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In London wurde ein ehemaliger Polizist zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, weil er Sex mit einem 15-Jährigen gehabt hat, dem er beim Coming-out helfen sollte.

Der 38-jährige Mark Brigham war Ansprechpartner für schwul-lesbische Belange bei der Metropolitan Police. Die Eltern des Jungen hatten vergangenes Jahr bei einer Party Brigham gebeten, sich um ihren Sohn zu kümmern, der gerade in seinem Coming-out steckte. Der Polizist war offenbar sofort von dem 15-Jährigen angetan; gegenüber Freunden bezeichnete er ihn als "atemberaubend".

Über Facebook und SMS-Nachrichten standen die beiden über längere Zeit im regen Kontakt, bevor sie einvernehmlich miteinander Sex hatten. Der Junge erzählte das später seinen Eltern.

Brigham erklärte vor Gericht, er sei während der Zeit unter Druck gewesen, weil seine Beziehung in die Brüche gegangen sei. Außerdem hätte er sich große Sorgen wegen seiner Schulden gemacht. Bereits kurz nach seiner Verhaftung hat er bei der Polizei gekündigt – und ist damit seinem Rausschmiss zuvorgekommen.

Das Geschworenengericht verurteilte ihn trotz seiner schwierigen persönlichen Lage zu 30 Monaten Haft. Außerdem wird sein Name in der Liste der Sexualstraftäter gespeichert – damit darf Brigham nie mehr einen Job annehmen, in dem er mit Kindern in Kontakt kommt.

"Sie haben Warnungen über sein Alter erhalten, aber Sie sind der Versuchung erlegen und haben sich damit strafbar gemacht", erklärte Richter Roger Hetherington. "Verschärfend kommt der große Altersunterschied zwischen Ihnen und dem Opfer dazu. Sie waren mehr als doppelt so alt. Sie waren jemand, zu dem der Junge aufblicken und Führung erwarten konnte."

In England liegt das Schutzalter für hetero- und homosexuellen Sex bei 16 Jahren. Allerdings beträgt es (wie in Deutschland) 18 Jahre, wenn ein besonderes Betreuungsverhältnis zwischen beiden Parteien besteht. (dk)



22 Kommentare

#1 MarvinProfil
  • 01.04.2009, 19:29hBruchköbel
  • Richtiges Urteil!

    Auch wenn das jetzt keine brutale Vergewaltigung oder so war, sondern "nur" Sex und der Junge sogar aus freiem Willen mitgemacht hat (nehme ich doch mal an) darf es einfach nicht sein, dass Erwachsene mit Minderjährigen Sex haben und schon gar nicht in diesem speziellen Fall.
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#2 Kristian
  • 01.04.2009, 19:30h
  • "But, the court heard, they performed consensual sex acts on each other."

    Na, zum Glück werden Kinder nun vor solch schrecklichen Leuten bewahrt.
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#3 SmartiSaar
  • 01.04.2009, 20:24h
  • @Marvin, @Kristian,
    Sorry ihr beiden aber ich seh das etwas anders. Zum ersten hatten die beiden einvernehmlichen Sex wie es aus dem Artikel hervorgeht. Zum zweiten wäre er 16 gewesen und hätte den Cop zufällig getroffen wäre es OK gewesen, so war er erst 15 und der Cop sein Betreuer wäre es vielleicht möglich das es bei den beiden gefunkt hat (nur mal so angenommen). Ich persönlich finde das Urteil überzogen.

    Den Cop als Kinderschänder abzustempeln find ich echt voll daneben, der Typ ist schwul und nicht pädophiel!

    Ich war 13 bei meinem ersten mal und der Typ mitte 20, und ich wollte es definitiv, allerdings hätte ich es auch nicht gerade bei meinen Eltern breitgetreten das ich Sex hatte.
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#4 Kalamari
  • 01.04.2009, 23:29h
  • Antwort auf #1 von Marvin
  • Ich mein, wenn ich 15 bin und Bock auf Sex habe, besonders wenn ich auf ältere Typen steh, dann lass ich mir das doch nicht verbieten.

    Da es sich bei diesem Fall allerdings um diese so genannte Betreuungssituation handelt, kann ich schon verstehen, dass der Polizist bestraft wird.

    @Marvin Wieso darf es denn nicht sein, dass ein Minderjähriger aus freiem Willen mit einem Erwachsenem Sex hat!? Soweit ich weiß, kann ich ab 16 mit Erwachsenen ungestraft Sex haben und bin trotzdem noch minderjährig. Verstehe deine beschränkte Ansicht nicht... Hatte mit meinem Freund auch mit 16 das erste mal Sex und er ist 12 Jahre älter als ich. Ging alles von mir aus und wir sind über 2 Jahre zusammen.
    Ich finde also: Es darf schon sein (ab 16...)
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#5 xyAnonym
  • 01.04.2009, 23:37h
  • Für mich vollauf verständlich und nachvollziehbar, und der arme Junge tut mir sehr leid: Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mit fünfzehn, sechzehn manch strunzgeilen Kerl in den Dreißigern angehimmelt habe. Und dann wurde mir Arges zugefügt, unter dem ich noch heute leide: Keiner von den Typen wollte mich!
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#6 alexander
  • 02.04.2009, 08:25h
  • was wieder einmal belegt, dass gesetze selten der jeweiligen situation gerecht werden !
    da der junge mit seinem coming-out beschäftigt war und sogar die eltern bescheid wussten, war der knabe nicht so naiv und verführbar wie hier der allgemeinheit weis gemacht werden soll !
    vor allem fand der einvernehmliche sex erst nach längerem kontakt statt und seit wann ist es nicht möglich zu jemanden aufzublicken und sich führen zu lassen, nur weil man mit ihm sex hatte, eher das gegenteil wäre logisch. oder verliert man durch sex den respekt vor dem partner ?
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#7 RabaukeAnonym
  • 02.04.2009, 09:41h
  • Das Urteil ist völlig überzogen! Wenn zwei Menschen sich mögen und beide es wollen, hat kein Staat und kein Gesetz das Recht, dazwischen zu funken. Mr.Brigham auch noch als Kinderschänder darzustellen, grenzt beinah an Frechheit. Wieviele wahre Kinderschänder gibts, die einen an der Waffel haben, als "geheilt" entlassen werden und dann die nächste Tat begehen? Ich hätte "den bösen Zeigefinger" gehoben, paar Pfund Geldstrafe und da hats sich.
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#8 Rabauke1976
  • 02.04.2009, 10:07h
  • Gibt es in GB auch sowas wie einen "Widerspruch",quasi die Anfechtbarkeit eines Urteil? Hier hat man den Bock zum Gärtner gemacht. Das mit dem Knast ist voll und weg unter der Gürtellienie. So wahnsinnig ich die Briten wirklich mag, aber deren "Wege" versteht manchmal echt kein Mensch.
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#9 Benedictus
  • 02.04.2009, 10:28h
  • Ich finde es richtig, dass der Maßstab an Personen, die aus einer Betreuungssituation heraus handeln und ihre Position dazu missbrauchen, mit Männern, egal welchen Alters, Sex zu haben, höher gesetzt wird.

    Noch viel schlimmer finde ich es, wenn diese berufliche "Unprofessionalität" dazu führt, dass Minderjährige mit weitaus weniger Erfahrung aber mit offenbar sexuellem Reiz unter Vortäuschung eines Vertrauensverhältnisses für die eigenen sexuellen Bedürfnisse missbraucht werden.

    Dies ist ein Schlag gegen alle Männer, die beruflich mit Menschen, insbesondere mit Kindern oder Jugendlichen arbeiten, weil dies nur zu weiteren Vorbehalten in der Bevölkerung und Gesellschaft führt.

    Die Familie hat dem Mann vertraut und er hat diese Vorschusslorbeeren, die sie ihm gaben, auf die denkbar schlechteste Art und Weise verspielt.
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#10 Sven_
  • 02.04.2009, 12:19h
  • Meistens ist Kindesmissbrauch "einvernehmlich".
    Kinder sind nun mal, gerade wenn es sich um Vorbilder handelt, sehr leicht beeinflussbar.
    Darum haben wir Kinder- und Jugendschutz, weil die Gesellschaft erkannt hat, das Kinde rund Jugendliche keine kleinen Erwachsenen sind.
    Zwerge gibt's nur im Märchen.
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