Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10230

Das Arbeitsgericht Frankfurt hat entschieden, dass die Kündigung eines Stewards, der sich in Japan mit seinem damals 17 Jahre alten Lebensgefährten traf, rechtens war.

Der 43-jährige Toshi Uto ist im September in Japan wegen Prostitution festgenommen worden, nachdem er offenbar von einem Unbekannten denunziert worden war (queer.de berichtete). Das Arbeitsgericht bestätigte die Kündigung des Stewards ohne vorherige Abmahnung.

Die Richter befanden, dass die Befürchtungen der Lufthansa, dass ein derartiger Vorfall zu Ansehensverlust und wirtschaftlichem Schaden führen könne, gerechtfertigt seien. Außerdem habe Uto als gebürtiger Japaner wissen müssen, dass in dieser Gegend Sex mit Minderjährigen verboten sei. In Japan herrscht zwar ein nationales Schutzalter von 13 Jahren, allerdings können diverse lokale Jugendschutzgesetze davon abweichen. In dem betreffenden Landesteil lag das lokale Schutzalter bei 18 Jahren.

Der Fall war in japanischen Boulevardblättern ein großes Thema. Uto beklagte danach, dass die Lufthansa ihn während seiner rund dreiwöchigen Untersuchungshaft in Japan so gut wie nicht unterstützt habe. Die Personalvertretung stand dagegen hinter Uto: "Müssen wir nun alle im Ausland Angst haben, selbst wenn wir nach bestem Wissen und Gewissen handeln? Werden wir im Zweifelsfalle allein gelassen?", hieß es in einer veröffentlichten Erklärung. Es wurde vermutet, dass die Lufthansa aus homophoben Gründen gegen den Steward vorging: "Es ist kaum vorstellbar, dass man vor Ort eine Rufschädigung für Lufthansa vermuten würde, wenn es sich um eine 17-jährige Lebensgefährtin gehandelt hätte".

Uto war bei Lufthansa in Frankfurt stationiert und flog meist auf den deutsch-japanischen Strecken. (dk)



26 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 06.04.2009, 15:51h
  • Wäre es ein Pilot mit einer 17jährigen Freundin, wäre er nicht gekündigt worden.

    Das ist wieder mal ein Beispiel, dass Antidiskriminierungsgesetze noch nicht scharf genug sind!

    (Auch wenn die FDP die jetzigen schon nicht möchte, aber keinem erklären kann, warum man andere Menschen vor Diskriminierung schützen sollte, nur Schwule nicht... Oder warum es wirtschaftsfeindlich sein sollte, wo doch jemand, der nicht diskriminiert nichts zu befürchten hat... Aber FDP halt...)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 R2D2Anonym
  • 06.04.2009, 16:15h
  • Ob der Gute jetzt schwul ist oder nicht hat bei der Entscheidung keine Rolle gespielt es ging hier einzig und allein um eine Straftat die im mittelbaren Zusammenhang mit seiner dienstlichen Tätigkeit stand. Daher ist die Kündigung in meinen Augen gerechtfertigt zumal es ja auch "Warnungen" im Vorfeld gab hätte er sich informieren können und müssen ob seine Beziehung legal ist.
    Menschlich sicherlich tragisch aber Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und der arme ist doppelt gestraft worden.
    Ich wünsche ihm das er was neues findet.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SmartiSaar
  • 06.04.2009, 17:18h
  • Antwort auf #2 von R2D2
  • Also entschuldige bitte, er wurde ja wohl mit voller absicht denunziert und dann festgenommen wegen Prostitution das passt ja wohl alles nicht zusammen.

    Und dann das mit dem Ansehensverlust und wirtschaftlichem Schaden für die Lufthanse, ach gottchen mir kommen die Tränen.

    Ich bin auch der Meinung, wäre es ein Pilot gewesen der mit ner 17 jährigen rumgemacht hätte, hätte siche die Lufthansa tapfer vor ihn gestellt und er wäre nicht gekündigt worden und man hätte das als Kavaliersdelikt abgetan.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 The RisingAnonym
  • 06.04.2009, 18:23h
  • Antwort auf #3 von SmartiSaar
  • Fazit: Wo bleibt der Boykott-Aufruf des LSVD gegen Lufthansa? Wie man in einem anderen aktuellen Beitrag sieht, sind Homo-Gruppen in anderen Ländern wie Spanien weitaus direkter und einfallsreicher, wenn es um öffentlichen Protest geht - und vielleicht hat es ja etwas damit zu tun, dass diese Länder uns in ihrer gesellschaftlichen Entwicklung auch Lichtjahre voraus sind?!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 alexander
  • 06.04.2009, 18:31h
  • die kündigung steht in keinem verhältnis zu der angeblichen (regionalen) straftat und die begründung ist eigentlich nur lächerlich ! hier wird nur fiesem denunziantentum vorschub geleistet. denn wenn es sein 17 jähriger lebensgefährte war (wieviel monate fehlten bis 18 ?) ist prostitution schon mal idiotisch.
    zumal der grosse unbekannte die anzeige erstattet hat ? eigentlich ein japanischer beitrag zu deutschem bauerntheater, denn das ein deutsches gericht so saudumm entscheidet, wegen idiotischen, regionalen japanischen "gesetzen" ist geradezu absurd !
    in einem anderen landesteil hätte er mit 13 jährigen vögeln können und wäre nicht bestraft worden, obwohl das in deutschland unter kindesmissbrauch fallen würde ! hurra die gams !!!
    das stinkt ganz gewaltig !
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KonstantinEhemaliges Profil
  • 06.04.2009, 18:34h
  • Antwort auf #3 von SmartiSaar
  • "Ich bin auch der Meinung, wäre es ein Pilot gewesen der mit ner 17 jährigen rumgemacht hätte, hätte siche die Lufthansa tapfer vor ihn gestellt und er wäre nicht gekündigt worden..."
    DAS glaube ich kaum, wenn Sex mit 17jährigen Mädels in dem Land strafbar wäre!
    Die Lufthanse ist nun wirklich eins der homofreundlichsten Unternehmen der Welt, mit einem vorbildlichen Diversity Management. Und zufällig weiss ich, dass Schwule sogar bevorzugt als Flugbegleiter eingestellt werden. Also machs mal halblang.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 XDAAnonym
#8 SmartiSaar
  • 06.04.2009, 19:01h
  • Antwort auf #6 von Konstantin
  • Ich vertrete lediglich meine Meinung und halblang mach ich wenn ichs für richtig halte und nicht weil du meinst mir das sagen zu könne, soviel dazu.

    Auch mir ist bekannt das die Lufthansa wie du schreibt ein vorbildliches Diversity Managment hat etc., das ändert aber meiner Meinung nach nichts an der Tatsache das sie im vorliegenden Fall ordentlich mit der Hand in die Scheiße gelangt hab um es mal deutlich zu sagen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Tim_ChrisProfil
  • 06.04.2009, 19:03hBremen
  • Antwort auf #6 von Konstantin
  • Dafür gibt es garantiert viel rot, du verstößt damit nämlich gegen den Kodex, wonach alles, was auch nur irgendwie schädlich für einen Schwulen oder eine schwule Sache sein könnte, automatisch den Stempel homophob aufgedrückt bekommen und heftig dagegen gehetzt werden muss.
    Dabei ist es völlig unerheblich, ob das Unternehmen - so wie in diesem expliziten Fall - bisher homophil auftrat, es hat immerhin gewagt, einen Schwulen zu entlassen, also muss es doch einfach homophob sein.
    Zudem wollte "The Rising" doch auch gerade einen groß angelegten Boykott gegen Lufthansa starten.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 KonstantinEhemaliges Profil