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Der Bürgermeister des Amsterdamer Problembezirks Slotervaart will die Toleranz in seinem Stadtteil mit einer Teilnahme am CSD und der Eröffnung von Homo-Bars erhöhen.

"Die Freiheit von Schwulen ist auch meine Freiheit und meine Freiheit ist die Freiheit von Schwulen", erklärte der sozialdemokratische Bürgermeister Ahmed Marcouch in einem Interview mit der Zeitung "NRC Handelsblad". "Homo-Emanzipation ist nicht die Sache von Schwulen und Lesben allein. Wir alle müssen unseren Beitrag leisten."

Slotervaart ist eines der sozialen Brennpunkte der Grachtenstadt. Die Mehrheit der Stadtteil-Bevölkerung ist aus Marokko und der Türkei eingewandert. In den letzten Jahren kam es in dem "stadsdeel" immer wieder zu Übergriffen auf Schwule. Viele der Täter berufen sich in ihrem Hass auf religiöse Überzeugungen.

Dem will der Bürgermeister entgegentreten: Marcouch will Toleranz-Klassen in der Grundschule anbieten, Fußballturniere zwischen homosexuellen Teams und Einwanderern organisieren und auch einen Teil des CSD ausrichten. Außerdem rief er dazu auf, eine Homo-Bar in seinem Stadtteil zu eröffnen. Wenn man sich erst einmal kennen lerne, könnten Spannungen zwischen Homosexuellen und Einwanderern abgebaut werden, ist sich der 39-Jährige sicher.

Bei einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie der Universität Amsterdam wurde auch Slotervaart als besonders gefährliches Pflaster für Homosexuelle beschrieben. Demnach griffen vor allem junge Männer mit niedrigem Bildungsstand Schwule an (queer.de berichtete). Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in der Regel aus ärmeren Familien kommen, waren dabei überdurchschnittlich oft Übergriffen auf Homosexuelle beteiligt. Das führte zu emotionsgeladenen Diskussionen in den holländischen Medien. (dk)



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19 Kommentare

#1 Sven_
  • 20.04.2009, 15:55h
  • Recht hat der Mann!
    Nur der Dialog wird den Menschen beider Seiten zeigen, dass die anderen auch Menschen sind wie Du und ich.

    Es wird nicht leicht sein und man muss einiges aushalten, das gilt nicht nur für Schwule und Lesben, die sich darauf einlassen, sondern ebenso auf die Gegenüber aus den religiösen und/oder finanziell schlechter gestellten Gruppen.
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#2 Zenon
  • 20.04.2009, 15:57h
  • Herr Marcouch geht sogar noch weiter: Er plädiert dafür, Kriminelle ohne niederländischen Pass abschieben zu lassen. Dafür wird er von vielen Marrokkanern in Slotervaart gelobt, von anderen als Verräter bezeichnet. Was natürlich Unsinn ist, da Marcouch nie ein Krimineller war.
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#3 Benedictus
  • 20.04.2009, 16:16h
  • Öhm, sehr mutig. Das wäre so, als würde man den Karneval der Kulturen im tiefsten Brandenburg, in einer Gegend mit vielen Skinheads und am besten in einer Stadt wo ziemlich viele Rechts wählen, zelebrieren würde. Sehr mutig.
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#4 stromboliProfil
#5 InfernoProfil
  • 20.04.2009, 20:25hBerlin
  • Gert Wilders liegt in den Umfragen in den Niederlanden ja mittlerweile deutlich vorn (Stärkste Partei). Er wird mit den homophoben Migranten kurzen Prozess machen.

    Gut so!
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#6 RoyAnonym
  • 20.04.2009, 21:39h
  • Öhm, sehr mutig. Das wäre so, als würde man den Karneval der Kulturen im tiefsten Kreuzberg, in einer Gegend mit vielen Moslems und am besten in einer Stadt wo ziemlich viele Islam wählen, zelebrieren würde. Sehr mutig.
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#7 GeorgAnonym
  • 20.04.2009, 21:41h
  • Ältere schwule Männer werden sich erinnern, dass Amsterdam einmal das Mekka der Schwulen aus ganz Europa, ja aus der ganzen Welt, war. Jedes Wochenende kamen schwule Männer zu Tausenden aus Deutschland, England, Frankreich in die Stadt. Nirgendwo sonst konnte man so offen leben, konnte man Hand in Hand mit seinem Freund durch die Stadt laufen. Durch jahrelange Diskussionen und wegen der langen demokatischen Tradition der Niederländer war unser Nachbarland zu einem Land geworden, wo man Freiheit atmen konnte. Ich selbst habe es erlebt, dass -leicht angetrunkene- deutsche und englische Schwule, die am Freitag abend in der Stadt ankamen, zuerst niederknieten und den Boden Amsterdams küssten...

    Dann kamen die "Migrantinnen und Migranten", erst aus der früheren holländischen Kolonie Suriname, dann aus Marokko und der Türkei.
    Wenn einer dieser kleinen Machos mit Goldkettchen und aufgelegtem süßem Parfüm nicht in eine Hetero-Diskothek hineingelassen wurde, brauchte er nur per Telefon die Polizei zu rufen, die die Disko dann oft wegen "Diskriminierung" schloß...In der Stadt war man stolz auf die vielen ausländischen Gesichter und sah sich als "internationale Stadt".

    Natürlich kam es so wie es kommen musste: Der Schuß ging nach hinten los! Fassungslos sahen die Amsterdamer Gutmenschen, wen sie ins Land geholt hatten - finster drein blickende Islamisten, Frauen in Burkas, Messerstecher, Fundamentalisten und Ehrenmörder. Seit ca 20 Jahren gibt es in der Amsterdamer Innenstadt Banden von kriminellen jungen Marokkanern, die Schwule auflauern und zusammen schlagen. Angeblich kann die Polizei nicht wirkungsvoll gegen diese Leute vorgehen, weil das Wort "Diskriminierung" ein "Argument" ist, das jede Diskussion abwürgt.

    Die Niederlande sind uns im Positiven wie im Negativen etwa 10 Jahre voraus. Wenn es in Rotterdam Slums gibt, wird es solche in 10 Jahren auch in Deutschland geben.

    Wenn Schwule sich in bestimmten Stadtteilen Amsterdams nachts nicht mehr auf die Straße trauen, so wird das in 10 Jahren auch in Deutschland so sein, die Anfänge sieht man ja bereits in Berlin-Kreuzberg.

    Wir sollten von Amsterdam lernen!
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#8 HerbertAnonym
#9 Benedictus
  • 20.04.2009, 23:40h
  • Antwort auf #6 von Roy
  • Hi Roy,

    hast wohl die Analogie nicht verstanden was? :-) Oder kommste vielleicht aus dem schönen Brandenburg?

    Gehört hier zwar nicht hin, aber extra für Dich:

    www.verfassungsschutz.de/download/SHOW/vsbericht_2007.pdf

    Wärmstens zu empfehlen Seite 35 Absatz 1.3,
    Seite 36, aber nur im Vergleich zu Seite 37.

    Auf Seite 55 findet man die Orte, der meisten Veranstaltungen und Kundgebungen

    Seite 58 ab Absatz 2

    Wahlergebnis von Cottbus:
    www.wahlen.brandenburg.de/lt2004/kreise/52/

    Zu beachten die 4. stärkste Partei im Landtag:
    www.wahlen.brandenburg.de/lt2004/sitze.html

    Das nur nebenbei. Das Wesentliche kommt jetzt: Ich habe die Analogie eingebracht, um zu verdeutlichen, wie mutig es ist, einen CSD ausgerechnet in einem Amsterdamer Stadtteil abzuhalten, wo das Gewaltpotential ebenso groß ist wie das Gewaltpotential gegenüber Ausländer in einer Rechtenhochburg. Sollte nur ein Beispiel sein. Nichts persönliches.

    Ob es vernünftig ist, ist nicht die Frage. Natürlich ist es vernünftig. Die beste Vorlage für den Erfolg ist ja der erste CSD der Welt. Aber ich habe ein bisschen die Sorge, dass es noch mal eine andere Qualität hat, sich mitten in die Höhle des Löwen zu begeben bzw. sich mit Moslems anzulegen. Auch wenn ich der Auffassung bin, dass wenn man in einem Land zu Gast oder eingewandert ist, man zwar nicht seine eigene kulturelle Identität aufgeben muss, aber man sich wenigstens mit den Gepflogenheiten und der Kultur des neuen Landes arrangieren und identifizieren sollte. Denn warum sollte man sonst dorthin wollen....?
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#10 Mister_Jackpot
  • 21.04.2009, 00:02h
  • Finde ich als Halbgrieche echt gut! Man kann allein durch ein bestimmtes männlicheres Auftreten bei Migranten sehr viel Eindruck machen wie ich schon persönlich erfahren durfte. Aber Schwule verhalten sich leider viel zu oft wie Opfer, rennen weg, helfen anderen Schwulen in brenzligen Situationen nicht sondern schauen auch weg wie alle anderen auch (eigene Erfahrung!) und überhaupt haben wir in der Community keinerlei Solidarität untereinander..da wird über Dicke, über Alte oder sonst wen ohne Ende gelästert und da wird auch ausgegrenzt...wir sollten nicht immer nur darauf schauen welche Fehler die anderen haben und bei uns selbst endlich mal ehrlich anfangen.....wenn ich mir da den Zusammenhalt unter sogenannten Migranten anschaue ist es für mich kein Wunder, dass wir in die Opferrole geraten sind, was sich in Amsterdam ja sehr schön zeigt. Durch einen neuen Dialog und die Verlegung des CSDs in einen solchen Stadtteil kann man vielleicht etwas erreichen wen mans richtig organisiert..es muss auf jeden Fall eine sehr poltische Demo sein und es müssten die Anwohner auch direkt angesprochen ja vielleicht sogar eingeladen werden. Also Homophobie entsteht auch bei Migranten allein durch Unwissen und religiöse Vorurteile...ist ja bei radikalo Christen in den USA ähnlich...hier präventiv ansetzen halte ich für sehr richtig und ich hab nur eine Bitte...NICHT wie Opfer verhalten...zusammenhalten und offen und direkt auch auf Migranten zugehen, vielleicht sogar deren "Sprache" (Ey jo Alter Mann, hassu Problem! *g) nutzen....das sind alles Dinge, die meiner Erfahrung nach helfen. So könnte eine neue Akzeptanzkultur entstehen....allerdings sollten wir uns auch im Klaren darüber sein, dass es immer homophobe Idioten geben wird....egal ob nun aus religiösen oder politischen Gründen....
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