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Das Vermonter Parlament hat das Veto ihres Gouverneurs mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit außer Kraft gesetzt: Künftig dürfen Schwule und Lesben in dem im Nordosten der USA gelegenen Bundesstaat heiraten.

Damit überstimmten die Parlamentarier am Dienstag das Veto von Gouverneur Jim Douglas, das der Republikaner nur einen Tag vorher ausgesprochen hatte (queer.de berichtete). Im Senat gab es eine klare Mehrheit von 23 gegen 5 Stimmen, im Repräsentantenhaus konnte die Zwei-Drittel-Mehrheit punktgenau mit 100 gegen 49 Stimmen erreicht werden.

Vermont ist damit nach Massachusetts, Connecticut und Iowa der vierte US-Bundesstaat, der die Ehe für Lesben und Schwule öffnet. Allerdings wurde das erste Mal die Ehe-Öffnung nicht von Gerichten erzwungen, sondern durchlief den normalen demokratischen Prozess. In den anderen Staaten haben Verfassungsrichter entschieden, dass es gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz in den Regionalverfassungen verstößt, Schwulen und Lesben das Eherecht zu verweigern.

Erst vier Tage zuvor hatte der Oberste Gerichtshof von Iowa Schwulen und Lesben Eherechte eingeräumt (queer.de berichtete). Kalifornien hatte im letzten Jahr kurzzeitig die Ehe geöffnet, nach einem Volksentscheid wurden gleichgeschlechtlichen Paaren die Gleichberechtigung allerdings wieder entzogen (queer.de berichtete).

In New Hampshire und Maine gibt es derzeit ebenfalls Gesetzesinitiativen zur Öffnung der Ehe. Neben den vier Staaten mit Ehe-Rechten dürfen Schwule und Lesben in weiteren neun Staaten Eingetragene Partnerschaften eingehen. Allerdings verbieten 43 der 50 US-Staaten ausdrücklich die Ehe für Schwule und Lesben, 29 davon sogar in ihren Regionalverfassungen. (dk)



#1 SmartiSaar
  • 07.04.2009, 19:03h
  • Na das ging ja echt flott

    Da kocht der Jim doch bestimmt vor Wut.
    Aber recht geschieht es im ja, hätt er mal gleich seine Unterschrift druntergesetzt hätt er sich die Blöße ersparen können.

    Bleibt noch abzuwarten wie jetzt das Gericht in Kalifornien entscheidet.
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#2 hwAnonym
  • 07.04.2009, 19:13h
  • DIE SÄKULARE USA

    "...Die Nichtreligiösen waren die einzige Gruppe, die in jedem der 48 untersuchten amerikanischen Bundesstaaten zulegen konnte. Ihr Zentrum haben sie mittlerweile nicht mehr an der Nordwestküste, sondern in Neuengland - und damit ausgerechnet in jenem Gebiet, in dem vor fast 400 Jahren die frommen Pilgerväter ihre religiösen Mustersiedlungen errichteten. Am höchsten ist der Anteil dieser Gruppe mit 34 Prozent in

    Vermont,

    dem Bundesstaat, der mit Bernie Sanders

    den einzigen sozialistischen Senator in den Kongress wählte..."

    www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29892/1.html
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#3 gerdAnonym
  • 07.04.2009, 22:14h
  • Na das ist doch eine sehr schöne Nachricht aus Vermont. Herzlichen Glückwunsch...und jeweils mit 2/3 Mehrheit, das finde ich gut.
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#4 RabaukeAnonym
  • 08.04.2009, 13:21h
  • Wow!!!! Das nenne ich ne Klasse Nachricht! Nun frage ich mich, wann unsere Frau Merkel und ihre "C" & "F"-Parteien es hier zu Lande "merkeln", daß wir nicht länger Menschen zweiter Klasse sind. Ich fordere daher erneut: Gleiche Rechte bei gleichen Pflichten!
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#5 MarcAnonym
  • 08.04.2009, 14:58h
  • Bravo! Auch wenn das alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein gegenüber der Mehrheit homophober US-Staaten ist, ist das doch mehr, als wir in Deutschland haben, was schon wirklich peinlich ist.

    Ich hoffe nur, dass die Union nach der nächsten Wahl in der Opposition landet und auch da nicht allzu stark wird. Dann wird sich auch hierzulande endlich was ändern können.

    Die eingetragene Partnerschaft von Rot-Grün war schon ein guter erster Schritt um Vorurteile und Befürchtungen abzubauen. Dem muss jetzt die Öffnung der Ehe folgen...
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