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Am Wochenende hatte der amerikanische Internethändler amazon.com tausende schwul-lesbische Bücher als "adult books" eingeordnet – und damit schwerer auffindbar gemacht. Der Konzern spricht von einer "Panne", Homo-Aktivisten vermuten Homophobie.

Selbst anerkannte Literatur wie "Brokeback Mountain" erhielt weltweit das "adult"-Label. Damit wurde es aus den offiziellen amazon-Charts entfernt. Dies hatte unter anderem zur Folge, dass die Bücher bei Suchanfragen eher am Ende der Liste auftauchten. Am Dienstag hat amazon.com diese Einteilung wieder weitgehend aufgehoben und sich bei den Nutzern für die "Panne" entschuldigt.

Eine Amazon-Sprecherin erklärte, dass ein Fehler beim Katalogisieren für die "Panne" verantwortlich gewesen sei. Insgesamt seien 57.310 Bücher davon betroffen gewesen – nicht nur schwul-lesbische Inhalte, sondern etwa auch Ratgeber aus dem Gesundheitsbereich. Man wolle weiterhin einen kompletten Katalog aller erhältlichen Bücher anbieten.

Allerdings gibt es Zweifel an den Aussagen von Amazon. So erhielt der schwule Buchautor Mark Probst am Wochenende auf Anfrage eine Mail des Internetbuchhändlers, in der es hieß, dass "aus Rücksichtnahme unseres gesamten Kundenkreises" seine Bücher als "adult" eingestuft werden würden. Er und andere Autoren warfen dem Händler daraufhin vor, aus homophoben Motiven gehandelt zu haben. Da Amazon schnell reagierte, wurden geplante Boykott-Aufrufe von Homo-Autoren nicht in die Tat umgesetzt.

Es gab zudem Gerüchte, dass die Klassifizierung von Homo-Büchern durch einen Hackerangriff herbeigeführt wurde. Allerdings wies Amazon das als "Unsinn" zurück. (dk)



21 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 14.04.2009, 16:36h
  • Ist nicht das erste mal, dass Amazon durch Homophopie auffällt. Ich denke da auch an schwule Filme, die strenger bewertet werden, als von der FSK...

    Ist halt ein US-Unternehmen. Und Internetunternehmen sind traditionell eher homophob, da sie breitere Käuferschichten adressieren wollen als lokale Buchhändler...
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#2 HannibalEhemaliges Profil
#3 CarstenFfm
  • 14.04.2009, 16:59h
  • Geanu, lasst mal die Kirch im Dorf.

    Amazon schickt mir immer Vorschläge über schwule Bücher, seit ich da mal ein paar bestellt habe.
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#4 RoyAnonym
#5 FloAnonym
  • 14.04.2009, 18:16h
  • 1. Klar hat Amazon sich entschuldig, jetzt wo es ans Geld geht. Andere Fälle, die weniger Pubilcity erlangen werden nach wie vor gleich gehandhabt, obwohl mehrfach darauf hingeweisen...

    2. Dass Amazon Käufern schwuler Bücher ähnliche Titel empfiehlt ist klar: erstens verdient man dadurch und zweitens weiß man ja, dass es den richigen erreicht und man keine anderen Kunden damit vergrault.

    Ich möchte hier zwar nicht zu sehr ins Detail gehen, aber wenn ich sage, dass Amazon homophob ist, könnt ihr mir das glauben. Ich bin wirklich keiner, der sowas leichtfertig behauptet und ich wünschte, es wäre nicht so.
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#6 DanielAnonym
  • 14.04.2009, 19:04h
  • Antwort auf #5 von Flo
  • lass doch mal die infos raus, wieso amazon homophob ist, würde mich interessieren!

    und was genau meint ihr mit amazon? *.de oder *.com? hier im text geht es um amazon.com, ihr bezieht euch aber sicher auf amazon.de oder?
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#7 FloAnonym
  • 14.04.2009, 19:12h
  • Antwort auf #6 von Daniel
  • z.B. sind einige Aufklärungsbücher (die in normalen Buchhandlungen frei verkäuflich sind) schon seit Jahren bei Amazon "indiziert".... etc. etc.

    Aber da berichtet ja keiner drüber, weshalb Amazon daran auch nichts ändert.
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#8 HannibalEhemaliges Profil
#9 QueenMargrethe
  • 14.04.2009, 20:11h
  • Bei Amazon wäre ich sowieso vorsichtig. Was Homophobie angeht, hab ich keine Ahnung, aber was die rigorose Geschäftspolitik angeht, weiß amazon seine Vormachtstellung ganz gut zu nutzen... erheblichen Druck auf Verlage ausüben um den Preis soweit wie möglich zu drücken zum Beispiel.

    @Daniel: Amazon ist amazon.com, Inc. Der Vertrieb in den entsprechenden Ländern wird über amazon.de, amazon.fr, amazon.co.uk, amazon.ca, amazon.jp etc. abgewickelt, die als Tochterfirmen auftreten. Es gibt zwar weitere Betreiber wie Amazon EU S.a.r.l., von wo aus amazon.de betrieben wird, aber das letzte Wort hat Seattle, wo Amazon seinen Hauptsitz hat.
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#10 stromboliProfil
  • 14.04.2009, 20:43hberlin
  • Schwullesbische Buchzensur bei Amazon

    www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/untenrum-nur-richtigru
    m/


    Über das Osterwochenende verschwanden plötzlich sämtliche Bücher mit schwullesbischem Inhalt von den Amazon-Rankings - inklusive E. M. Forster und Jeanette Winterson. Wer war das?

    ausreden und entschuldigungen... wer in amazon nach schwuler literatur sucht bekommmt als empfehlung nicht selten auch die pornoangebote untergejubelt.
    Sicher, macht der computer weil so eingestellt, macht aber weder sinn noch rechtfertigt er das rating! Das nämlich ist zensur! Schrottladen! Kauf meine bücher eh da wo menschen sind! Ein grund mehr disen schnickschnack abzulehnen!
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