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Ein Kinderbuch über schwule Pinguine ist im dritten Jahr in Folge das Buch, das am meisten Amerikaner am liebsten verbieten lassen würden.

Das ist das Ergebnis der jährlichen Liste der meist gehassten Bücher, die von American Library Association (ALA) erstellt wird. Die 32-seitige Bilder-Geschichte "And Tango Makes Three" handelt von schwulen Pinguinen, die gemeinsam ein Baby großziehen. Es kam bereits mehrfach zur Kritik an dem Werk von Justin Richardson und Peter Parnell, obwohl es weder Sexszenen noch Gewalt enthält. Der Vorwurf lautet, dass Schulkinder damit mit der "homosexuellen Agenda" indoktriniert werden würden.

"Bücher, die von gleichgeschlechtlichen Eltern oder gleichgeschlechtlichen Freundschaften handeln, sind besonders umstritten in den USA", erklärte Deborah Caldwell-Stone von ALA. "Im Fall von ‚And Tango Makes Three’ denken viele Eltern, dass es schlecht sei, Kindern etwas von homosexuellen Beziehungen zu erzählen, auch wenn es nur ein Bilderbuch ist und auch wenn es auf wahren Tatsachen beruht." Die Geschichte basiert auf zwei Pinguinen aus dem New Yorker Central Park Zoo, die viele Jahre ein Paar waren.

Auf Platz 2 der ALA-Liste liegt die Fantasyreihe "His Dark Materials" von Philip Pullman, weil darin institutionalisierte Religion kritisiert wird. Zwei weitere Bücher unter den Top-10 werden unter anderem wegen ihres homosexuellen Inhalts kritisiert: Auf Platz sechs liegt "The Perks of Being A Wallflower von Stephen Chbosky, in dem ein Teenager als Ich-Erzähler vom Erwachsenwerden berichtet. "Uncle Bobby's Wedding" von Sarah S. Brannen brachte es auf Platz acht, das von einer Homo-Eheschließung handelt. Nicht mehr auf der Liste ist "Die Farbe Lila", das unter anderem wegen weiblicher Homosexualität in der Kritik steht.

Büchereien in den USA werden immer wieder mit Protestwellen überrollt, weil sie "unmoralische" Bücher anbieten. Meist werden die Aktionen von religiösen Gruppen organisiert. (dk)



#1 SvenAnonym
  • 20.04.2009, 22:18h
  • Hmm, his dark materials kann ich empfehlen. Auf Deutsch sind das "Der goldene Kompass" (wesentlich besser als die Verfilmung), "Das silberne Messer" und "Das Bernsteinteleskop"
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#2 chrisProfil
  • 20.04.2009, 23:24hDortmund
  • Es ist immer wieder fazinierend und traurig, wie dumm doch die US-Amerikaner sind. Abartig ist auch, dass derartige Lieratur angeblich Kinder indoktriniert. Denn eigentlich sind es ja ehr die Heten, die armen Jungs und Mädels das Leben zu Hölle machen, weil sie ihnen ihr ganzel Leben lang die "heterosexuelle Agenda" indoktrinieren.
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#3 FloAnonym
  • 21.04.2009, 10:54h
  • Eigentlich sollte man froh sein, wenn Kindern und Jugendlichen schon früh die Vielfalt der Welt gezeigt wird und ihnen schon früh Werte wie Toleranz beigebracht werden.

    Für homosexuelle Jugendliche wäre es gut, keine Minderwertigkeitsgefühle oder gar Selbsthass zu haben und heterosexuelle Jugendliche werden durch solche Bücher in der Kindheit vielleicht später etwas toleranter.

    Aber in den USA enden Toleranz und freie Rede da, wo es um Homosexualität geht. Die sind so engstirnig und verbohrt...

    Vielfalt statt Einfalt!!
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