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Die Linke übt scharfe Kritik an der evangelischen Werbeveranstaltung "Pro Christ", die am Wochenende mehrere tausend Interessenten nach Chemnitz gebracht hat.

In einer Anfrage, die die Linksfraktion im Stadtrat gestellt hat, heißt es: "Recherchen im Internet zeigen, dass es sich bei ‚Pro Christ’ um eine Veranstaltung mit eindeutig missionarischer Zielstellung und mit Bezug auf Homosexualität um grundgesetzwidrige Positionen handelt." Die Partei kritisierte, dass die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) ein wohlwollendes Grußwort für die evangelikale Veranstaltung verfasst hat. Außerdem hätten kommunale Unternehmen wie die Sparkasse oder die Stadtwerke die Missionare finanziell unterstützt.

"Pro Christ" ist eine seit 1993 stattfindende Großevangelisationsveranstaltung, die per Satellit in alle Welt übertragen wird. Sie wird von evangelischen Landeskirchen und Freikirchen veranstaltet. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

27 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 06.04.2009, 14:38h
  • "Die Partei kritisierte, dass die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) ein wohlwollendes Grußwort für die evangelikale Veranstaltung verfasst hat."

    Die Linke ist zwar nicht gerade meine Partei, aber wo sie Recht hat, hat sie Recht...

    Und zur SPD: die sind doch auch nur marginal besser als die Union. Die machen auch nur das Nötigste, um unsere Stimmen zu bekommen, wollen es sich aber auch mit Konservativen nicht verscherzen. Wer auf allen Hochzeiten tanzen will, dümpelt dann halt am Ende bei den momentanen Ergebnissen...

    Ich bin nur froh, dass es die Grünen gibt: denen haben wir schon die bisherigen Fortschritte zu verdanken und jetzt wollen sie auch die Ehe öffnen...
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#2 XDAAnonym
#3 FloAnonym
#4 rockhardAnonym
#5 BeobachterAnonym
  • 06.04.2009, 22:28h
  • Ja, ja, die Linken. Die SED hatte die Christen in der DDR schon massiv unterdrückt. Und nun will man anscheinend auch den Christen im Westen den Mund verbieten. Nur zur Anmerkung: Die Ansichten bibeltreuer Christen hinsichtlich der Einordnung von Homosexualität hat sich in den Jahren nicht geändert. Diese Meinung kann man kritisieren, kritisch hinterfragen oder teilen. Aber daher alle evangelikalen als Verfassungsfeinde gleichzusetzen, ist eine alte Masche.Vielmehr hat sich das Umfeld gewandelt und nun stehen die Christen, die bei ihrer Meinung standhaft bleiben, am Pranger.

    Ich stelle mal eine Frage: Muss man in einem demokratischen Staat immer der Mehrheitsmeinung anhängen, damit man ein Demokrat ist?? Oder sollte eine Demokratie nich vielmehr auch ungeliebte Meinungen stehen lassen können, ohne gleich "verfassungswidrig" zu rufen.

    Was, wenn es wirklich Menschen gibt, die ihre sexuelle Identität ändern wollen? Aus einem inneren Wunsch heraus. In allen Bereichen heißt es" Hey, such dir doch aus, ob du bi, homo oder hetero sein willst". Das ist heute doch der Mainstream. Nur einem, der homosexuelle Empfindungen hat, dem will man verbieten, sich zu ändern? Was für eine Widersprüchlichkeit.

    Aber auf die Evangelikalen kann man ja ruhig einprügeln, ist ja auch ganz Hip. Schließlich war Georg W. Bush auch ein Evanglikaler, also kann man gleich alle in einen Topf werfen. Ach ja, die Evangelikalen sind es ja auch, die Abtreibungsärzte in die Luft sprengen, diese Extremisten. Aber dass die meisten einfach ein friedliches Leben nach der Bibel leben wollen, jegliche Gewalt auf eben dieser Grundlage verachten und allen Menschen mit Achtung und Liebe begegnen sollten (leider ist es nicht immer so), das wird gerne übersehen.

    Traurig...
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#6 alfAnonym
#7 HannibalEhemaliges Profil
#8 The RisingAnonym
  • 07.04.2009, 10:05h
  • Antwort auf #5 von Beobachter
  • Es ist schon erstaunlich, dass man Demagogen von "Wüstenstrom" et al. inzwischen sogar auf dieser Seite eine Plattform für ihre höchstgefährliche, Menschen verachtende und verfassungsfeindliche Propaganda bietet. Die sexuelle Orientierung, das hat der Betreffende sehr gut erkannt, kann nur jeder Einzelne - und zwar ohne die Notwendigkeit von "Umpolungsexperimenten", die bis hin zum Selbstmord der Betroffenen führen können - für sich selbst entdecken. Wer mit dieser natürlichen Vielfalt sexueller Identitäten (entgegen mittelalterlicher heteronormativer Zwangskonstrukte) persönliche Probleme hat, sollte sich selbst einen Psychiater suchen, bevor er andere in seine kranke Welt mit hineinzuziehen versucht! Eine perverse Verkehrung der gesellschaftlichen Realitäten nenne ich das, wenn Leute, die selbst immer wieder (siehe betreffende Veröffentlichungen von Wüstenstrom-Leuten und anderen) die nach wie vor massive, gegen homosexuelle Menschen gerichtete psychische Gewalt und Diskriminierung in dieser Gesellschaft aktiv befördern, sich hinterher mit "Umpolungsexperimenten" an eben diesen Homosexuellen vergehen wollen. Wenn ihr homosexuell empfindenden Menschen wirklich helfen wollt, dann sorgt gefälligst dafür, dass sie in dieser Gesellschaft ohne Angst vor Diskriminierung und Gewalt leben können und kuriert eure ureigenen Komplexe nicht auf ihrem Rücken! Sexuelle Identität ist weder veränderbar noch ist sie in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft, die alle Menschen effektiv gleichbehandelt, veränderungsbedürftig. Wer einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe auf diese widerwärtige Weise ihr gleichwertiges Existenzrecht abspricht und ihre Menschenwürde angreift, der hat die Grenze zwischen "Meinungsfreiheit" und antidemokratischer Volksverhetzung schon lange überschritten. Daher: Wehret den Anfängen!
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#9 CathyAnonym
  • 07.04.2009, 10:32h
  • Die Linkspartei hat ja sonst so gar kein Sendungsbewusstsein....

    Also ehrlich, wer sich auf Recherchen im Internet! stützt und das zur Grundlage einer Anfrage macht, sollte sich vielleicht mal besser informieren.
    Ich habe 5 von 8 Tagen bei Pro Christ verbracht und nicht einmal das Wort Homosexualität gehört. Keine Kommentare zu diesem Thema. Null. Ich hatte die ganze Zeit direkt neben dem Zweifeln/Staunen Button von Pro Christ die Regenbogenflagge an meiner Kleidung. Mich hat keiner zur Hölle gewünscht ;-)

    Man sollte sich einfach mal klar machen, dass so eine große Veranstaltung verschiedene Meinungen inkorporiert. Parzany ist sicherlich berüchtigt für seine ablehnende Haltung (Hintergrund Christival), es gibt ein interessantes Interview zusammen mit Volker Beck darüber.
    Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass andere Beteiligte dies genauso sehen bzw. nach außen kommunizieren. Normalerweise sind evangelikale Christen stockkonservativ, aber Pro Christ hatte einen Haufen normale evangelische (nicht evangelikale) Menschen vor Ort. Wenn ich auf den CSD gehe, gibt es auch Gruppen die Themen vertreten, mit denen ich mich nicht identifiziere. Das ändert nichts daran, dass die Grundidee geteilt wird.

    Mission ist bisher nicht grundgesetzwidrig, sonst müsste man sämtliche Kirchen und Religionen in Deutschland verbieten. Pro Christ arbeitet sicher mit modernen Mitteln der Massenpsychologie (tolle Feier, tausende Leute, rethorisch begabter Redner), dies tut aber jede Großveranstaltung, die eine Idee verfolgt, sei es die Gewerkschaft, Parteien, der CSD oder der Weltsozialgipfel. Das Ziel der Pro Christ Veranstaltung war es über ein modernes Happening Gläubige zu gewinnen. Das mag man nicht mögen, die Linke ist sicher kein Hort der Religiosität, verfassungsfeindlich ist es nicht. Die wollten doch nur mal wieder in die Presse.

    Liebe Grüße,
    Cathy
    - lesbisch, Atheistin und trotzdem bei Pro Christ dabei gewesen, weil ich Religion positive Impule für die Gesellschaft abgewinnen kann-
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#10 The RisingAnonym
  • 07.04.2009, 10:36h
  • Antwort auf #6 von alf
  • Oh, der weiß ganz genau, was er tut, denn das ist die demagogische Pseudo-"Argumentation", die sich die Herren und Damen "Homo-Heiler" bzw. "Umpoler" inzwischen zurechtgelegt haben, um ihre Menschen verachtenden Gesinnungen salonfähig zu machen.

    Dabei verkennen sie, dass es ganz und gar nicht darum geht, sich zu "entscheiden" oder "herauszusuchen", ob man hetero, homo oder bi sein "möchte". Nein, es geht darum, dass jeder Mensch seine sexuellen Empfindungen und seine Orientierung GENAU SO annehmen kann, wie ER SELBST sie für sich entdeckt hat. Und das ist auch der einzig seriöse und verantwortbare psychologische bzw. psychotherapeutische Ansatz!

    Es ist ganz bestimmt kein Zufall, dass man bislang noch nichts von heterosexuellen Menschen gehört hat, die sich "wünschen", ihre "heterosexuellen Neigungen zu reduzieren". In einer Gesellschaft, die menschliches Zusammenleben nach freiheitlich-demokratischen Grundsätzen regelt, ist es weder nötig noch akzeptabel, dass bei irgend jemandem von irgend jemandem irgendein Teil seiner sexuellen Orientierung "verändert" oder "reduziert" wird oder sonstwas. Da dies nach allen vorliegenden Erfahrungswerten nicht nur unmöglich, sondern auch noch extrem gefährlich für die Betroffenen ist, gehören solche Angriffe auf die Würde homosexuell empfindender Menschen und die begleitende homofeindliche Propaganda schlichtweg verboten!
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