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Wieder Outings in ugandischen Medien: Die Zeitung "Red Pepper" hat 50 Bürger mit vollem Namen und teilweise mit Bildern als homosexuell bezeichnet – Ziel ist es, den Geouteten das Leben schwerer zu machen.

"Das ist ein Killer-Dossier", heißt es in dem Artikel. Das "sensationelle Meisterwerk" soll Ugandas "schamlose Männer und unverfrorene Frauen" bloßstellen, die "ganz bewusst das westliche Übel in unsere geliebte und heilige Gesellschaft" einführen wollten. "Sie nutzen ihren Einfluss, um das schwule und lesbische Laster in Schulen zu verbreiten und damit die Moral unserer liebenswerten Kinder kaputt machen." Die Männer seien "heimlich Amok gelaufen und haben gnadenlos die haarigen Ärsche von Hunderten terrorisiert", schreibt der verantwortliche Journalist.

Die 50 Geouteten sind meist nicht prominent – es handelt sich dabei etwa um DJs, Kneipenwirte oder Telekom-Angestellte. "Red Pepper" hat bereits in der Vergangenheit Schwule und Lesben unter der Überschrift "Homo-Terror" geoutet (queer.de berichtete).

Die ugandische Regierung sieht Homosexualität als "Krankheit" an, die es zu besiegen gelte (queer.de berichtete). Sowohl die christliche Kirchen als auch islamische Würdenträger sehen Schwule und Lesben als Gefahr für die Gesellschaft an. Einer Umfrage aus dem Jahr 2007 zufolge lehnen 95 Prozent der Bevölkerung eine Legalisierung von gleichgeschlechtlicher Liebe ab. Derzeit steht auf Homo-Sex maximal 14 Jahre Haft. (dk)



11 Kommentare

#1 SmartiSaar
  • 23.04.2009, 20:31h
  • "Das ist ein Killer-Dossier", heißt es in dem Artikel. Das "sensationelle Meisterwerk" soll Ugandas "schamlose Männer und unverfrorene Frauen" bloßstellen, die "ganz bewusst das westliche Übel in unsere geliebte und heilige Gesellschaft" einführen wollten."

    "Die Männer seien "heimlich Amok gelaufen und haben gnadenlos die haarigen Ärsche von Hunderten terrorisiert"

    Wie krank und von Religion Verblendet sind die in Uganda eigentlich. Das ist eine Hetz-Jagd von Obersterstelle die von den Religionsgemeinschaften (christliche Kirchen als auch islamische Würdenträger) unterstützt gutgeheißen wird. Fällt sowas nicht unter "Verbrechen gegen die Menschlichkeit/Menschheit"!?

    In was für einer Welt leben wir eigentlich das wird ja von Tag zu Tag schlimmer!!!!
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#2 dummfugAnonym
  • 24.04.2009, 01:24h
  • Wenn man schon dabei ist, kann man nicht auch noch gleich eine Liste der aktiven Hexen und Magier schreiben? Mit einer Anleitung für Scheiterhaufen?

    Da sollten dann Redakteure und Regierungsverantwortliche auch gleich mit drauf.

    Und dann sollte man alle Blauaugen verfolgen. Dazu gibt es einen prima Film - der sollte dort als Lehrfilm gezeigt werden, vielleicht gehen dann einigen die Augen auf.

    Und bitte schön Bücher verbrennen.
    Menschen lernen einfach nicht dazu - und mit Hetze und Volksverdummung findet man immer „Schuldige“, um von wirklich wichtigen Problemen abzulenken.

    Einstein soll gesagt haben: 2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die Dummheit der Menschen. Beim Universum ist man sich aber nicht ganz sicher. Wie recht er hatte!
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#3 schwarzwaldbub
  • 24.04.2009, 02:13h
  • Nazi-Methoden à la Uganda.

    Wir bekommen ja jeden Tag Horrormeldungen über homophobe Exzesse aus der ganzen Welt präsentiert. Nimmt Deutschland eigentlich Homophobie-Verfolgte auf? Kümmert sich die schwule Gemeinschaft um Homophobie-Flüchtlinge? Gibt es da Statistiken? Weiss da jemand von Euch bescheid?
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#4 RabaukeAnonym
  • 24.04.2009, 09:29h
  • @schwarzwaldbub

    ob Deutschland etwa homophobie-Verfolgte aufnimt???? Unserer bunten Regierung musste in den Arsch treten, damit wie in einem Fall aus meinem Freundeskreis, ein seit 5 Jahren in Deutschland lebender Iraker nicht abgeschoben wird. Ugandische "Homoflüchtlinge" von dieser, unserer deutschen Regierung ............???? "Bringen die etwa "Öl" oder "Geld" oder etwas das unsere "Bunte Regierung" gebrauchen kann? Wenn wir, hier, in unserem eigenen Land schon als "Menschen zweiter Klasse" behandelt werden, was willste da erwarten. Ich schäme mich für diese ganze "Suppenbrigade" von Bundesregierung. Frau Bundeskanzlerin Merkel kommt sollte Wissen, wie gefährlich ein Regime gegenüber Minderheiten werden kann! Schade, Schande, meine menschliche Verachtung für die derzeitige "Außenpolitik" unserer unfähigen Regierung!
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#5 dummfugAnonym
#6 völklinger greisAnonym
#7 stromboliProfil
  • 24.04.2009, 12:12hberlin
  • Antwort auf #4 von Rabauke
  • stell eine anfrage ans auswärtige amt...
    aber richtig: mich würd das auch interessieren.
    Soweit mir bekannt, gilt homosexualität nicht als expliziter asylgrund! Mir ist auch keine spezielle intervention seitens des AA bekannt, in der die angebote wie gegenüber verfolgten christen gemacht wurden! Trotz der diversen missglückten versuche, abweichende sexualität in den kanon der verfolgten menschenrechte auf zu nehmen (2003 hat Brasilien einen Resolutionsentwurf zu „Menschenrechten und sexuelle Orientierung“ in die UN-Menschenrechtskommission (MRK) eingebracht...) gibts auch im deutschen recht kein eindeutiges reglement. Der richter, das gericht entscheidet anhand der bedrohungslage, nicht an der sexuellen ausrichtung. Entsprechend ja dann die urteile: der abzuschiebende könne ja seine offenkundige sexualität etwas verbergen, ansonsten würde er dank seiner hautfarbe ja nicht auffallen... so, frei wiederholt, der richterspruch zu einer drohenden ausweisung eines irakers... (ich find jetzt nicht den beitrag hier..).

    Was zeigt mir dieses beispiel uganda:
    Verfolgung von minderheiten, jeweils auswechselbar, sind erscheinungen innerer gesellschaftlicher spannungen und ökonomischer verwerfungen!
    Dabei die verfolgung homosexueller nicht in ihrer gänze erfasst wird, weil kein bedarf an weiterführendem nachdenken vorhanden. Zudem gilt sie in teilen der (europäsich geprägten) bevölkerungen und parteien als sekundär-problem , während dem rassistischen oder antisemitischen umtrieben eine größere aufmerksamkeit zu kommt. Das ist der europäischen vergangenheit geschuldet und speziell in deutschland, dem „wachsamen blick von aussen" auf die innere befindlichkeit der deutschen im umgang mit ihren minderheiten. Das da homophobie insgesamt als sekundär, als eher eine streitigkeit unter heranwachsenden männern definiert wird, zeigt sich an den katastrophalen zuständen an den schulen (wann fangen wir an, bei den kitas hinzuschauen.. früh krümmt sich wer ein wurm werden will.) und in der gesamten jugendkultur! Das ist uns als community völlig aus den händen geglitten, wenn wir überhaupt jemals einfluß darauf hatten.
    Das auch der preis, für die ansonsten gedultete ankunft der schwulen im mainstream. Würde man sich mit der homosexuellen verfolgung auseinander setzen, müßte auch ein weiteres kapitel im diskurs eigenen strukturenwandels geöffnet werden! Da aber unser blick nicht mehr der UNGERECHTIGKEIT im ganzen gilt , sondern sich den partikularen feinheiten homosexueller bedürfnisse im einzelen gewidmet, ist die gesellschaftliche schere zu unseren ungunsten geöffnet.
    So gibt es eine (von uns ..) gefühlte diskriminierung, die zwar einzelschicksale berühren, aber keinen kausalen zusammenhang herstellen lassen ( siehe kriminalitätsstatistiken ... da ist homophobes weiterhin im unteren bereich hinter rassistisch oder neonazistisch bedingten delikten) über das wahre ausmaß an denunziatorischen wandels in unserer gesamtgesellschaft . Bleibt uns ein subjektiver blick auf „gefühltes“.

    Das perfide solcher „outings“ ( und hier gehört auch des „outing“ an schulen, siehe thread :11 jährige selbstmörder in USA..) ist die zuschreibung des abnormen, die nicht mit der gelebten scheingleichheit, sei’s partnerschaft/ehe sich auflösen, also gleichsam in der normalität untergehen, wie von uns gehofft, sondern auf die sexuellen instinkte/ängste zurück greifen ( griff an die haarigen ärsche.. was immer das bei unterstellter lastereinführung an schulen bedeuten soll...) und somit unbeabsichtigt ( weil von dummheit geprägt) an den kern unserer konfliktsituation vordringen: die der angstbesetzten sexuellen darstellung und wahrnehmung!
    Damit aber auch die „Integration“ , ja mehr noch, die assimilation der schwulen, aus sicht der mehrheit, gescheitert ist. Diese „trennungslinie“ wird weiter im heteronormativen denken gelebt! Und (!), er wird weiter vermittelt! Egal ob über biologistisches oder religiösem ansatz!
    So gilt auch hier: es langt nicht, im bekanntenkreis einen schwulen zu haben, mit dem man „kann“!
    Die indifferenz (?) der lehrer an schulen zur frage homosexualität ( mir erzählte ein freund an einer ländlichen schule im oldenburgischen wäre sein 9 jähriger neunmalkluger neffe wegen der frage: herr lehrer, was ist schwul, mit einer strafarbeit wegen störung des unterrichtes nach hause geschickt worden... ) z.B. zeigt auch die schwierigkeit , wie wir uns in die auseinandersetzung einbringen können/sollten.
    Gestern, in einer diskussion über gewalt und vorstellung der senatsbrochüre - Homophobie in der einwanderungsgesellschaft-, sichtbar die selbe rat und sprachlosigkeit: einerseits den blick auf das gesamte halten wollen , was auch sinnvoll (!), andererseits unfähig, sich aus den genormten lösungsdenkmustern zu lösen. Inhaltlich bleibt die absicht, den problemen mit der gewohnten einforderung an daueraufmerksamkeit und aktionsaktivität durch staat und instutitionen zu begegnen, stückwerk. Das kann in einem lehramtsplanungsverfahren sinnvoll sein; für die innere spaltung der gesellschaft in saubere und weniger saubere „mitbürger“ wird es auf längere sicht fatal eng werden. Die gesellschaftlichen spannungen (auch in ökonomichem sinne) sich an der homosexualität als abgrenzungsmöglichkeit verschärfen! Das ist wie ein zeitfenster : spannungen übertragen sich auf rollenmuster und eingeübte denkkonditionen. Wird die fähigkeit der rolle in frage gestellt, also der mann seiner rolle als ernährer verlustig, wehrt er sich, mit dem ihm aufoktroyierten männlichkeitsbild, gegen die „wegnahme“ seiner gewalt; ergo wird er gewalttätig als beweis seiner existenzberechtigung.
    Was nämlich nicht in dem beitrag rüberkommt, ist die zuweisung der rollen für die restgesellschaft, die neuaufstellung altbekannter lösungsmittel, die angeblich fürs überleben in der krise notwendig sind: da wird das frauenbild bestimmt ( heim, aufzucht, gebären, .. in diesem falle christlichen ursprunges – bei 78% Christentum,gegenüber Islam 7% und Sonstige 15%) ! Aber man kann es nicht inhaltlich loslösen von der wut , dem geifernden, gegenüber einer, diese männerrollen ( nicht die bilder , die kopieren wir ja ...) in frage stellenden sexualität! Und das eben ist HOMOSEXUALITÄT in seiner „wahrgenommenen“ brisanz!
    So wie auch bei uns immer wieder die tuntenfrage zum identiätsproblem wird ( weibische männer... ) ist die bewahrung männlichen scheins für den heterosexuellen mann wichtiger als die versuche, sich in gewandelten welten und anforderungen, einen neuen platz zu suchen. Das wir/ die, dabei mit der keule in der hand rum laufen ist eindeutig ein mißgriff der evolution!
    Bei uns zudem ein mangel an nachdenken!
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#8 HannibalEhemaliges Profil
  • 24.04.2009, 22:57h
  • Wenn ich so einen Dreck lesen muss, bin ich auch für die Wiedereinführung der Sklaverei!
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#9 PierreAnonym
  • 26.04.2009, 18:34h
  • Es wird Zeit, dass wir das Christentum und den Islam erkennen was sie sind: Extremistische Vereinigungen, die sich u.a. die 'Ausrottung' temporäre homosexueller Menschen zu Ziel machen.
    Beide Gruppierungen müssen massiv bekämpft werden.
    Von allen Verantwortlichen einer freiheitlich-demokratischen und toleranten Gesellschaft.
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#10 schwulenaktivist
  • 27.04.2009, 16:34h
  • Wir können nicht für jede Minderheit auf der Welt ein spezielles "Asylland" schaffen. Sonst haben wir die gleichen Probleme wie die Juden und Palästinenser...

    Im Zusammenhang mit den Religionen sollte immer erwähnt werden, dass es bei der Diskriminiung im Wesentlichen um den Analverkehr/die Entmännlichung geht und um nix anderes!
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