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Ein elfjähriger Junge aus Massachusetts hat Selbstmord verübt, nachdem er von Klassenkameraden monatelang als "Schwuchtel" beschimpft worden war.

Carl Joseph Walker-Hoover hatte sich am Montag vor einer Woche in seinem Haus in Springfield mit einem Verlängerungskabel erhängt. Seine Mutter Sirdeaner Walker entdeckte den Körper ihres Kindes, als sie von einem Gottesdienst nach Hause zurückkehrte. Bei der Beerdigung nahmen hunderte Abschied von dem Jungen.

In Interviews erklärte die Mutter, dass ihr Sohn seit über einem halben Jahr von Mitschülern gemobbt wurde. Sie hätten ihn als "Schwuchtel" beschimpft und sich über seine Kleidung lustig gemacht. Die Schule habe auf ihre Beschwerden allerdings nicht reagiert. Carl habe zudem zu viel Angst gehabt, um die Anführer der Mobbing-Kampagne zu nennen.

Youtube | Auch CNN berichtet über den Fall.

"Ich bin verzweifelt. Wir machen uns Sorgen um die Wirtschaft und den Irak, aber über was wir uns wirklich sorgen sollten, sind unsere Schulen", erklärte Sirdeaner Walker im Interview mit dem Fernsehsender ABC. "Ich war obdachlos, aber Carl und ich haben das überstanden. Ich war das Opfer von häuslicher Gewalt, aber wir haben auch das überstanden. An was wir gescheitert sind, ist das öffentliche Schulsystem."

Gegenüber dem Homo-Magazin "The Advocate" erklärte Walker, dass es sich hier nicht nur um eine "schwule Frage" handele: "Er war elf Jahre alt und sich seiner Sexualität noch nicht bewusst. Diese homophoben Leute haben ein Kind mit abschätzigen Bemerkungen fertig gemacht." (dk)



22 Kommentare

#1 alexander
  • 15.04.2009, 13:15h
  • der arme junge hat mein mitgefühl, der kann einem wirklich leid tun!

    was mich erschüttert : die mutter findet den körper ihres jungen, nach einem "gottesdienstbesuch " ? diese dusselige kuh wusste um die "mobbingnöte" ihres sohnes und die schule hat nichts unternommen ? wie geht das ?

    also war dieses kind, in seiner not (mit 11 jahren), sich völlig selbst überlassen, weil die mutter nicht in der lage war es zu schützen, sondern lieber hallelujah sang ?

    es ist nicht zu fassen ! nur mal am rande bemerkt, bei schwulen eltern wäre das nicht passiert !
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#2 GerdAnonym
#3 Theisentheis
  • 15.04.2009, 13:49h
  • Antwort auf #1 von alexander
  • @alexander

    Vollkommen daneben der Kommentar. Und auch noch völlig frei erdichtet.

    Schau dir die Berichte nochmal in Ruhe an, hör hin, lass dir eventuell von jemandem helfen, der Englisch versteht, denke nach und schreib dann nochmal.

    *immernoch kopfschüttel*
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#4 alexander
  • 15.04.2009, 14:29h
  • zu # 2. und 3.
    mein sohn, der ist inzwischen 41 jahre, wäre nicht in diese situation gekommen ! ( trotz bekanntem schwulen vater).
    schüttelt mal weiter den kopf und überlegt euch wie und wo ihr "lebt" ?
    denn dieses öffentliche schulsystem, dass in diesem fall schuld sein soll, haben wir auch hier in deutschland, aber letztlich tragen die eltern die verantwortung ! wenn ich weiss, das mein kind ein halbes jahr durch die hölle geht, unternehme ich etwas ! den kommentar zu eurer perönlichkeitsstruktur erspare ich mir, sonst müsste ich "dichten" !
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#5 Theisentheis
  • 15.04.2009, 15:35h
  • Antwort auf #4 von alexander
  • Zur Sache:

    "die mutter findet den körper ihres jungen, nach einem "gottesdienstbesuch " ?" - völlig frei erfunden! Woher hast du diese Behauptung? Laut Bericht habe sie Dinner gemacht.

    "diese dusselige kuh wusste um die "mobbingnöte" ihres sohnes und die schule hat nichts unternommen ? wie geht das ?" - Laut berichten habe sie Woche für Woche dort angerufen und darum gebeten, dass die Schule tätig wird. Mach hier mal nicht aus dem Opfer die Täterin.

    "also war dieses kind, in seiner not (mit 11 jahren), sich völlig selbst überlassen, weil die mutter nicht in der lage war es zu schützen, sondern lieber hallelujah sang ?" - Hier instrumentalisierst du diese tragische Geschichte für deine Verachtung gegenüber dem Christentum. Lass das an passender Stelle raus, nicht hier.

    "es ist nicht zu fassen ! nur mal am rande bemerkt, bei schwulen eltern wäre das nicht passiert !" - Abartig anmaßend und arrogant. Reine Spekulation.

    Es scheint ja inzwischen zu genügen, dass über einem Artikel "Theisentheis" steht, um rote Kästchen zu verteilen. Ich finde die "Ich-Witter-Nest-Beschmutzer-Mentalität" hier erbärmlich. Zum Teil ein reines Geklüngel hier. Einige bringen quasi Gebetsmühlenhaft in fortwährender Selbstbeweihräucherung die immer gleichen Meinungen hervor, ohne zu schauen ob es auch passt und begründet ist. Wer das kritisch hinterfragt, wird unsachlich niedergebügelt.

    Nur weiter so, ihr verwendet dieselben Gruppen-Mechanismen innerhalb dieser Foren-Gruppe, wie sie auch gegen uns im echten Leben als Schwulen entgegenschlagen. Trauriger Laden hier.
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#6 RabaukeAnonym
  • 15.04.2009, 15:40h
  • Ohhhh mein Gott!!!!! Bein tiefes Beileid an Mrs.Sirdeaner Walker. Wenn ich solch schrecklichen Narichten vernehme, bleibt mir die Luft weg. Ich möchte am liebsten alle Türen aufreisen und laut schreien. Diese betäubende Unmacht, der atemlos Schmerz in der Seele. Was menschen sich antun, würden sich nicht einmal Tiere zufügen!!!! Meine tiefste, aufrichtige Anteilnahme. Schlimm sowas!
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#7 TimAnonym
#8 SvenAnonym
  • 15.04.2009, 16:08h
  • Antwort auf #4 von alexander
  • Das selbe kann aber auch in Deutschland passieren. Auch in D gibts ziemnlich homophobe Gegenden mit homophoben Schulen.

    Die Mutter hats gewusst. OK. Aber als Mobbingopfer schämt man sich viel zu sehr um alles zu erzählen. Er hat ihr schon genug erzählt, dass sie die Schule mehrfach darauf angesprochen hat. Aber ich denke nicht, dass die Eltern seinen Selbstmord vorhersehen konnten. Das sieht man in den seltensten Fällen. Und als Eltern will man diese Möglichkeit auch gar nicht sehen.

    Den Eltern jetzt Vorwürfe zu machen ist ne Sauerei.
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#9 HannibalEhemaliges Profil
  • 15.04.2009, 17:26h
  • Erschütternd, dass man Menschen durch Bezeichnung als "Schwuchtel" in den Selbstmord treiben kann! Das muss doch bedeuten, dass "schwul" eins der schlimmsten Schimpfwörter ist, die man sich vorstellen kann. Und das im 21 Jahrhundert! Ich glaube es einfach nicht!
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#10 QueenMargrethe
  • 15.04.2009, 19:45h
  • Ich bin auch erschüttert! Vielleicht so sehr, weil ich selbst jemanden kenne, der wegen Mobbing dieser Art versucht hat, sich das Leben zu nehmen und heute sabbernd im Rollstuhl sitzt. Es gab damals Jugendliche in seinem Alter, die überall herum erzählt haben, er wäre schwul, wiederliche Steckbriefe aufgehängt haben, mit seinen Foto und darunter stand "tot oder schwul". Sein Vater hat selbst noch mitgemacht, ihn verprügelt, weil eine "Schwuchtel" zum Sohn könne er nicht gebrauchen. An dem Tag, als er das letzte mal sprach, seine Umwelt bewusst wahrnahm, war er gerade mal 16. Dann nahm er das Insulin seiner Oma.
    Er war nicht schwul, was die Sache weder besser noch schlechter macht.
    Ich muss heute gestehen, ich hätte lieber an seinem Grab gestanden, als ihn so zu sehen...
    Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass das für den kleinen Carl auch gilt. Es macht mich nur immer sehr traurig...
    Entschuldigt bitte, dass ich hier diese Geschichte geschrieben hab, aber es kam, als diesen Artikel las und das Video sah, alles wieder hoch.............
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