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Die Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung hat die Broschüre "Homophobie in der Einwanderungsgesellschaft" veröffentlicht, die sich mit der Homophobie unter Migranten beschäftigt.

Damit will die Hauptstadt das Problem offensiv angehen: "Es ist dem Berliner Senat ein wichtiges Anliegen, Homosexuellenfeindlichkeit und jegliche Diskriminierung gegenüber Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans und intergeschlechtlichen Menschen zu verhindern und zu bekämpfen", erklärte Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) bei der Vorstellung der Broschüre. Erst vor kurzem hatte das Berliner Abgeordnetenhaus einen Aktionsplan gegen Homophobie verabschiedet (queer.de berichtete).

In der Broschüre erklären Experten Zusammenhänge, außerdem werden die Ergebnisse von Workshops vorgestellt. So wird in einem Beitrag ein Vergleich zwischen Schwulenfeindlichkeit und Islamophobie gezogen, die etwa von Websites wie "Politically Incorrect" gefördert werde. Das 89-seitige Heft geht auch auf das Problem des Rassismus innerhalb der Homo-Szene ein.

Eren Ünsal, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, sieht in der Broschüre ein Angebot, ins Gespräch zu kommen: "Vor allem wollen wir über Anerkennung sprechen, über Respekt für unterschiedliche Lebensweisen und darüber, wie wir eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung gemeinsam erreichen können". Sie appelliert, Homophobie nicht als eine vorübergehende Erscheinung anzusehen, sondern als Thema, mit dem sich die Gesellschaft noch lange beschäftigen muss.

Die Broschüre kann auf der Website der Antidiskriminierungsstelle als PDF-Datei heruntergeladen werden. Außerdem wird sie kostenlos in Papierform abgegeben. Bestellungen müssen an die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Broschürenstelle, Oranienstraße 106, 10969 Berlin oder an broschuerenstelle@senias.berlin.de gerichtet werden. (dk/pm)



17 Kommentare

#1 Diz!Anonym
  • 14.04.2009, 18:02h
  • Entschuldigung, aber mit einem Faltblatt als Gesprächsangebot wird es wohl kaum erledigt sein. Diejenigen, sie sich mit dem Thema befassen _sollten_, werden ganz sicher nicht zur ANtidiskriminierungswebsite surfen und sich ein PDF herunterladen.
    Homosexualität muss auch von Anfang an in Schulen ein Thema sein und nicht nur *hahaha* im Sexualkundeunterricht. Solange so etwas nicht zwingend vorgeschrieben ist wird sich leider gar nicht tun.
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#2 RoyAnonym
  • 14.04.2009, 18:24h
  • Ich glaube nicht das so eine gutmenschliche Aktion viel bringt, aber ein Versuch ist es wohl wert. Viel besser wäre es meines Erachtens wenn wir mehr Polizeipräsenz auf Deutschen Straßen hätten und eine härtere Bestrafung bzw. Abschiebung für schwulenfeindliche Ausländer. Im Gegensatz zu den meisten Ausländern zahlen wir Steuern und können doch wohl erwarten das Vater Staat uns auch beschützt
    Politically Incorrect ist durchaus kontrovers, aber sie gehören zu den wenigen die Islamische Homophobie anprangern, was Ich durchaus gut finde.
    Homosexuellenfeindlichkeit und Diskriminierung gehören aktiv bekämpft und nicht schön geredet.
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#3 FloAnonym
  • 14.04.2009, 18:24h
  • Da kann ich nur zustimmen:
    solche Angebote sind zwar gut gemeint und mit den edelsten Absichten verfasst, aber sie erreichen in der Regel nur die, die man nicht mehr überzeugen muss. Da, wo Überzeugung nötig ist, landen sie nicht oder verschwinden im Müll...

    Um Dinge wirklich zu ändern, können solche Broschüren also nur ein Baustein von vielen sein (und sie sind leider nicht mal der effektivste).

    Was viel wichtiger wäre:
    1. Echte rechtliche Gleichstellung (Art. 3 GG, Eheöffnung, etc.), denn wie will man Gleichbehandlung verlangen, wenn man selbst rechtlich ein Mensch 2. Klasse ist.

    2. Konsequente Aufklärung an Schulen! Und zwar interdisziplinär in Biologie, Gesellschaftskunde, Politik, Geschichte, Deutsch, Ethikunterricht und allen Fächern, wo es sich anbietet. Und dies muss dann auch für alle Schüler verpflichtend sein und nicht, dass Schüler z.B. aus religiösen Gründen solchen Unterrichtseinheiten fernbleiben dürfen.

    3. Schwulenfeindliche Straftaten müssen endlich adäquat verfolgt und sanktioniert werden. Solange z.B. schwulenfeindliche Sprüche als Kavaliersdelikt und nicht als Beleidigung/Verleumdung angesehen werden, entsteht ein Klima, dass Schwule und Lesben als Menschen 2. Klasse erscheinen lässt und auch körperliche Gewalt fördert. Dazu gehört natürlich auch, dass Kirchen klar gemacht wird, dass wir die Trennung von Staat und Kirche haben und diese sich aus Politik rauszuhalten haben und demokratische Beschlüsse akzeptieren müssen.

    Dies alles würde viel mehr Sinn machen, als Broschüren, die ein weiterer Baustein sein können, aber ohne diese wichtigeren Maßnahmen eh nur die erreichen, die man nicht mehr überzeugen muss...
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#4 stromboliProfil
#5 BerlinerAnonym
  • 15.04.2009, 09:14h
  • Sowohl der Autor des Artikels, wie auch die Kommentatoren verkennen die tatsächliche Brisanz dieser Veröffentlichung!

    Wenn darin beispielsweise von Islamophobie geredet wird, dann ist damit gemeint, dass Schwule durch ihre Erfahrungen und die Presseberichte eine negative Einstellung gegenüber Migranten entwickeln, da sie hauptsächlich von Migranten angegriffen oder beleidigt werden.

    Diese Tatsachen passen einigen Leuten nicht ins (politische) Konzept. Daher versuchen sie mit allen Mitteln, und in diesem Fall mit einem Druckerzeugniss, die Homosexuellenfeindlichkeit unter Migranten zu leugnen oder zumindest zu schmälern.

    Dass sich die Senatsverwaltung daran beteiligt, und damit gegen den vom Senat verabschiedeten Aktionsplan arbeitet, ist ein Skandal! Der Partymeister bekommt vermutlich gar nicht mit wofür hier Steuermittel verschwendet werden.

    Es ist wichtig, dass die Täter ganz klar benannt werden, anders wird es nicht möglich sein das Übel an der Wurzel zu bekämpfen.

    Und letztlich braucht es nur eines aufmerksamen Beobachters um genau zu wissen warum viele Berlinerinnen und Berliner (nicht nur Schwule und Lesben) sich in der Stadt und insbesondere in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht wohlfühlen...
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#6 GeorgAnonym
  • 15.04.2009, 13:16h
  • Die jungen schwulenfeindlichen Araber und Türken werden wohl kaum diese Broschüre lesen. Denn diejenigen, die Schwule zusammenschlagen, gehören überwiegend zur Unterschicht, die kaum die deutsche Sprache beherrschen. Diese Leute verstehen nur eine Sprache: Der Staat muss Stärke zeigen!

    Wenn der Staat keine Stärke zeigt, macht er sich in den Augen der jungen Migranten nur lächerlich.

    Die Situation in Berlin wird immer schlimmer. Inzwischen reicht es, wenn zwei Männer (die gar nicht unbedingt schwul sein müssen) nachts am Nollendorfplatz in die U-Bahn einsteigen, um sich als "Schwule" beschimpfen lassen zu müssen.

    Gegen Schwulenfeindlichkeit hilft nur eins: Null Toleranz!

    Es ist 5 Minuten vor Zwölf. Inzwischen hat jedes zweite Kind, das in Berlin geboren wird, einen Migrationshintergrund. Dies bedeutet, dass diese Leute in 18 - 20 Jahren wählen können und ganz sicher zum größten Teil islamisch-fundamentalistische Parteien wählen werden.

    Dann wird es mit lustigen schwulen Stadtfesten und CSDs in Berlin vorbei sein...

    Wir haben jahrzehntelang für die Rechte von Schwulen und Lesben gekämpft und uns auch tatsächlich eine offene, tolerante Gesellschaft geschaffen. Es kann nicht sein, dass uns dies von zugewanderten Unterschicht-Ausländern wieder kaputt gemacht wird!
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#7 alexAnonym
  • 15.04.2009, 14:02h
  • wieder eine von diesen "alibiaktionen", die nichts bringen, weil sie die betroffenen überhaupt nicht interessiert ! aber unsere regierenden können wieder mal behaupten sie tun etwas !
    was viel schlimmer ist, unter dem rot-roten senat mit schwulem oberbürgermeister, ist die situation für schwule und lesben in berlin so schlecht wie nie zuvor geworden ! das ist keine direkte schuldzuweisung, aber es wurde nichts gegen diese allgemeine entwicklung getan, ausser solchen broschüren.
    ich bin bestimmt kein anhänger der berliner konservativen, aber diese "mittelmasspolitik", ausgerechnet der roten, ist ein witz, nur nicht unangenehm auffallen !
    es ist höchste zeit, endlich mal figur zu zeigen und in berlin etwas zu unternehmen. denn es ist ja nicht nur ein homophobieproblem !!!

    diese migrationsprobleme sind ohnehin nur vorgeschoben, allerdings offensichtlicher, denn eine vernünftige erziehung, eben nicht "pro reli", kann viel bewirken. vor allem muss den eltern mehr verantwortung auferlegt werden, denn die schule allein, kann das nicht leisten !
    in diesem punkt versagt aber die gesamte republik, ist ja auch viel schöner, dass wir papst sind !

    nur am rande bemerkt, : warum hat brasilien keine weltwirtschaftskrise ? da sind konservative , geldgeile machenschaften der banken gesetzlich verboten !
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#8 TimAnonym
  • 15.04.2009, 15:52h
  • Der Anteil an Türken und Arabern bei homophoben Taten ist nun mal (bezogen auf den Gesamtbevölkerungsanteil) überproportional hoch.

    Leugnen und Schönreden hat noch nie was gebracht. Nur wer die Wahrheit sagt, kann dann auch Dinge ändern...

    Nicht vergessen sollte man aber auch, dass es genug Migranten gibt, die nichts gegen Schwule haben, auch diese haben unter den homophoben Migranten zu leiden, weil manche alle in einen Topf stecken.

    Das Leugnen von Fakten verbessert nicht die Situation und schadet sogar den friedlichen Migranten...
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#9 frederikProfil
  • 15.04.2009, 16:42hBerlin
  • Jeder Berliner kann etwas tun gegen Homophobie und Hassgewalt: Beim Volksentscheid am 26. April mit NEIN stimmen!

    Warum? Weil am 26. April darüber entschieden wird, ob an Berlins Schulen weiter im Ethikunterricht über Homosexualität aufgeklärt und für Toleranz und Respekt geworben werden kann. Oder ob stattdessen künftig im Religionsunterricht über Homosexualität „aufgeklärt“ wird: als Sünde wider Gott und die Natur, als Krankheit, Perversion oder todeswürdiges Verbrechen. So wie es in der Bibel heißt: „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist, und sollen beide des Todes sterben.“

    Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg ruft deshalb dazu auf, beim Volksentscheid über „Pro Reli“ am 26. April mit NEIN zu stimmen. Sein Geschäftführer Alexander Zinn erklärt: "Wir sind für ein Pflichtfach Ethik. Denn Informationsveranstaltungen zu Homosexualität finden zu 90 Prozent im Ethik-Unterricht statt. Dieses Unterrichtsfach bietet die Chance, Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Homophobie anzusprechen und eigene Vorurteile zu reflektieren. Es ist wichtig, dass sich alle Schüler daran beteiligen und gemeinsam über die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen diskutieren. Das Fach Ethik leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in unserer Stadt. Es wäre fatal, wenn Jugendliche, die auch am Religionsunterricht teilnehmen wollen, den Ethik-Unterricht künftig abwählen müssten.“

    Die Statistik zeigt: 90 Prozent der schwulen- und lesbenfeindlichen Gewaltverbrechen in Berlin werden von Jugendlichen mit Migrationshintergrund verübt. In ihren Herkunftsländern wird Homosexualität leider oft als pervers und gottlos verdammt. Der Ethikunterricht ist für diese Jugendlichen oft der einzige Ort, wo sie Homosexualität als gleichberechtigte Form sexueller Orientierung erfahren, die Respekt und Achtung verdient. Wer also etwas gegen homophobe Hassgewalt tun möchte, muss den Ethikunterricht in Berlin erhalten.

    Deshalb: Am 26. April NEIN zur Homophobie!
    NEIN zu „Pro Reli“!

    Weitere Infos:
    www.berlin.lsvd.de
    www.gemeinsam-ist-besser.de
    www.spd-berlin.de
    www.gruene-berlin.de
    www.die-linke-berlin.de
    www.humanistische-union.de
    www.gew-berlin.de
    www.christen-pro-ethik.de
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#10 BerlinerAnonym
  • 15.04.2009, 17:54h
  • Antwort auf #9 von frederik
  • Absoluter Blödsinn!!!

    Verbindlicher Ethikunterricht hat lediglich zur Folge, dass Schüler mit entsprechenden Migrationshintergrund morgens in der Schule etwas anderes lernen als am Nachmittag in ihrer Hinterhofmoschee.

    Deshalb JA zu Pro Reli, denn das erlaubt auch die Einführung eines kontrollierbaren MUSLIMISCHEN Religionsunterrichts an Berlins Schulen.
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