Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10289

Der Vatikan hat mit einer scharf formulierten Erklärung Kritik an seiner Position zu Kondomen zurück – und spricht von einer "beispiellosen Medienkampagne".

Der Heilige Stuhl reagierte damit auf eine Anfang April vom belgischen Parlament verabschiedete Resolution, in der der Vatikan aufgefordert wird, seine Kampagne gegen Kondome zu beenden, damit HIV besser bekämpft werden kann. Der belgische Botschafter überbrachte daraufhin eine Protestnote an den Vatikan.

Papst Benedikt XVI hatte im März in einem Interview noch erklärt, Kondome verschlimmerten das Aids-Problem (queer.de berichtete). Das hatte weltweit zu Protesten von Aidshilfe-Gruppen, Wissenschaftlern und Politikern geführt.

In seiner Antwort kritisiert der Vatikan die belgischen Einwände als "unakzeptabel": Es sei nicht nachzuvollziehen, "dass ein Parlament es als angebracht ansieht, den Heiligen Vater auf der Basis eines isolierten Interviewauszuges zu kritisieren, das aus dem Zusammenhang gerissen wurde." Dieses Interview werde "von manchen Gruppen dazu missbraucht einzuschüchtern und den Papst davon abzuhalten, Themen von offenkundig moralischer Wichtigkeit anzusprechen und die Doktrin der Kirche zu verbreiten." In Europa gebe es eine "beispiellose Medienkampagne", die ignoriere, dass der Papst sich dafür einsetze, Aids-Kranken beizustehen.

Wegen seiner Ablehnung von Safer Sex ist Papst Benedikt XVI in einer niederländischen TV-Show schuldig gesprochen worden, für den Tod von Millionen Aids-Opfer mitverantwortlich zu sein (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

16 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 20.04.2009, 14:28h
  • Ich finde, was Belgien da macht, ist ein mutiger, wichtiger Schritt in die richtige Richtung! Dieser Papst mit seiner "römischen Zentrale" muß die Richtung gesteckt bekommen, sich ebend nicht überall und nahezu Grenzenlos hinein hängen zu dürfen. Ein klarer Daumen hoch für das belgische Parlament! Bravo!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gerdAnonym
  • 20.04.2009, 15:39h
  • Sehe ich auch so; sehr positiv, wenn das belgische Parlament den Papst und den Vatikan aufgrund dessen ablehnender Haltung zu Kondomen verurteilt.

    Der Vatikan trägt eine MITschuld, wenn in katholisch geprägten Regionen Afrikas sich Menschen mit HIV infizieren.

    Im übrigen ist gerade in diesen Ländern die Geburtenrate viel, viel zu hoch. Diese Länder in Afrika bedürfen dringend niedrigerer Geburtenraten, um volkswirtschaftlich eine Perspektive auf Dauer zu haben. China steigt deswegen in die erste Reihe der Industriestaaten gegenwärtig auf, da dort seit einigen Jahrzehnten erfolgreich aufgrund der Ein-Kind-Politik die Geburtenrate gesenkt werden konnte.

    Und gerade in Afrika gibt es viel zu viele Kinder, so dass die Volkswirtschaften kaum sich in den meisten afrikanischen Ländern gut entwickeln können.

    Geburtenkontrolle, Empfängnisverhütung, Pille und Kondome ist für Afrika sehr, sehr wichtig.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 RatzAnonym
  • 20.04.2009, 17:23h
  • "[…] beispiellose Medienkampagne, die ignoriere, dass der Papst sich dafür einsetze, Aids-Kranken beizustehen."

    Haha! Wundert mich nicht, dass Herr Ratzinger da so empfindlich reagiert. Beschreibt doch dieses "selbstlose" Beistehen sehr treffend das Geschäftsmodell der röm-kath. Kirche! Man will punkten, indem man sich großherzig und gütig gegenüber den Schwachen gibt. Doch dafür BRAUCHT es erst mal genügend Schwache und Hilfsbedürftige! Warum also nicht gleich selbst für Nachschub sorgen?! Nur denen, die schon am Boden liegen, kann man (Prinzip Zuckerbrot und Peitsche) mildtätigen Beistand leisten und dabei gleichzeitig seine Ideologien aufzwingen. Wer wollte sich schon undankbar zeigen, wenn die Retter am Grubenrand für sie beten? Dass diese "Retter" sie höchstselbst erst in diese Grube hineingeworfen haben, können sie in ihrer Situation kaum durchschauen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Diz!Anonym
  • 20.04.2009, 17:50h
  • Der Papst mischt sich doch auch ständig in die Politik ein obwohl es da laut Grundgesetz eine eindeutige Trennung geben sollte. Das muss er dann umgekehrt halt auch mal aushalten!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 bastapapsta
  • 20.04.2009, 17:59h
  • Physisch, ( in seinem Körper bzw. der Materie ) lebt der Papst noch. Doch existenziell in der feinstofflichen oder auch spirituellen Ebene genannt - ist der Papst mausetot. Er ist wie eine alte Schallplatte, welche immer wieder das selbe leyert und darüberhinaus auch noch einen gewaltigen Sprung hat. Der Vatikan is wie ein Friedhof mit jedemenge toten, tief schlafenden Nonnen und weiteren sogenannten Geistlichen . Was will man von denen erwarten ? Sie werden in ihrem Leben nicht mehr wach werden....
  • Antworten » | Direktlink »
#6 stephan
  • 20.04.2009, 19:59h
  • "dass ein Parlament es als angebracht ansieht, den Heiligen Vater auf der Basis eines isolierten Interviewauszuges zu kritisieren, das aus dem Zusammenhang gerissen wurde."

    Sehr witzig - aus dem Zusammenhang gerissen? Was war denn wohl der Zusammenhang? Wollte Ratzinger etwa die Kondom-Benutzung dringend empfehlen und hat das Zitat den Sinn grob entstellt?

    Solche Erklärungen des Vatikans sind doch einfach nur lächerlich und die röm.-kath. Kirche sollte wirklich genug von 'aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten' verstehen - das Papstum beruft z.B. auf solchen Jesus-Worten ...

    Lächerlich!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Katrin
  • 20.04.2009, 20:07h
  • Ratze lebt in seiner eigenen mittelalterlichen Welt und versteht nicht, dass man ihm das Recht über Leben und Tod abspricht.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 bananasEhemaliges Profil
#9 The RisingAnonym
  • 20.04.2009, 22:54h
  • Na ja, die religiösen Herrscher können offenbar in ein Fettnäpfchen nach dem anderen treten und eine skandalöse Nummer nach der anderen abziehen - im Vergleich zur Politik wirkt's für viele Leute wohl "harmlos". Und schließlich will man irgendeiner Obrigkeit will man vertrauen und dienen können, noch dazu hier in Deutschland... Und daran liegt es wohl auch, dass nach einer aktuellen Umfrage zum Volksentscheid über die Initiative "Pro Reli" in Berlin eine Mehrheit mit aller Macht die religiöse Gehirnwäsche und Vergewaltigung junger Menschen durchsetzen will. Wer angesichts solcher Zahlen noch daran zweifelt, dass wir uns auf dem besten Weg zurück ins gesellschaftspolitische Mittelalter befinden, dem ist nicht mehr zu helfen. Aber was will man erwarten in einem Lande, in dem auch eine Gay Community nichts anderes tut, als mittelalterlichen Konstrukten wie der Ehe hinterherzurennen, die in ihrer bis heute währenden Form von niemand anderem als von eben den Kirchen implementiert wurden, über die sich hier alle so lautstark ereifern!

    www.berlin.de/aktuelles/berlin/detail_dpa_20966816.php
  • Antworten » | Direktlink »
#10 QueenMargrethe
  • 21.04.2009, 00:06h
  • Da kann einem dieser alte senile Diktator ja richtig leid tun, wenn er so total aus dem Zusammenhang gerissen und völlig falsch zitiert wird... wer macht denn nur sowas und wie kann denn bitteschön das böse belgische Parlament an der Unfehlbarkeit des Heiligen Vaters zweifeln? Sowas aber auch... *heul*

    Vorsicht! dieser Kommentar enthält möglicherweise ironische Passagen!
  • Antworten » | Direktlink »