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In Großbritannien läuft ein Prozess gegen die Charterfluggesellschaft Gama Aviation, weil sie offenbar nur weibliche, junge, alleinstehende Flugbegleiterinnen einstellen wollte.

Geklagt hatte die 35-jährige Chef-Stewardess Alexandria Proud nach dem britischen Antidiskriminierungsgesetz. Sie gab an, gefeuert worden zu sein, weil sie dem Druck durch die ungesetzlichen Machenschaften nicht standgehalten habe. "Es war Voraussetzung, bei der Anstellung des Flugpersonals zu diskriminieren", erklärte sie vor einem Antidiskriminierungstribunal in Southampton. "Männer dürfen grundsätzlich nicht angestellt werden, weil sie als schwul wahrgenommen werden können. Wir mussten uns auf Frauen zwischen 18 und 30 Jahren konzentrieren, die dazu noch Single sein mussten." Der Chef der Luxus-Airline habe wiederholt überprüft, ob die diskriminierenden Einstellungsvoraussetzungen eingehalten werden würden. Er habe gegenüber Proud wiederholt geäußert, dass eine Maschine seiner Fluglinie nie mit einem schwulen Steward an Bord abheben würde.

Die britischen Antidiskriminierungstribunale sprachen wiederholt Entschädigungszahlungen bei Ungleichbehandlung von Schwulen und Lesben zu. So musste die Staatskirche einem schwulen Erzieher 63.000 Euro Entschädigung zahlen, weil sie ihm wegen seiner sexuellen Orientierung eine Anstellung verweigerten (queer.de berichtete). Eine lesbische Hauptgefreite erhielt wegen Diskriminierung und sexueller Belästigung sogar 225.000 Euro (queer.de berichtete). (dk)



#1 gatopardo
  • 17.04.2009, 16:48h
  • Natürlich geht mir dieser ewige Hetero-Anspruch auf den Sack, will mich aber hier nicht weiter entrüsten, weil das doch nichts hilft und für eine Demo in London bin ich deutlich überfordert. Da will also eine wohlhabende Macho-Kaste in einer extra für diese Gruppe gecharterte Maschine den jungen Weibern auf den Arsch hauen und es sieht so aus, dass sie zwecks Freizeitgestaltung auch noch alleinstehend sein sollten. Dagegen hätte man ja noch nicht einmal schlagkräftige Argumente, wenn man den Schwulen unter ihnen einen 10prozentigen Anteil an Flugbegleitern zugestehen würde, der ungefähr dem Homo-Anteil in der Bevölkerung entspricht. Denn unter Jet-Set-Neoliberalen und Co. muss es doch auch Herren geben, die den Stewards gern mal auf stramme Hintern oder Schwänze kloppen würden ?
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#2 FloAnonym
  • 17.04.2009, 16:58h
  • Ein weitere Beispiel dafür, wie wichtig Antidiskriminierungsgesetze sind - auch wenn die FDP das nicht wahrhaben will...
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