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Die Geschworenen der niederländischen TV-Show "Anwalt des Teufels" haben Papst Benedikt XVI in der am Mittwochabend ausgestrahlten Sendung in zwei von drei Anklagepunkten schuldig gesprochen.

Der Pontifex ist demnach wegen seiner Polemik gegen Kondome verantwortlich für den Tod von Millionen von Aids-Kranken. Dieser Schuldspruch erfolgte allerdings nicht einstimmig. Alle Geschworenen waren aber davon überzeugt, dass der Papst Frauen und Homosexuelle diskriminiere. Lediglich im dritten Anklagepunkt, der Verbreitung von Antisemitismus, sprach ihn die fünfköpfige Bürgerjury frei.

Die Papst-Sendung war bereits die zweite Folge der im öffentlich-rechtlichen Kanal Nederland 2 ausgestrahlten Show "Advocaat van de Duivel". In der ersten Folge wurden die mutmaßlichen Verbrechen des Terrorfürsten Osama bin-Laden behandelt. Er wurde im Gegensatz zum Papst nur in einem von drei Anklagepunkten schuldig gesprochen.

Youtube | Beginn der Sendung

Ankläger des Papstes in der Sendung waren der Theologe und Ethiker Jean-Pierre Wils und der Journalist Aad van den Heuvel. "Frauen dürfen nicht Priester werden, Homosexuelle werden von der Ehe ausgeschlossen. Liebe Geschworene, das ist in der Tat Diskriminierung", so van den Heuvel in seinem Plädoyer. Der Amsterdamer Staranwalt Gerard Spong verteidigte Benedikt XVI.

Auf der Website der Sendung kann die Öffentlichkeit gegenwärtig über die Anklagen abstimmen. In den ersten beiden Anklagepunkten gibt es derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen, während drei Viertel in der Frage des Antisemitismus auf "nicht schuldig" plädieren. Zudem können Besucher die gesamte gut halbstündige Show als Stream ansehen.

Die katholische Kirche ist in den Niederlanden die größte Glaubensgemeinschaft. 27 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zu ihr, 17 Prozent sind Protestanten und sechs Prozent Muslime. 49 Prozent der Niederländer haben keine Mitgliedschaft in einer religiösen Vereinigung. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

44 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 16.04.2009, 11:21h
  • Wie kann der Papst an AIDS Toten schuldig sein? Nur durch seine Ablehnung von Kondomen ist er nicht am Tode schuld - da macht man es sich aber recht einfach in den NL.
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#2 KonstantinEhemaliges Profil
#3 XDAAnonym
#4 GastAnonym
  • 16.04.2009, 12:01h
  • Sicherlich kann man ihm nicht die volle Schuld für die ganzen Aids-Toten zusprechen, aber sicherlich eine nicht geringfügige Mitschuld!
    Es gibt nun mal genug gläubige Menschen in Afrika! Menschen die rein gar nichts haben, außer ihren Glauben an Gott. Nun und da der Papst ja "unfehlbar" ist und zudem Gottes Stellvertreter auf Erden, wird er wohl für viele Menschen dort auch eine Art Vaterfigur darstellen (reine Vermutung meinerseits), an die man sich richten kann. In meinen Augen trägt er, wie schon erwähnt sicherlich eine große Mitschuld.

    Und zum Antisemitismus: Ich denke zwar das der Papst sehr antisemitisch eingestellt ist, aber verbreiten tut er das nicht wirklich.
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#5 KonstantinEhemaliges Profil
#6 jochenProfil
  • 16.04.2009, 12:06hmünchen
  • kann sich jemand hier vorstellen, dass so eine sendung in dieser form im deutschen tv heute stattfinden könnte?

    ich glaube nicht.

    ich bewundere die meinungs-, gedanken und redefreiheit die in dieser sendung stattfindet.
    das macht deutlich , dass diese form der freiheit in unseren tv medien nicht zu machen ist.
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#7 SvenAnonym
  • 16.04.2009, 12:27h
  • Antwort auf #1 von XDA
  • @1 XDA: Der Papst ist leider eine Autorität, auf die ziemlich viele Menschen hören. Er ist sich dessen bewusst. Seine ablehnende Haltung ist der Grund, warum viele Menschen auf Gummis verzichten. Das ist zumindest Anstiftung zum Selbstmord....
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#8 XDAAnonym
#9 FleurDeLys
  • 16.04.2009, 13:46h
  • Antwort auf #1 von XDA
  • Nochmal für die Ahnungslosen: Die katholische Kirche und von ihr geförderte Organisation sind für einen Großteil der Entwicklungshilfe in Afrika verantwortlich. Durch die Übernahme Afrikas von christlichen Ländern in den letzten Jahrhunderten wurden die meisten Menschen zwangskonvertiert und halten sich an das was die katholische Kirche sagt. Der Bildungsstand ist niedrig, Aberglaube wird eher durch streng-katholische Lehren ersetzt als durch Aufklärung. Solange der Papst sich gegen Kondome ausspricht, ist jeder Bewohner Afrikas der durch katholische Organisationen unterstützt wird akut HIV-gefährdet.
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#10 HannibalEhemaliges Profil
  • 16.04.2009, 13:50h
  • Antwort auf #9 von FleurDeLys
  • "Die katholische Kirche und von ihr geförderte Organisation sind für einen Großteil der Entwicklungshilfe in Afrika verantwortlich."
    Klar! Aber sicher nicht aus Mildtätigkeit, sondern weil sie die armen, heidnischen Afrikaner für ihre Sekte ködern wollen. Im Fachjargon nennt man das "Mission"!
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