustechen...........neeeee! Das ist Totschlag und verdient 10 Jahre Höchstjugendstrafe!
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#3 Sven_
#4 WolfgangAnonym
  • 02.04.2009, 17:25h
  • Psychologisch ist das schon zu erklären, wenn es denn tatsächlich aus Notwehr war.

    Es passiert, dass die Angst in einem so groß wird, dass dann ein übertriebener Abwehrkampf auftritt. Die Selbsterhaltung ist in dem Moment größer als die Logik, dass das "in Schach halten" auch mit wenig oder nur einem Stich auch zu bewerkstelligen ist.
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#5 xv22Anonym
  • 04.04.2009, 22:09h
  • Seh ich genauso. Bei jemanden mit Nah- oder Messerkampferfahrung kann man so natürlich nicht argumentieren, aber bei allen anderen ist es ja nicht so, dass sie in so einer Extremsituation abschätzen können, wie wirksam ein einzelner Stich ist. Hat man selber also (Todes)angst, sticht man fast automatisch häufiger zu als nötig, denke ich.
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#6 herve64Profil
  • 19.04.2009, 20:34hMünchen
  • Antwort auf #1 von alexander
  • Na ja, möglich ist das schon, wenn man ganz sicher gehen will, dass man den vermeintlichen Angreifer ausgeschalten hat. Abgesehen davon gibt es Situationen, bei denen man nicht mehr denkt, sondern einfach handelt.
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