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Die Technische Universität Cottbus hat den CSD-Organisatoren untersagt, auf dem Campus die Regenbogenfahne zu hissen.

Die studentischen Vereinigungen hatten die Hissung der Fahne anlässlich des TU-Zukunftstags am Donnerstag geplant. Am Samstag findet dann der CSD in Cottbus statt. Uni-Präsident Walther Zimmerli erklärte jedoch, dass das "Flaggenhissen als eine nicht sehr sinnvolle und insbesondere nicht nachhaltige Art erscheint, sich mit dem Problem von Diversity zu befassen". Die Uni engagiere sich lieber in anderen Projekten.

Uni-Kanzler Wolfgang Schröder hatte zuvor in einem Schreiben an die Aids-Hilfe, die bereits im März wegen der Beflaggung angefragt hatte, auf das Hausrecht der Universität hingewiesen und erklärt, dass die Fahnenmasten "ausschließlich für offizielle Beflaggungen" vorgesehen seien. Außerdem befürchtet er massenhafte Anfrage von anderen Gruppen. Dabei verwies er auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, "wonach ähnlichen Begehren anderer Organisationen, die gesellschaftspolitische oder weltanschauliche Ziele vertreten, auch stattzugeben wäre".

Schon im vergangenen Jahr kam es in Brandenburg zu Auseinandersetzungen um die Regenbogenfahne. Damals verbot die Uni Potsdam zunächst ebenfalls die Beflaggung (queer.de berichtete). Als Aktivisten diese jedoch trotzdem aufhängten, tolerierte die Uni-Leitung ausdrücklich das umstrittene Stück Stoff (queer.de berichtete).

In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Streitfällen um die Beflaggung. Im Vorjahr sorgte es für Aufsehen, als Prenzlaus Bürgermeister Hans-Peter Moser (Linke) und sein Templiner Amtskollege Ulrich Schoeneich (parteilos) die Beflaggung zur traditionellen LesBiSchwulen Tour durch Brandenburg untersagten (queer.de berichtete). Im Jahr zuvor kam es zu Protesten gegen die CDU-Bürgermeisterin von Berlin-Reinickendorf, Marlies Wanjura (queer.de berichtete). Sie fürchtete wie Uni-Kanzler Schröder eine Flaggeninvasion und erklärte: "Was, wenn die NPD käme und auch eine Fahne hissen möchte." In so gut wie allen anderen Stadtteilen gab es mit dem Hissen von Regenbogenfahnen jedoch keine Widerstände. (dk)

Die CSD-Organisatoren rufen dazu auf, bei der Uni-Leitung gegen das Beflaggungsverbot zu protestieren. E-Mails bitte an Präsident Walther Ch. Zimmerli (praesident@tu-cottbus.de) oder Kanzler Wolfgang Schröder (kanzler@tu-cottbus.de) richten.



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18 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 22.04.2009, 14:32h
  • Ohhhhh Gott. Nichtmal dieser! Unsere Herren und Damen "Akademiker". Ich dachte, Deutschland sei das Land der "Dichter und Denker"? Offensichtlich nicht! Zumindest auf diese "Schicht" bezogen, wohl eher ein Land von Affen und Kloppis. Eine Uni, gleich welche in diesem Land sollte für Offenheit,Tolleranz, Solidarität und Wissenschaft vorleben. Was wird hier getan? Solche, ich Bitte um Verzeihung, Pfeifen bezahlen wir alle mit unseren Steuern? Abfahrt!!!!!
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#2 discohero
  • 22.04.2009, 16:46h
  • Wir sollten uns nicht auf eine Logik von "Entweder für uns oder gegen uns" einschießen. Tatsächlich sollten wir uns diejenigen vornehmen, die Toleranz und Neutralität untergraben. Wenn die Uni in dieser Sache eine neutrale Haltung einnehmen will, ist das für uns zwar unschön - aber wir sollten das bitteschön respektieren.
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#3 The RisingAnonym
  • 22.04.2009, 17:29h
  • Antwort auf #1 von Rabauke
  • "Land der Dichter und Denker"... Dass solcher Nonsens weiterhin propagiert wird, ist ein Zeichen dafür, dass in diesem Land nach wie vor keine wirklich konsequente Geschichtsaufarbeitung stattgefunden hat - und schon gar nicht die notwendigen Lehren aus der Geschichte gezogen wurden. Aber es ist neben allen anderen Ausdrücken des (mehr oder weniger bewusst geduldeten oder beförderten) gesellschaftspolitischen Rollbacks in Deutschland in der Tat erschreckend, wie wenig sich gerade Universitäten und Hochschulen im Kampf gegen Homophobie engagieren.
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#4 The RisingAnonym
  • 22.04.2009, 17:43h
  • Antwort auf #2 von discohero
  • In einer Gesellschaft, in der sich schwulenfeindliche Sprache und schwulenfeindliches Gedankengut immer weiter ausbreiten, dürfen öffentliche Einrichtungen eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates ganz bestimmt keine "Neutralität" im Kampf gegen Homophobie und für eine neue Kultur des Respekts vor der Vielfalt üben, sondern sie haben sich auf ALLEN Ebenen aktiv an diesem Kampf zu beteiligen. Aber Aussagen wie die deinige machen deutlich, dass das "Nie wieder" politischer Sonntagsreden nichts ist als eben hohles Geschwätz - zumindest wenn es um homosexuelle Menschen geht!
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#5 kaysiProfil
  • 22.04.2009, 19:52hBangor
  • Man muss auch die Position der Uni sehen. Wenn sich eine öffentliche einrichtung zu einer Gruppe bekennt, dann hat sie die andere im Nacken sitzen. SO gesehen find ich das eigentlich schon richtig. Sie sagen ja nicht Wir wollen keine Schwulen hier. SIe sagen wir wollen nicht eine Gruppe bevor oder benachteiligen
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#6 HannibalEhemaliges Profil
#7 Liedel
  • 22.04.2009, 21:28h
  • Cottbus... da fällt mir doch glatt das wunderbare Brandenburg- Lied von Rainald Grebe ein:

    "Es gibt Länder, wo was los ist.
    Es gibt Länder, wo richtig was los ist.
    Und es gibt:
    Brandenburg, Brandenburg.
    In Brandenburg, in Brandenburg
    ist wieder jemand gegen einen Baum gegurkt,
    was soll man auch machen mit 17, 18 in Brandenburg? Es ist nicht alles Chanel es ist meistens Schlecker, kein Wunder dass so viele von hier weggehen, aus Brandenburg.
    Da stehen drei Nazis auf dem Hügel
    und finden keinen zum Verprügeln,
    in Brandenburg, Brandenburg,
    ich fühl' mich heut' so leer,
    ich fühl' mich Brandenburg.
    In Berlin bin ich einer von drei Millionen,
    in Brandenburg kann ich bald alleine wohnen, Brandenburg
    Im Adlon ist Brad Pitt und der Washington Denzel, im Autohaus in Schwedt ist heut' Achim Menzel, Brandenburg

    Berlin. Halleluja Berlin, halleluja Berlin,
    alle wollen da hin, deshalb will ich das aaaaaauch ..."

    (Songtext komplett unter
    www.magistrix.de/lyrics/Rainald%20Grebe/Ode-Brandenburg-8453
    2.html)


    Ich bin schon da Soll kein Gestänker gegen die Jungs in der Provinz sein, aber was aus Brandenburg wird, wissen wir ja seit Grebes tollem Text, wozu da noch ne Regenbogenfahne, wenn die Stadt eh untergeht Positionieren wir unsere Fähnchen lieber in Städten, die Zukunft haben...
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#8 HannibalEhemaliges Profil
#9 HannibalEhemaliges Profil
#10 alexander
  • 23.04.2009, 08:53h
  • gerade brandenburg mit seinen zweieinhalb millionen einwohnern hätte es dringend nötig flagge zu zeigen ! erst recht eine universität !

    herr zimmerli scheint vergessen zu haben was diversity auf russisch heisst ? nur um "diversity " geht es hier nicht, auch nicht um eine politische aussage, oder die haltung eines "grüppchens", sondern um die unterstützung eines grossen bevölkerungsteils, der für seine rechte und anerkennung, immer noch kämpfen muss !

    ausserdem sollten sich die herren klar machen, dass auch diese "diversity", im gegensatz zu "anderen projekten", mit ihren steuern seinen saftladen unterstützt !
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