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Der Stadtrat von Washington hat mit zwölf gegen null Stimmen die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen beschlossen.

Zwar können dem Entwurf zufolge Homo-Paare nicht in der US-Hauptstadt heiraten, allerdings will die Metropole gleichgeschlechtliche Ehen, die in anderen Bundesstaaten oder im Ausland geschlossen worden, in Zukunft anerkennen. Bereits jetzt sind Eingetragene Partnerschaften in Washington möglich.

Jetzt muss der Bürgermeister dem Entwurf noch zustimmen. Der Demokrat Adrian Fenty gilt als Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe. Da Washington kein Bundesstaat ist, sondern den Status eines Bundesdistrikts innehat, geht der Entwurf danach ans US-Repräsentantenhaus. Dort wird er voraussichtlich auf Widerstand stoßen. Falls es dort zu einer Abstimmung kommt, wäre dies die erste, die seit 1996 direkt die Öffnung der Ehe betrifft. Vor 13 Jahren stimmten die Abgeordneten für das berüchtigte "Gesetz zur Verteidigung der Ehe". Dieses definierte die vom Bund anerkannte Ehe als "Verbindung zwischen Mann und Frau". Damit genießen verheiratete Homo-Paare zwar in mehreren Staaten die gleichen Rechte wie Hetero-Paare – wenn es allerdings um Bundesangelegenheiten wie die Bundeseinkommenssteuer geht, werden gleichgeschlechtliche Paare wie Fremde behandelt.

Zuletzt ist Bewegung in die Frage gekommen, seit die Bundesstaaten Iowa und Vermont Schwulen und Lesben im Eherecht mit Heterosexuellen gleichstellten (queer.de berichtete). (dk)



#1 FloAnonym
  • 09.04.2009, 14:59h
  • Sonderbar: anerkennen ja, aber nicht dort schließen.

    Das mit der Anerkennung ist eh eine heikle Sache:
    wenn man irgendwo auf der Welt ordnungsgemäß geheiratet ist, ist das eigentlich eh gültig. Dass das anders gemacht wird, zeigt, wie weit der Weg noch ist...
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#2 SmartiSaar
  • 09.04.2009, 16:44h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Die grundsetzliche Gültigkeit die Du meinst gilt nur für die Hetro-Ehe, Du kannst überall heiraten und es wird auf der ganzen Welt anerkannt. Bei der sogenannten Homo-Ehe bzw. den Eingetragenenpartnerschaften gilt diese Gültigkeitsregel nicht (bestes Beispiel Kanada und die USA).

    Trotzdem ist es doch zumindest ein wichtiger und richtiger Schritt den man in Washington D.C. machen will. Hoffen wir mal das es ohne Widerstand druchgeht.
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#3 QueenMargrethe
  • 09.04.2009, 17:43h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • "Sonderbar: anerkennen ja, aber nicht dort schließen"

    Das könnte möglicherweise zur Umgehung des Widerstands im Repräsentantenhaus dienen, weil zu befürchten ist, dass die Öffnung der Ehe im Capitol eher abgefangen würde, als dieser kleine Schritt...

    Ist allerdings nur eine Vermutung, ich weiß nicht wie viel sich Washingtoner Stadtrats-Mitglieder bei sowas denken...
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#4 TimmAnonym