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  • 23. April 2009, noch kein Kommentar

Bei der 24. Auflage des schwul-lesbischen Filmfestivals im italienischen Turin erinnert man sich auch an den Mauerfall in Deutschland vor 20 Jahren.

Von Christian Scheuß

Zum 24. Mal lädt das schwul-lesbische Filmfestival in der norditalienischen Stadt Turin das filminteressierte Publikum in die Kinos. Unter dem Slogan "Von Sodom nach Hollywood – Ein Film kann dein Leben verändern" zeigen die Veranstalter des größten europäischen Filmevents, das sich ausschließlich mit Werken für und aus der Community befasst, das aktuelle Schaffen von Regisseuren, ohne dabei den historischen Blick zurück zu vergessen. Unter anderem wird an das schwule Leben vor dem Fall der Mauer erinnert. Die Filme "Westler" über eine BRD/DDR-Beziehung im geteilten Berlin als auch "Coming out", einer der letzten Produktionen der DDR, werden präsentiert. "Westler"-Regisseur Wieland Speck und "Coming out"-Darsteller Matthias Freihof sind als Gäste geladen, um über diese besondere Zeit zu berichten.

Das etablierte Kino-Event muss zwar jedes Jahr aufs Neue um Gelder und Sponsoren kämpfen, doch immer wieder gelingt es dem engagierten Team rund um Festivaldirektor Giovanni Minerba einige Prominenz nach Turin zu holen. So nah kommen homophile Cineasten ihren Schauspielern und Regisseuren sonst nirgends. Außerdem gibt es – wie bei anderen Internationalen Filmfestivals auch – eine Jury, die über die besten Spiel- und Kurzfilme sowie Dokus urteilen muss. In der diesjährigen Jury sitzen unter anderem die Schauspielerin Maren Kroymann und der Fassbinder-Schauspieler Harry Baer.

In diesem Jahr werden drei Special Awards vergeben, deren Preisträger bereits feststehen und die ihre Auszeichnungen auch persönlich entgegennehmen werden. Die Regisseurin Monika Treut, die auch ihren neuen Film "Ghosted" präsentiert, wird für ihre Darstellungen "abweichenden" sexuellen Lebens geehrt. Der spanische Regisseur Ventura Pons wird für seinen "unermüdlichen Einsatz für Kino und Theater" gelobt. Und John Greyson, wird ausgezeichnet, weil er sich seit Jahren mit dem Thema AIDS befasst. Seine aktuelle Doku "Fig Trees" erhielt erst im Februar den Teddy Award in Berlin.

24 Torino GLBT-Filmfestival, Da Sodom a Hollywood, 23. bis 30.4. in Turin.