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  • 22. April 2009, noch kein Kommentar

Gavin Newsom, der als demokratischer Bürgermeister von San Francisco insbesondere durch seine Unterstützung für die Homo-Ehe für Aufsehen sorgte, hat seine offizielle Kandidatur für den kalifornischen Gouverneursposten bekannt gegeben.

"Es ist amtlich: Werde mich um den Posten des Gouverneurs bewerben. Wollte, dass ihr es zuerst erfährt", erklärte Newsom im sozialen Netzwerk Twitter. Newsom will damit Nachfolger des Republikaners Arnold Schwarzenegger werden, der bei den Wahlen im November 2010 nicht mehr antritt.

In seinem ersten Wahlspot spricht er besonders traditionell demokratische Themen an. So will er erreichen, dass jeder Bürger eine Krankenversicherung erhält, außerdem liegen ihm grüne Themen am Herzen. Newsom erklärt ferner, dass er stets für "die Gleichberechtigung aller Kalifornier" eingetreten sei. Damit spielt er auf seine Rolle im Kampf um die Homo-Ehe im Jahr 2004 an, die ihn schlagartig weltbekannt gemacht hat. Kurz nach seinem Amtsantritt öffnete er die Ehe in San Francisco (queer.de berichtete). Zwar beendete kurze Zeit später ein Gericht die Ehe-Schließungen – allerdings war das der Auftakt einer Reihe von Klagen gegen das kalifornische Eherecht.

Youtube | Erster Wahlspot von Gavin Newsom

Mitte Mai diesen Jahres entschied der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates dann, dass das Verbot der Ehe für Schwule und Lesben gegen den in der Regionalverfassung festgeschriebenen Gleichbehandlungsgrundsatz verstößt (queer.de berichtete). Im November entschied dann eine knappe Mehrheit der Kalifornier in einem Volksentscheid, Schwulen und Lesben diese Rechte wieder zu entziehen (queer.de berichtete). Dabei zitierten die Ehe-Gegner in einem Werbespot eine Rede Newsoms und stellten ihn als Mann dar, der diktatorisch seinen Willen durchsetzen will.

Auch in der demokratischen Partei ist Newsom umstritten. So weigerte sich der damalige Senator Barack Obama 2004, sich mit dem Bürgermeister fotografieren zu lassen (queer.de berichtete). Der jetzige Präsident hatte damals offenbar Angst, dass ihn Newsoms Unterstützung der Homo-Ehe Stimmen kosten könnte. (dk)