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Zwei schwule Männer sind am Sonntag von fünf Jugendlichen offenbar aus Homphobie angegriffen worden.

Ein 42-Jähriger befand sich gegen 12 Uhr mit seinem 38-jährigen Freund in einem Schnellrestaurant in der Kantstraße, als fünf junge Täter die beiden mit schwulenfeindlichen Parolen beleidigten, berichtet die Polizei. Als sich der Jüngere dagegen wehrte, schlugen und traten die Unbekannten ihre Opfer. Anschließend flüchteten die Täter in Richtung U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße. Der 42-Jährige erlitt Schwellungen, Schürfwunden und Hämatome im Gesicht, sein jüngerer Freund erlitt Prellungen und Schürfwunden am Oberarm.

Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

In letzter Zeit kam es in Berlin wiederholt zu Übergriffen auf Schwule, die einen offenbar homophoben Hintergrund haben. Sie wurden meist von jungen Tätern ausgeführt. Die Landesregierung hat daher bereits vor einem Monat ein 26-Punkte-Papier beschlossen, mit dem gegen die Ursachen von Homophobie vorgegangen werden soll (queer.de berichtete). (pm/dk)



53 Kommentare

#1 InfernoProfil
  • 07.04.2009, 12:41hBerlin
  • Die hier so kindisch bejubelte Plakatekleberei, vielsagenderweise in arabisch und türkisch, scheint ja eine ganze Menge gebracht zu haben.

    Aber damit konnte ja nun wirklich niemand rechnen, dass diese homophoben "Jugendlichen" die Plakate einfach so ignorieren.

    Schnell, wir brauchen mehr verlogene und ergebnislose Dialüge gegen Homophobie und noch vielmehr YXZ_Punkte Pläne des Senates.
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#2 SmartiSaar
  • 07.04.2009, 12:58h
  • Das wird sich wohl nie ändern und das passiert nicht nur in Berlin sondern auch anderen Orts (spreche aus eigener Erfahrung)

    Was mich aber mal wieder total auf die Palme bringt, wären es farbie, alte oder Menschen jüdischer Abstammung gewesen, wären wir am Wochenende in den Fernsehmedien (sprich Nachrichtensendungen) von einer Flut von Berichten der Entrüstung und Verurteilung überschwemmt worden.

    So warens ja mal wieder nur zwei Schwule die angegriffen wurden, da kräht kein Hahn danach und das macht mich umso wütender.
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#3 InfernoProfil
  • 07.04.2009, 13:10hBerlin
  • Antwort auf #2 von SmartiSaar
  • Es geht nicht darum, wer Opfer ist, sondernw er Täter ist.

    Wären die Täter Rechtsradikale gwesen, würden man sich in den großen Maisntreammedien nur so überschlagen.

    Aber da es 5 Jugendliche waren, dazu noch in einer Gegend mit einem Migratenanteil jenseits der 40% kann man sich vorstellen, wieso da nichts groß publiziert wurde.

    In berlin wurde ja letztens auch ein schwarzer von mehreren "Südländern" ins Krankenhaus gemessert, weil er sich schützend vor ein paar Mädels gestellt hatte. Wären die Täter auch hier rechte Deutsche gewesen, hätte man davon sicher auch Notiz genommen, aber so...möchte man ja keine Vorurteile gegen bestimme Bevölkerungsgruppen schüren.

    Täterschutz ist wohl wichtiger als Opferschutz.
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#4 FloAnonym
  • 07.04.2009, 13:12h
  • Und die CDU, die katholische Kirche und andere Ewiggestrige haben genausoviel Blut an ihren Händern, wie die Ausführer der Tat. Denn sie sorgen mit ihren Worten dafür, dass Schwule überhaupt erst als minderwertig empfunden werden...

    Ich frage mich, wie deren Anhänger das mit ihrem Gewissen vereinbaren können (aber wahrscheinlich sind das größtenteils auch Homohasser)...
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#5 seb1983
  • 07.04.2009, 13:14h
  • Antwort auf #2 von SmartiSaar
  • Das Problem dabei ist dass diese Taten überdurchschnittlich oft von Jugendlichen mit Migrationshintergrund begangen werden. Und darüber darfst du dann halt nicht berichten.
    Ausländerfeindliche Taten kommen ganz nach vorne, klar. Aber: Türken verprügeln Deutsche weil sie schwul sind?? Bitte schön weit unter den Teppich kehren, nicht provozieren, sonst brennen in manchen Stadtteilen noch die Autos...
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#6 GeorgAnonym
  • 07.04.2009, 13:18h
  • Die Tatsache, dass es ganz überwiegend arabische und türkische Jugendliche sind, die diese Überfälle durchführen, darf nicht verschwiegen werden. In 9 von 10 Fällen sind die Täter Männer "mit einem Migrationshintergrund".

    Erst, wenn ganz offen in den Medien darüber gesprochen wird, können die Ausländerorganisationen, die Eltern, die Schulen usw etwas dagegen unternehmen.
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#7 SmartiSaar
  • 07.04.2009, 13:34h
  • Antwort auf #5 von seb1983
  • Na das ist ja wohl so nicht ganz richtig, im Fall der Münchner U-Bahn-Schlägerei wurde der 76 jährige von einem Türken und einem Griechen zusammen geschlagen und das war Wochenlang Thema in den Print- und Fernsehnachrichten.
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#8 seb1983
#9 Mister_Jackpot
  • 07.04.2009, 13:49h
  • Ja logisch! Jetzt geht das schon wieder los.....sorry aber diese Vorurteile, die hier wieder gegen "Ausländer" bzw. "ausländische Jugendliche" gepredigt werden bringen uns eher das Gegenteil ein und eben keine Toleranz. Als Halbgrieche hab ich schon von vielen deutschen Schwulen mitbekommen, dass sie ein Problem mit ausländischen Männern haben.....viele können sich noch nicht einmal einen ausländischen Partner vorstellen, weil dann hätten man ja hautnah mit der Problematik zu tun. Anstatt hier groß rumzumaulen sollte man doch mal lieber auf die Strasse gehen und sich wehren.....dieses Gerede hier ist etwas scheinheilig, denn wenn ein Schwuler bedroht ist sind es die anderen Schwulen in der Nähe, die sofort abhauen anstatt zu helfen. Ich hab das selbst erlebt....drei Jugendlich (ein deutscher, zwei türkische zwischen 16-19) haben mich beim Cruisen in nem bekannten Kölner Cruisingwäldchen zuerst angepöbelt und plötzlich waren alle anderen Schwulen verschwunden...erst als die drei weg waren kamen sie aus ihren "Löchern" und fragten obs mir gut ginge. Danke darauf hätte ich dann auch verzichten können. Wenn die Solidarität sich unter Schwulen so ausdrückt müssen wir uns nicht wundern wenn wir Opfer sind. Übrigens hab ich allein durch "reden" dafür gesorgt, dass ich keins auf die "Fresse" bekommen habe....die drei haben halt gemerkt, dass ich mich stelle und eben NICHT wegrenne.......das waren die von schwulen "Opfern" wohl nicht gewohnt...und nochmals...ich war einer und das waren drei!!! Die hätten ohne Probleme zuschalgen können! Einer von den drei "krass konkreten" ist mir später nochmal begegnet und hat sogar brav "Hi" gesagt. Ich hoffe nur, dass Schwule begreifen, dass nur wenn sie stark als Gruppe solidarisch zusammen halten, so auftreten und nicht egoistisch nur ihr eigenes Ding machen und bei Gefahr direkt wegrennen...nur dann werden bestimmte z.b. Migranten Gruppen kapieren dass wir keine Opfer sind.....in gewisser Weise ist es Respekt den wir uns auch erstmal verschaffen müssen...und ich bin davon überzeugt dass das funktionieren würde, da ich soviele auch ausländische Mitbürger aus dem arabischen Raum kenne, die kaum Probs mit mir als Schwulen haben...kommt immer drauf an wie "stark" man den Menschen begegnet. Ich weiss, dass das für die meisten hier ne unangenehme Meinung ist, aber dazu steh ich und ich würds jedem auch so von Angesicht zu Angesicht sagen!
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#10 KritikerAnonym
  • 07.04.2009, 13:54h
  • Antwort auf #6 von Georg
  • 9 von 10 Tätern? Es gibt keine einzige Statistik, die das auch nur annähernd behauptet. Es gibt eigentlich überhaupt keine zuverlässige Statistik.

    Hier mal Zahlen von Maneo, Einschätzungen der Opfer über die Täter:
    Nicht weiter auffällig 49 Prozent
    Rechtsradikale 7 Prozent
    Fußballhooligangs 2 Prozent
    "Nichtdeutsche Herkunft" 16 Prozent
    (in dieser Statistik sind auch Beleidigungen etc enthalten, nicht nur harte Gewalttaten; auch Raubdelikte etc durch Stricher, die häufiger einen "solchen" Hintergrund haben, und auch Gewalttaten im Ausland!)

    Quelle:

    www.maneo-toleranzkampagne.de/?cat=2&sub=9#article138

    Bei allgemeinen Gewalt-Statistiken sind "Migrantenkids" oft häufiger vertreten als Ur-Deutsche. Setzt man das aber in Bezug zu Bildung und sozialer Situation, gibt es praktisch keinen Unterschied zwischen Deutschen und Nicht-Deutschen.

    Im übrigen ist es keine gute Idee, bei einem frischen Überfall über die Täter und das Motiv zu diskutieren (dass kürzlich halb Berlin gegen einen angeblich homophoben Übergriff demonstrierte, es auch wieder etliche Diskussionen über Migranten gab, und sich der Übergriff dann doch nicht als homophob herausstellte, sollte wirklich mal zu denken geben).

    Ich meine den Vorfall:

    www.queer.de/detail.php?article_id=9930

    Man kann jedenfalls Homophobie nicht durch eigenen Rassimus bekämpfen. Klar: das ist mehr Angst als böse gemeint, aber man erreicht durch diese Vorverurteilungen nichts. Man kann mit solchen Diskussionen nur uns freundlich gesinnte Muslime und auch schwule Muslime vor den Kopf stoßen bzw. ausgrenzen. Denn 99,99 Prozent werden uns ihr ganzes Leben lang nicht angreifen oder uns sonst was böses tun.

    Homophobie und damit zusammenhängende Übergriffe sind noch immer ein Problem aller Gesellschaftsteile und sollten als solche angegangen werden.
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