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Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair kritisierte in einem Interview mit dem Homomagazin "Attitude" die Homofeindlichkeit der katholischen Kirche.

Er erklärte, die Führer der Religionsgemeinschaft würden die Gefühle der meisten Katholiken nicht widerspiegeln: "Es gibt einen großen Unterschied zwischen den Generationen. Wahrscheinlich gibt es diese Angst unter religiösen Anführern, Zugeständnisse in der Frage der Homosexualität zu machen, weil die Einstellungen und Ansichten sich über Zeit entwickeln. Wo, fragen sie, hört das dann auf? Man muss dann viele, viele Dinge neu bewerten". In "normalen Gemeinden" sei der Glaube nicht abhängig von "starren Einstellungen". Vielmehr müsse sich der Glaube mit der Zeit weiterentwickeln.

Der Labour-Politiker Blair war von 1997 bis 2007 Premierminister von Großbritannien und Nordirland. In seiner Regierungszeit wurden 2005 gegen den Widerstand vieler Konservativer die "Civil Partnerships" eingeführt. Anders als die deutschen Eingetragenen Lebenspartnerschaften enthält die britische Homo-Ehe praktisch alle Rechte und Pflichten wie die Hetero-Ehe. Außerdem beschloss seine Regierung umfassende Antidiskriminierungsgesetze, die von den christlichen Kirchen vehement bekämpft wurden.

Nach seinem Ausscheiden als Regierungschef konvertierte Blair zum Katholizismus (queer.de berichtete). Zuvor gehörte er, wie alle anderen Premierminister vor ihm, der anglikanischen Staatskirche an. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

15 Kommentare

#1 gatopardo
  • 09.04.2009, 10:48h
  • Es bleibt trotzdem bei diesem Bush-Intimfreund und wegen der Irak-Besetzung ein gewisser Beigeschmack, wann immer man seinen Namen liest. Dass ein schliesslich intelligenter Mensch wie er ständig einer Glaubensgemeinschaft anhängen muss, befremdet ebenfalls ganz erheblich, aber dass er es nun kraft seiner Popularität wagt, gegen Scharfmacher in seiner neuen Konfession anzutreten, ist immerhin ermutigend !
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#2 xyAnonym
  • 09.04.2009, 17:27h
  • Der Typ übertrifft in seiner Peinlichkeit sogar noch einen Gerhard Schröder. Und die zitierten Äußerungen erinnern in einer entscheidenden Hinsicht an die drollige Uta Ranke-Heinemann: Man tritt in einen Verein ein, um dort herumzustänkern. Die katholische Kirche reaktionär, reformunfähig, frauen- und schwulenfeindlich? Das hatte man aber wirklich nicht vorher ahnen können!
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#3 QueenMargrethe
  • 09.04.2009, 17:35h
  • Na da kann Mr. Blair ja jetzt hoffen, dass der senile Sektenführer ihn nicht exkommuniziert... der mag nämlich Kritiker gar nicht, ganz im Gegensatz zu Holocaust-Leugnern...
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#4 Krzyszek
  • 09.04.2009, 17:52h
  • "Dass ein schliesslich intelligenter Mensch wie er ständig einer Glaubensgemeinschaft anhängen muss, befremdet ebenfalls ganz erheblich, ..." (madridEU)

    Was findest du daran befremdlich? Es gibt und gab schon intelligentere Christen (und Anhänger andere Religionen).

    "Man tritt in einen Verein ein, um dort herumzustänkern. ..." (xy)

    Man dürfte deiner Meinung nach dann überhaupt nichts kritisieren? Ich behaupte mal, eine große Mehrheit der Katholiken stimmt nicht mit allem überein, was ein Papst an Meinungen zu den diversesten Themen äußert.

    "... dass der senile Sektenführer ihn nicht exkommuniziert... der mag nämlich Kritiker gar nicht, ..." (QueenMargrethe)

    Da zeigt die Queen aber, wie wenig sie den Papst kennt. Wenn er ALLE seine Kritiker exkommunizieren würde, bliebe von seinen Schäfchen nicht mehr ganz so viele übrig.

    Die katholische Kirche muss sich ja wohl der Tatsache bewusst gewesen sein, wen sie da in ihre Reihen aufnimmt. Schließlich hat Tony Blair die "Civil Partnerships" ja nicht im Geheimen eingeführt. Es war also bekannt, wie seine Position zu Rechten von Homosexuellen aussieht. Schön, dass er es in der Jubiläumsausgabe noch einmal so deutlich gesagt hat.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 VolumeProProfil
  • 09.04.2009, 19:08hMönchengladbach
  • Antwort auf #5 von FoXXXyness
  • Beim besten Willen nicht nochmal Tony Blair als britischer Premierminister.
    Seine innenpolitische Bilanz mag zwar gut aussehen, aber die Außenpolitik war unter historischer Hinsicht eine Katastrophe, aber man kann Blair auch irgendwie verstehen, wenn er als Premierminister eine ehemaligen Weltreiches nochmal gerne Empire spielt.

    Der Übertritt von Blair zur katholischen Kirche hat rein private Gründe gehabt. Seine Frau ist Katholikin und er wollte ihr zum Gefallen übertreten, konnte es aber während seiner Amtszeit als Premierminister nicht tun, denn kraft dieses Amt war er faktisch Chef der anglikanischen Staatskirche. Wäre er damals schon Katholik gewesen, wäre es zu einer Inkompatibilität gekommen.
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#7 IchAnonym
  • 10.04.2009, 01:13h
  • Antwort auf #6 von VolumePro
  • Ich mag mich ja extrem täuschen, aber so weit ich weiß ist das Englische Staatsoberhaupt auch Chef der Staatskirche und nicht der Regierungschef. Und das Englische Staatsoberhaupt ist noch immer die Queen...
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#8 Krzyszek
  • 10.04.2009, 11:25h
  • Antwort auf #7 von Ich
  • Du täuschst dich nicht. Die englische Königin (bzw. der König) trägt den Zusatz-Titel "defensor fidei" = Verteidiger des Glaubens. In abgekürzter Form steht das auch am Rande der Münzen mit Abbild der Queen. Der "Prime Minister" ist der Beziehung außen vor.
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#9 VolumeProProfil
  • 10.04.2009, 13:08hMönchengladbach
  • Antwort auf #8 von Krzyszek
  • Deswegen schrieb ich ja auch "faktisch".

    Nach britischem Recht ist der Monarch Oberhaupt der Church of England, doch werden aber alle Entscheidungen des Monarchen durch die Regierung vorbereitet und dann auch ausgeführt.

    Somit ist der Premierminister zwar rechtlich gesehen nicht der Chef der Kirche, aber faktisch schon.
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#10 bastapapsta
  • 10.04.2009, 19:25h
  • In Deutschland wird die Diskriminierung von Homos in sozialen Einrichetungen als Arbeitgeber erst aufhören, wenn diese von der christlichen Verseuchung bzw. christlichen Trägerschaft befreit sind und Einrichtungen wie dem Rattenschwanz Charitas die staatlichen Gelder restlos gestrichen worden sind Ich selbst bin von Beruf Heilerziehungspfleger ( Arbeit mit behinderten Menschen ). Es gibt zahlreiche vom Staat bezahlten kirchliche "soziale" Einrichtungen, welche das Antidiskriminierungsgesetz mit undemokratischen Mitteln aushebeln und homosexuellen Arbeitnehmern oder Arbeitnehmern mit anderer Religiösität das staatliche Recht auf Arbeit verweigern. Was ist das für eine hässliche Religion , welche Andersgläubige dazu zu zwingen versucht, in die Kirche einzutreten ?
    Und wenn man die aussortieren würde, welche nur aus bürokratischen Gründen in diese Sekte eingetreten sind, bliebe nur noch eine ganz kleine Zahl "Gläubiger" übrig. Da sieht man, dass das Christentum nur machtbesessen ist und keine Warheiten verkündet. PFUI !
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